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Löwen Frankfurt: 5:2 - Die Löwen-Überzahl bändigt die wilden Huskies

Von Gegen die Kassel Huskies gab es am Ratsweg schon oft spektakuläre Spiele. Aber noch nie ein solches Powerplay-Feuerwerk wie diesmal. Vier Überzahltore in nur sechs Minuten bildeten den Grundstein zum 5:2 (1:1, 4:1, 0:0)-Sieg der Löwen über den Erzrivalen aus Nordhessen.
Foto: Jan Huebner/Scheiber (Jan Huebner)

Ausverkauft war die Eissporthalle nicht ganz. Nur fast. Mit 5675 Zuschauern gab es eine stattliche Kulisse. Ausgesehen hat es wie 7000, gefühlt hat es sich wie 8000. Die Stimmung war entsprechend. Schon bei der Vorstellung der Teams. Der Pfeifkonzert, als bei Kassel der Name Richie Mueller fiel, war sicher auch außerhalb der Eis-Arena zu hören gewesen. Es gab Anfeuerung, es gab Buhrufe, es gab kleine Scharmützel. Aber auch ein sehr intensives Eishockeyspiel. Mit Tempo, Härte, vielen Zweikämpfen, aber auch flüssigen Kombinationen auf beiden Seiten. Eben ein Derby mit allem Drum und Dran.  

Das erste Drittel verlief absolut ausgeglichen. Wenn jemand ein leichtes Übergewicht hatte, dann eher die Löwen. Das Tor fiel aber auf der anderen Seite. Durch Adriano Carciola (12.). Den Namen des Vorbereiters konnte man kaum erfahren. Denn der Ansage „mit der Nummer 61“ folgten statt des  Namens Mueller nur lautstarke Pfiffe aus dem Publikum. Bis zur Sirene gab es zwei gute Chancen zum Ausgleich. Nach einem Schuss von Tim Schüle, brachte Brett Breitkreuz die Scheibe im Nachschuss nicht im Netz unter.  Und bei einem Zwei-gegen-Eins-Break war das Zuspiel von Adam Mitchell zu Kevin Maginot zu unpräzise. In der 20. Minute durften die Huskies mit einem Mann mehr auf dem Eis sein. Neun Sekunden vor dem Drittelende gab es aber ein Bully vor dem Kasseler Tor.  Lukas Koziol hat es gewonnen und selbst mit einem Schuss in den Winkel das zu diesem Zeitpunkt unerwartete 1:1 gemacht.

Der Auftakt zweiten Drittel hatte es in sich. Kassel ging nach einer Lücke in der Löwen-Abwehr durch Matthew Neal in Führung. Dann rettete Felix Bick super gegen Sam Povorozniouk, im direkten Gegenzug lief der von der Strafbank gekommene Carter Proft allein auf  Marcel Melichercik zu, doch der Kasseler Keeper blieb ebenfalls Sieger. Sieger blieb auch Andre Reiß. In einem Ringkampf. Dafür wurde er belohnt. Mit einer vorzeitigen Dusche. Und obendrauf gab es fünf Strafminuten. Das fünfminütige Powerplay war eine Wucht. Die Löwen nutzten die Überzahl gleich zu drei Treffern, zweimal  durch Eduard Lewandowski, einmal durch Max Faber. Alle schön herausgespielt. Der Torhunger der Löwen war damit nicht gestillt. Der Ex-Frankfurter Tyler Gron foulte, durfte auch in die Kühlbox. Und die Powerplay-Maschine lief weiter wie am Schnürchen. Mathieu Tousignant traf von hinten einen Huskie, der Puck prallte ab. Ins Netz. Es war das vierte Löwen-Überzahltor an diesem Tag. Alle durch die gleiche Reihe. Und es war bereits das zehnte Frankfurter Überzahltor. In nur drei Spielen! „Es muss harmonieren. Wir haben ein gutes Powerplay-System und die passenden Spieler“, erklärt die hohe Quote Sportdirektor Franz Fritzmeier.

Im Schlussdrittel waren die Gäste um eine Resultatverbesserung bemüht. Vor allem im Powerplay drückten sie mächtig auf die Tube. Doch man merkte ihnen die Verunsicherung an. Der Schock nach den vier Frankfurter Überzahltoren binnen sechs Minuten saß bis zum Schluss tief.

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