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Kickers Offenbach: Rückschlag für den OFC: Punktabzug bleibt bestehen

Foto: Archivbild
Offenbach. 

Um 18.30 Uhr, nur zwei Stunden nach Beginn der Verhandlung, waren die Hoffnungen von Kickers Offenbach geplatzt. Das dreiköpfige Ständige Schiedsgericht der Fußball-Regionalliga entschied gestern in Frankfurt, dass es bei dem im Mai 2016 nach § 6, Punkt 6 der DFB-Spielordnung verhängten Abzug von neun Punkten wegen des Insolvenzantrages bleibt.

Schiedsgerichts-Vorsitzender Dietmar Artzinger-Bolten fuhr sofort kommentarlos nach Hause. Er will die Urteilsbegründung beiden Parteien schriftlich zukommen lassen. Da er allerdings erst einmal für zwei Wochen in den Urlaub fährt – und er allein darf das Urteil schriftlich fixieren –, ist frühestens in zweieinhalb bis drei Wochen mit der Begründung zu rechnen. Dafür gab Beisitzer Heinz-Wilhelm Fink gestern seine Meinung zum Besten: „Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen. Da stand mehr der juristische Verstand als das Herz im Vordergrund.“

Die OFC-Verantwortlichen fanden den Ausgang der Verhandlung ernüchternd, äußerten sich aber dazu bereitwillig. Präsident Helmut Spahn nahm das Urteil gefasst hin. „Das Urteil müssen wir so erstmal akzeptieren. Wir warten jetzt auf die Begründung und entscheiden dann, wie wir weiter vorgehen.“

OFC-Geschäftsführer Christopher Fiori begrüßt zumindest, dass jetzt Klarheit herrscht. „Nun müssen wir es sportlich richten.“ Er fand die Verhandlung fair. Den Eindruck, das Urteil habe von vornherein festgestanden, habe er nie gehabt. Der schriftlich vorliegende Einspruch wurde nicht erneut vorgetragen. Vielmehr hätten die Kickers konkrete Nachfragen beantwortet.

Der OFC hat nun die Option, das Oberlandgericht (OLG) Karlsruhe anzurufen. Karlsruhe ist der Geschäftssitz der Regionalliga Südwest. Sollte er auch da scheitern, bliebe als letzte Instanz der Bundesgerichtshof (BGH). Fiori: „Wir warten die Urteilsbegründung ab, werden dann auch die Kosten abwägen, die mit einem weiteren juristischen Weg verbunden wären.“

(löf)
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