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Eishockey: Derby mit Stimmung, Spannung und Klasse: Löwen bezwingen die Kassel Huskies 5:4

Von Die Löwen Frankfurt haben sich in einem spannenden und unterhaltsamen Derby gegen die Kassel Huskies durchgesetzt.
Foto: pressehaus/heinen (www.bild-pressehaus.de)
Löwen Frankfurt gegen Kassel Huskies: Da ist stets Musik drin. Dieses Derby ist emotionsgeladen wie kaum ein anderes Eishockeyspiel in Deutschland. Meistens spannend. Unterhaltsam. Torreich. Kampfbetont. Diesmal von allem im hohen Maße. Und mit einem glücklichen Ende für die Löwen, die sich nach ungemein unterhaltsamen 60 Minuten mit 5:4 (0:2, 4:0,1:2) behaupteten.

Die Löwen mussten kurzfristig auf den an der Leiste verletzten Top-Scorer Nils Liesegang verzichten. In der dritten Reihe spielte an der Seite von Matthew Pistilli und Vladimir Filin abwechselnd jemand aus den anderen Formationen, der bei dem jeweiligen Wechsel eine Doppelschicht fuhr. Es ging von der ersten Minute an richtig zur Sache. Ein Derby pur. Die Halle bis zum letzten Platz ausverkauft, auf dem Eis zwei sehr kampfstarke und körperbetont spielende Rivalen, die sich ein spannendes und vor allem hochklassiges Duell lieferten. Chancen gab es sofort hüben wie drüben en Masse, die Torhüter, Florian Proske wie auch Markus Keller, bestätigten, dass sie zu den besten in der DEL2 zählen. In der 13. Minute war Proske jedoch machtlos, als Toni Ritter mit einem Drehschuss in den Winkel traf (13.). Und die Huskies legten nach. Sogar in Unterzahl. Die Löwen verloren den Puck und bei einem Konter traf Braden Pimm (16.). In der verbleibenden Zeit bis zur Sirene mussten die in dieser Phase in der Defensive desolat wirkenden Frankfurter sogar froh sein, keinen weiteren Gegentreffer kassiert zu haben.

Bilderstrecke Derby-Sieg: Löwen bezwingen die Kassel Huskies mit 5:4
Die Löwen Frankfurt haben sich in einem spannenden und unterhaltsamen Derby mit 5:4 gegen die Kassel Huskies durchgesetzt.

War die Führung der Nordhessen nach dem ersten Drittel noch verdient, weil die Huskies konzentrierter wirkten, so änderte sich das Bild schnell. Nun drehten die Löwen auf. Erst verpasste CJ Stretch im Slot, dann brachte er sein Team mit einem harten Schuss auf 1:2 heran (24.). Den Ausgleich für die nunmehr überlegenen Gastgeber vergab Mike Card, der aus vollem Lauf das leere Gehäuse verfehlte. Nachdem sich Brett Breitkreuz und die Kasseler Neuerwerbung aus der NHL James Wisniewski, einen „männlichen Fight“ geliefert hatten und Stretch nur 18 Sekunden später auch in die Kühlbox musste, gab‘s auf dem Eis viel Platz. Frankfurt spielte in Unterzahl, machte es aber Kassel nach.

Beim ersten Break Zwei-gegen-Eins war Pistilli noch zu eigensinnig, wenige Sekunden später machte er es beim nächsten Break besser, indem er nach der Puckeroberung den mitgelaufenen Eric Stephan bediente, der den Ausgleichtreffer markierte. Der Unparteiische schaute sich die Szene auf dem Video an, gab den Treffer. Weshalb Kassel-Trainer Rico Rossi sich dann wie ein Berserker benahm und mächtig protestierte, bleibt sein Geheimnis. Die Kasseler Seele kochte. Auch auf dem Eis. Als Patrick Klöper und Alexander Heinrich zum Abkühlen für zwei Minuten auf die Strafbank geschickt wurden, nutzten die Frankfurter die Überzahl zum Führungstreffer. Nach einer schönen Kombination traf erneut Stretch (31.). Und dann sorgte Wade MacLeod für eine Ekstase unter den 6770 Zuschauern in der ausverkauften Eissporthalle. In Überzahl schnappte er sich in der eigenen Zone die Scheibe, umspielte zwei Gegner und narrte dann auch „Krake“ Keller. Ein einmaliges Tor! Was noch wichtiger war: In nur 14 Minuten machten die Frankfurter im Mitteldrittel aus einem 0:2 ein 4:2.

Zu Beginn des Schlussdrittels spielten die Löwen ein beinahe perfektes Penaltykilling. Bis zehn Sekunden vor Ablauf der Strafe überließen sie den Huskies nicht den Puck. Doch dann nahmen die Schlittenhunde Tempo auf, Adriano Carciola kam blitzschnell in die Angriffszone und erzielte aus vollem Lauf den dritten Treffer der Nordhessen (42.). Über Langeweile brauchte sich niemand zu beklagen. Es wurde nun richtig spannend. Der nächste Löwe musste zur Strafe raus. Unterzahl. Doch diesmal waren wieder die Frankfurter an der Reihe. Stretch, der sich seit Wochen in Topform befindet, schnappte sich den Puck, lief schneller als alle Kasseler und vollendete unhaltbar für Keller (46.). Die Entscheidung war es aber noch nicht. Denn Kassel steckte nicht auf, kämpfte, erspielte sich Chancen. Begünstigt durch weitere Strafen der Frankfurter kamen sie in Überzahl durch den NHL-Mann Wisniewski erneut heran (51.). Die Spannung nahm noch einmal zu. 101 Sekunden vor der Sirene verließ Keller das Eis. Kassel versuchte es mit sechs Feldspielern. Vergeblich. Es blieb beim triumphalen Sieg der Löwen.   
 
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