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Löwen Frankfurt: Bereit für den heißen Tanz

Von Das erste Duell mit den Löwen haben die Roten Teufel Bad Nauheim in dieser Saison gewonnen. Heute steigt das zweite Derby.
Das hat den Löwen-Fans Mitte Oktober gar nicht gefallen. Heute soll es aus ihrer Sicht anders werden. Foto: JOACHIM STORCH (Pressefotografie Storch, Bad Hg.) Das hat den Löwen-Fans Mitte Oktober gar nicht gefallen. Heute soll es aus ihrer Sicht anders werden.
Frankfurt. 

So erfolgreich wie in der laufenden Saison waren die Löwen Frankfurt in der DEL 2 noch nie. Nur eines belastet die gute Stimmung am Ratsweg: Der bereits acht Spiele andauernde Derby-Fluch in den Vergleichen mit der hessischen Konkurrenz. In der laufenden Saison gab es schon zwei Niederlagen gegen Kassel. Und die Roten Teufel Bad Nauheim siegten am Ratsweg 3:2 nach Verlängerung.

Klar, dass die Einschätzungen vor dem heutigen brisanten Eishockey-Duell im Bad Nauheimer Colonel-Knight-Eisstadion (19.30 Uhr) weit auseinandergehen. „Dass die Löwen gegen uns schon lange nicht gewonnen haben, macht es für uns noch schwerer. Die werden heiß sein. Wenn wir gegen Frankfurt spielen, werden die Löwen immer Favorit sein. Sie haben einen Lauf, liefern gute Resultate ab und stehen nicht umsonst so weit oben“, betont Petri Kujala. „Aber es ist ein Derby, wir haben die Zuschauer hinter uns. Ich glaube, wer die Zweikämpfe gewinnt, wird auch das Spiel gewinnen“, ergänzt der finnische Coach der Roten Teufel.

Sein Frankfurter Kollege Paul Gardner ist gespannt auf das Lokalduell: „Wir haben einen tollen Lauf, den wir natürlich fortsetzen wollen. Unsere Jungs haben dafür hart gearbeitet und sind bereit. Unsere Vorfreude auf das Derby ist riesig.“ Stürmer Nils Liesegang, der eine ganz starke Saison spielt, hält den Puck flach: „Wir kennen unsere Aufgabe und bereiten uns konzentriert vor. Von mir gibt’s wie immer keine großen Sprüche vor dem Derby. Nur so viel: Es wird ein heißer Tanz – und wir sind bereit.“ Sturmkollege Clarke Breitkreuz ergänzt: „Wir bauen auch auf den Support unserer Fans. Die letzten Wochen sind Fans und Mannschaft weiter zusammengewachsen, und die Energie aus der Kurve kann in solchen Spielen sehr wichtig sein.“

Allerdings werden die Frankfurter Anhänger im Kurpark deutlich in der Unterzahl sein. Auch die nach drei Niederlagen in Folge auf Rang acht zurückgefallenen Roten Teufel können sich auf ihr treues Publikum verlassen. Der bisherige Saisonschnitt von 2273 Zuschauern wird mit Sicherheit weit überboten. Viele der 4500 Plätze werden nicht unbesetzt bleiben. „Aus Frankfurt gab es nicht so viele Vorbestellungen. Aber mit 4000 Zuschauern rechne ich schon“, sagt Bad Nauheims Geschäftsführer Andreas Ortwein. Kujala baut darauf, dass eine prallgefüllte Halle seiner Mannschaft zusätzliche Energie verleiht. „Es ist ein Unterschied, ob dich 2000 oder 4000 Menschen nach vorne peitschen.“

Beide Kontrahenten können mehr oder weniger in Bestbesetzung antreten: Die jeweilige Langzeit-Verletzung eines Kontingentspielers fällt nicht ins Gewicht, da Bad Nauheims Schwede Joel Johansson durch den Slowenen Ales Kranjc, der nicht nur defensiv überzeugt, sondern mit vier Toren und sechs Assists in zehn Spielen auch sein großes Offensiv-Potenzial offenbarte, gut ersetzt wird. Die Löwen haben wiederum für Nick Mazzolini Pat Jarred verpflichtet, der die Kapitänsbinde trägt. So ist der Frankfurter Dennis Reimer der einzige wirkliche Ausfall.

Den Goldhelm des besten Scorers trägt bei den Roten Teufeln der Finne Juuso Rajala, der für zehn Tore und 15 Assists 25 Punkte gesammelt hat. Ebenso 25 Zähler haben auf dem Konto die Frankfurter Matt Pistilli und CJ Stretch. Weil Pistilli aber zwölf Mal, Stretch nur zehn Mal ins Schwarze traf, trägt den Goldhelm der Kanadier und nicht der US-Amerikaner.

Die Ex-Kollegen kommen

Im Heimspiel am Sonntag (18.30 Uhr) gibt es für Stretch dann in der Eissporthalle ein Wiedersehen mit seinen letztjährigen Mitspielern. Die Starbulls Rosenheim haben, sicher nicht zuletzt wegen des Verlustes ihres Torjäger-Duos Wade MacLeod (sollte für die Löwen spielen, musste wegen einer Krebsoperation dann aber pausieren) und Stretch, bislang nicht überzeugen können. Mit nur 23 Punkten liegen sie lediglich auf Rang zehn. Beim Hinspiel führten die Oberbayern allerdings bis ins Schlussdrittel 2:0, ehe die Löwen eine ihrer in der laufenden Saison schon legendären Schlussoffensiven hinlegten und noch mit 3:2 gewannen.

Trainer Gardner verspricht den Fans wieder ein Spektakel: „Nach fünf Siegen in Folge haben meine Jungs jede Menge Selbstvertrauen getankt. Sie werden den Fans sicher wieder ein offensives und attraktives Eishockey bieten.“

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