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Löwen Frankfurt: Bicks Ziele: Mit den Löwen in die DEL und sich dem Bundestrainer empfehlen

Von Seit Montag sind die Löwen Frankfurt wieder auf dem Eis. In Limburg-Diez steht eine intensive Trainingswoche auf dem Programm. Im Fokus steht dabei auch der neue Torhüter Felix Bick.
Seine Ziele hat er fest im Blick: Felix Bick, neuer Torhüter der Eishockey-Löwen Frankfurt. Foto: Huebner/Blatterspiel (imago sportfotodienst) Seine Ziele hat er fest im Blick: Felix Bick, neuer Torhüter der Eishockey-Löwen Frankfurt.
Frankfurt. 

Eigentlich verdanken die Eishockey Löwen ihren neuen Torwart Ian Gordon. Der in Frankfurt legendäre Meister-Torhüter ist ist nämlich „schuld“ daran, dass aus Felix Bick ein Eishockey-Torwart wurde. Man schrieb das Jahr 2000. Die Schwenninger Wild Wings hatten für die DEL-Saison den kanadischen Keeper Gordon verpflichtet. Der Mann aus Saskatchewan wurde auf Anhieb der Liebling der Fans. Keine Ausnahme machte da der damals siebenjährige Felix, der mit seinem Vater bei jedem Match mitfieberte und „Gordo“ bewunderte. In Schwenningen spielt Felix Bick damals selbst seit dreieinhalb Jahren Eishockey in der Laufschulmannschaft, die eines Tages ohne Torwart da stand. Als ein Ersatz für den erkrankten Goalie gesucht wurde, musste der Trainer nicht lange fragen, welcher Feldspieler zwischen die Pfosten gehen will. Felix Bick hob sofort die Hand, zog sich die schwere Ausrüstung an und nahm dort seinen Platz ein, wo sonst sein Idol Ian Gordon die gegnerischen Stürmer zur Verzweiflung brachte. „Es hat mir auf Anhieb mächtig Spaß gemacht. Und so bin ich im Tor geblieben“, erinnert sich der heute 25-Jährige.

Er habe sich vieles abgeschaut, sagt Bick. Nicht nur von Gordon, von jedem guten Torwart. „Jeder Keeper muss seinen eigenen Stil finden, jemanden kopieren ist schwierig. Ian war aber der erste. Es war cool, ihm zuzusehen. Vielleicht steckt vieles von ihm doch in meinem Spiel drin.“ Bick versuchte immer, viel von seinen Stationen als Eishockey-Torwart mitzunehmen. Zwei Menschen seien für seine Entwicklung sehr wichtig gewesen, erzählt er: In Düsseldorf Torwart-Trainer Michael Elmer, der ihm viel beigebracht habe, vor allem taktisch. Und in Duisburg Franz-David Fritzmeier, der „mir als erster Trainer in meiner Karriere das volle Vertrauen schenkte“, wie Bick in der Fachzeitung „Eishockey News“ erklärte. Nachdem Fritzmeier im Januar 2018 Sportdirektor in Frankfurt geworden war, kontaktierte er den mit großem Erfolg das Tor der Roten Teufel Bad Nauheim hütenden Bick. „Dann ging alles sehr schnell“, sagt Bick. „Ich habe gleich zugesagt. Franz ist sicher einer der Hauptgründe, warum ich mich trotz vieler Angebote für die Löwen entschieden habe. Zudem hat mir sein Konzept für die nächsten Jahre imponiert. Auch die Tatsache, dass in Frankfurt ständig ein Torwart-Trainer ist, von dem ich noch Kleinigkeiten erlernen kann, die mich stärker machen werden, spielte eine beträchtliche Rolle. Ich sehe hier die Möglichkeit, mit den Löwen in die DEL zurück zu kehren.“

In der DEL zu spielen heißt auch, in den Fokus des Bundestrainers zu rücken. Wie es im Kreise der Nationalmannschaft zugeht, weiß Bick schon. Vor der WM 2016, als die DEL-Spieler wegen der Meisterschaftsrunde noch fehlten, bat ihn Marco Sturm zum Lehrgang nach Tschechien. „Ich konnte es gar nicht glauben. Es war eine einmalige Erfahrung. Selbst die gestandenen Spieler waren zu dem Nobody im Tor sehr nett. Gespielt habe ich nicht, aber sehr viel von dem Training profitiert und Erfahrung gesammelt“, schwärmt Bick noch heute.

Damals war er 23, spielte bei der Düsseldorfer EG. Allerdings nur sehr sporadisch (27 Einsätze in vier Jahren). Für den Torwart, der mit 18 Jahren den Schwarzwald gen Rheinland verließ, war es eine schwierige Zeit. „Ein Torwart braucht Spielpraxis. Die bekam ich in Düsseldorf kaum.“ Das hat sich in der letzten Saison geändert. Bick war in Bad Nauheim der Vielspieler, zählte zu den besten Keepern der DEL 2 und hatte maßgeblich Anteil daran, dass die Roten Teufel die Play-offs erreicht haben. Angetan haben es ihm die sehr intensiven Derbys. „Auf diese Matches freue ich mich besonders. Und hoffe natürlich auf vier Triumphe gegen Bad Nauheim. Auch wenn ich dort noch viele Freunde habe und Kontakt zu einigen Mitspielern aus der vergangenen Saison pflege.“

Zwei dieser Mitspieler sind mit ihm nach Frankfurt gewechselt: Verteidiger Marius Erk und Stürmer Dominik Meisinger. „Klar, dass sie mich konsultiert hatten, da sie wussten, dass ich nach Frankfurt gehe. Aber die Entscheidung trafen sie allein“, sagt Bick. Sie sind nicht die einzigen im Löwen-Team, die der Goalie kennt. Mit Brett Breitkreuz spielte er in Duisburg, der ebenfalls neue dritte Torwart Nils Kapteinat spielte in Düsseldorf in der Schüler-Bundesliga, Bick parallel in der Nachwuchs-Liga DNL. „Bekannte Gesichter erleichtern den Start. Aber ich habe schon etliche Jungs während des Sommer-Eis-Trainings in Köln kennengelernt.“ Mittlerweile ist er mit Lebensgefährtin Schanis und Labrador Jake von Butzbach nach Bad Vilbel umgezogen. „Bad Vilbel ist nahe an Frankfurt, einer Stadt, die mich auf Anhieb begeisterte.“ Und Bick freut sich auf die Eissporthalle. „In der DEL 2 gibt es zwei Kulthallen, die in Bad Nauheim und die in Frankfurt. Die erstere ist die kälteste, die am Ratsweg die wärmste. In der Frankfurter Halle will ich das letzte Saisonspiel bestreiten. Und das auch gewinnen!“

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