Droht den Löwen nun der Umbruch?

Für die Löwen Frankfurt ist nach zwei herben Niederlagen das Erreichen der Endrunde nur noch theoretisch möglich.
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Frankfurt. 

Zwei Tage nach dem bitteren 3:6 in Dortmund mussten die Löwen Frankfurt bei der 4:6 (1:3, 3:0, 0:3)-Niederlage gegen die Kassel Huskies anerkennen, dass sie in der Eishockey-Oberliga West mit den Spitzenteams nicht mithalten können.

Die Gesamtbilanzen sprechen eine deutliche Sprache: gegen Kassel 0:4, gegen Bad Nauheim 0:3, gegen Dortmund 1:2 und gegen Duisburg 1:2. Ihre Chancen, doch noch den zur Teilnahme an der Endrunde berechtigenden vierten Platz zu erreichen, tendieren aufgrund des Rückstands von sieben Punkten auf Kassel und neun auf Duisburg sechs Partien vor dem Ende gegen Null.

"Wir kämpfen bis zum Ende, aber die Hoffnungen, im letzten Spiel in Duisburg noch den Spies umzudrehen, sind minimal", sagte selbst Trainer Clayton Beddoes, der sein Team für die Leistung gegen Kassel lobte. "Hätten sie immer 60 Minuten lang wie diesmal gekämpft, wäre unsere Lage rosiger", so der Coach, der vor allem an das verkorkste Spiel beim Königsborner JEC dachte, aber auch die Begegnung in Dortmund ansprach. "Es ist nicht so, dass die Jungs nicht gewollt hätten. Sie haben alles versucht, es aber falsch angestellt. Sie spielten zu körperlos, sind zu sehr auf den Scheibengewinn ausgegangen", sah er taktisches Fehlverhalten bei seinen Schützlingen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Individuelle Fehler

Gegen Kassel war die Mannschaft indes gut eingestellt. Doch die Huskies wirkten eingespielter, kompakter. Den Unterschied machte vor allem die individuelle Klasse aus.

Könner wie Nationalspieler Manuel Klinge, Sven Valenti, die Tschechen Petr Sikora und Marek Vorel sowie den Kanadier Stephané Robitaille und gebürtigen Russe Artjom Kostyrev haben die Löwen nicht in ihren Reihen. Diese nutzten die individuellen Basis-Fehler der Löwen gnadenlos aus. Auch der Frankfurter Torwart Boris Ackers erwischte nicht seinen besten Tag.

So verspielten die Löwen im zweiten Drittel, dem vielleicht besten der Saison, ihren Vorsprung, und Kassel feierte den ersten offiziellen Punktspielsieg am Ratsweg nach 17 Jahren. Der Sieg am 30. September vergangenen Jahres wurde ja nachträglich am grünen Tisch in ein 5:0 für Frankfurt umgewandelt.

Diese neuerliche Niederlage könnte gleichzeitig für viele Spieler den baldigen Abschied aus Frankfurt bedeuten. "Wenn unser Saisonziel nicht erreicht wird, muss es logischerweise Konsequenzen geben", erklärte Beddoes und präzisierte: "Wenn wir die Endrunde verpassen, können wir das nicht einfach so akzeptieren. Da wird es viele Wechsel geben."

Seinen Arbeitsplatz sicher hat lediglich Boris Ackers. Der Rest der Mannschaft hat noch sechs Spiele Zeit, sich bei Trainer Beddoes und Manager Michael Bresagk für einen neuen Vertrag zu empfehlen.löf

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