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Löwen Frankfurt: Ende der stolzen Serie

In die DEL 2-Relegation starteten die Löwen mit einem 6:0 gegen Selb. Nach 49 Saisonspielen ohne Niederlage verloren die Frankfurter dann aber in Freiburg 2:4.
Nur zweimal ließ sich Freiburgs Torwart Christoph Mathis überwinden. Das war für die Frankfurter am Ende zu wenig. Hier versucht sich Löwe Clarke Breitkreuz vergebens.	Foto: Hübner Nur zweimal ließ sich Freiburgs Torwart Christoph Mathis überwinden. Das war für die Frankfurter am Ende zu wenig. Hier versucht sich Löwe Clarke Breitkreuz vergebens. Foto: Hübner
Frankfurt. 

Nach 49 Siegen in Folge hat es die Puckjäger vom Main erwischt: Im zweiten Relegationsspiel unterlagen sie am Sonntag beim EHC Freiburg mit 2:4 (2:1, 0:1, 0:2). Das macht den Kampf um die vier freien Plätze in der zweithöchsten deutschen Klasse nicht gerade leichter. Am Freitag gastiert am Ratsweg mit den Kassel Huskies das einzige Team, das zum Auftakt die volle Punkt verbuchte. Schon zwei Tage später kommt es in Nordhessen zum Revanche-Match mit den Schlittenhunden.

Gestartet waren die Löwen grandios. Am Ratsweg wurden die Selber Wölfe 6:0 (1:0, 4:0, 1:0) besiegt. In dieser Begegnung zeigten die Frankfurter, welch großes Potenzial in der Mannschaft steckt. Körperlich präsent, sehr schnell und passsicher knackten sie den gut organisierten Abwehrriegel der Gäste nach 20 Minuten harten Widerstandes. Die Oberfranken kämpften um jeden Puck, konnten aber die schnellen Löwen-Spieler oft nur mit Fouls stoppen. Das sollte sich rächen. Während im ersten Drittel das Frankfurter Powerplay noch verpuffte, nahmen die Löwen im zweiten Spielabschnitt die Wölfe-Abwehr mit klugem Spiel auseinander. Die Folge waren Überzahltore durch Pascal Schoofs, Marc Schau und Nils Liesegang. Im Eröffnungsdrittel hatte lediglich Frederik Gradl getroffen. Den Rest besorgten Norman Martens und Clarke Breitkreuz. Hätte Gästekeeper Marko Suvelo nicht so gut gehalten und die Löwen im Schlussdrittel weiter Druck gemacht, wäre der Sieg wohl zweistellig ausgefallen. Die 4711 waren dennoch (zurecht) begeistert. „Die Löwen spielten so, wie ich es erwartet hatte. Überrascht hat mich nur, dass sie dieses mörderische Tempo ohne Pausen durchhalten konnten“, sagte Selbs Trainer Cory Holden.

Bilderstrecke Löwen Frankfurt verlieren in Freiburg
Die Sieges-Serie der Löwen Frankfurt kam am 30. März 2014 zu einem Ende: Beim Auswärtsspiel gegen die Wölfe Freiburg mussten die Frankfurter sich geschlagen geben: 2:4 stand es am Ende aus Sicht der Löwen. FNP.de zeigt Szenen der Partie in einer Fotostrecke. Alle Fotos: Huebner/Struefingv.l.: Frederik Gradl (Löwen Frankfurt), Milos Vavrusa (EHC Freiburg), Christoph Mathis (EHC Freiburg).Ian Gordon (Löwen Frankfurt)

Der starke Frankfurter Schlussmann Björn Linda zog denn auch ein zufriedenes Fazit: „Wir waren dem Gegner körperlich überlegen, und wir konnten die sich daraus bietenden Chancen in Tore verwandeln. Ich selbst hatte im Vergleich zu unseren bisherigen Spielen streckenweise viel zu tun.“

 

Patzer kurz vor Schluss

 

Am Sonntag in Freiburg nahm der zum besten Keeper der Oberliga West gewählte Torwart auf der Tribüne Platz, als Backup fungierte erstmals der reaktivierte langjährige Lions-Goalie Ian Gordon. Zwischen den Pfosten stand turnusgemäß Braeden Johnson. Der junge Deutsch-Kanadier hielt vor 3220 Zuschauern zwei Drittel lang hervorragend. Vor allem im ersten Drittel hielt er den Frankfurter Vorsprung fest. Dieser entstand durch einen Blitzstart: Es dauerte nur 35 Sekunden, da zappelte die Scheibe das erste Mal im Netz. Chris Stanley hatte nach einer schönen Vorarbeit von Clarke Breitkreuz getroffen. In der Folgezeit erlebten die Löwen eine ähnliche Situation wie zwei Tage zuvor: Freiburg stand sehr defensiv und versuchte immer wieder über Konter für Gefahr zu sorgen. Aber auch der nächste Treffer gelang den Gästen: Nico Oprée traf zum 2:0. Freiburg erholte sich aber, begünstigt von vielen Powerplays, vom Schock des zweiten Tores und verkürzte in der 17. Minute in Überzahl durch David Appel.

Das zweite Drittel war kurios: Frankfurt war drückend überlegen (16:8 Schüsse), der Puck zappelte aber nur einmal im Netz, als Steven Billich nach einem Konter Johnson überwand. Im Schlussdrittel drängte Frankfurt auf die erneute Führung, traf aber nicht. Und dann unterlief Johnson ein folgenschwerer Fehler: Der Puck rutsche ihm nach einem Schlagschuss des 39 Jahre alten Patrick Vozar (spielte von 1994 bis 1996 in Frankfurt) über die Fanghand (57.). Die Löwen setzten nun alles auf eine Karte und nahmen den Torwart für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Der Ausgleich wollte aber nicht gelingen. Als der Ex-Löwe Michael Schmerda die Scheibe zwei Sekunden vor der Schlusssirene im leeren Tor versenkte, war die erste Saisonniederlage perfekt.

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