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Löwen Frankfurt: Cooles Spiel mit harten Schüssen – Torleute beim Eishockey

Keeper aus dem Fußball, Handball und Feldhockey besuchten eine Löwen-Partie und sprachen mit Goalie Brett Jaeger.
Gemeinsam auf dem Eis: die Teilnehmer der Aktion „Torhüter treffen Goalies“. Foto: Huebner/Roith (Jan Huebner) Gemeinsam auf dem Eis: die Teilnehmer der Aktion „Torhüter treffen Goalies“.
Frankfurt. 

Die Aktion „Torhüter treffen Goalies“ der Löwen und der FNP brachte den in der Eissporthalle anwesenden Torleuten viele interessante Erkenntnisse. Eigentlich war es erstaunlich, dass nur 24 Keeper, die sonst das Fußball-, Handball- oder Feldhockey-Tor hüten, der Einladung der Löwen Frankfurt gefolgt waren, sich kostenlos das DEL 2-Spitzenspiel gegen den Tabellenführer Bietigheim Steelers anzuschauen. Gemeinsam mit Begleitpersonen versammelte sich nach dem Match um den Eishockey-Torwart Brett Jaeger aber eine größere Gruppe. Die beiden einzigen Eishockey-Novizinnen darunter zeigten sich von der schnellsten Mannschaftssportart der Welt derart angetan, dass sie nun öfters in die Eissporthalle kommen wollen.

„Die Schüsse sind viel härter als beim Handball. Tut wohl auch mehr weh. Aber das Spiel finde ich cool. Ich komme jetzt öfters“, versprach Jo-Anne Wetzer von der TSG Oberursel. „Ich wusste zwar oft nicht, wo der Puck ist, aber es war toll, aktionsreich und emotional. Die Eishockey-Torhüter müssen sich ganz anders bewegen. Aber ich würde es nicht ausprobieren wollen“, meinte Lilly Janouscheck, die das Fußballtor in der U 15 des 1. FFC Frankfurt hütet. „Ich würde wiederum nicht in ein Fußballtor gehen. Ist mir zu groß“, antwortete Jaeger. „Wenn ich schon fremdgehen müsste, würde ich es am ehesten im Feldhockey-Tor probieren.“

Die Feldhockey-Leute waren die Einzigen, die es vielleicht wagen würden, sich in das Eishockey-Tor zu stellen. Hans Rügner, 1974/75 mit dem SC 80 Frankfurt Europacupsieger, hatte sogar seine Ausrüstung dabei. „Ich mache Extremsport, bin an Herausforderungen gewöhnt. Es ist eine völlig andere Art der Abwehr, aber es würde mir Spaß machen“, sagte der Dauergast am Ratsweg. Sein Club-Kollege Tobias Müller hat als Junge auf einem Weiher schon mal Tore auf dem Eis verhindert. „Es funktioniert ähnlich, zumindest im Hallenhockey. Geht nur schneller zu, wobei der Ball nicht minder hart aufs Tor kommt.“ Für Julian Förster zu hart. „Ich hätte Angst“, meint der C-Jugend-Fußballtorwart des FV Bad Vilbel. Zu Eishockey hat er eine Beziehung. Er sei geboren, als am Ratsweg 2004 der bislang einzige Deutsche Meistertitel gefeiert wurde. „Daher ist es klar, dass ich Dauergast in der Halle bin.“

Die Fragen, die die „Fremdlinge“ an den Eishockey-Torwart hatten, waren sehr vielseitig. Jaeger beantwortete geduldig alle. Er sei ein Fan der Calgary Flames, hasse die Montreal Canadiens, findet Derby einerseits ein Spiel wie jedes andere („in Bad Nauheim sind weder das Eis noch die Tore anders“), andererseits genießt er die Atmosphäre. Nervosität auf dem Eis kennt der Held der Play-off-Finalserie nicht. „Wenn ich einen Fehler mache, muss ich ihn sofort vergessen, mich ganz auf die nächste Szene konzentrieren. Wir haben nicht wie die Fußballer Zeit, über etwas nachzudenken, das Spiel ist dazu zu schnell, man muss ständig in Bereitschaft sein.“ Beeindruckt waren die Gäste von Jaegers Aussage, er könnte auch als Feldspieler antreten. „Als Junge habe ich im Sturm gespielt“, verrät der Deutsch-Kanadier, der zum Abschied allen Gästen der Talkrunde ein gemeinsames Foto gönnte.

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