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Erschütterung am Ratsweg

Von Als Torjäger war Wade MacLeod fest in Frankfurt eingeplant. Daraus wird nichts: Der kanadische Eishockey-Stürmer muss eine schwere Krankheit meistern.
In Rosenheim Seite an Seite, in Frankfurt nun vorerst doch nicht: C.J. Stretch (l.) und Wade MacLeod, der an einem Tumor leidet. Foto: Huebner/Blatterspiel In Rosenheim Seite an Seite, in Frankfurt nun vorerst doch nicht: C.J. Stretch (l.) und Wade MacLeod, der an einem Tumor leidet.
Frankfurt. 

Rich Chernomaz erfuhr die niederschmetternde Diagnose schon vor einigen Tagen selbst, Wade MacLeod selbst hatte den Trainer angerufen. Als die Nachricht dann gestern öffentlich wurde, löste sie weit über die Löwen-Heimat in der Eissporthalle am Ratsweg hinaus Erschütterung aus: Der als Torjäger der DEL 2-Mannschaft eingeplante Eishockey-Stürmer MacLeod wird wegen eines Gehirn-Tumors nicht nach Frankfurt kommen. Diese Krebs-Erkrankung wurde bei dem 29-Jährigen bereits einmal diagnostiziert. 2013 hat er die schwere Krankheit gemeistert und kehrte schon bald aufs Eis zurück. „Ich werde es auch jetzt überstehen und als stärkere Person daraus hervorgehen“, sagte MacLeod, bei dem die Erkrankung bei einer Routine-Untersuchung in seiner Heimat entdeckt wurde.

„Ich bin wahnsinnig enttäuscht, in der nächsten Saison nicht wie geplant bei den Löwen Frankfurt auflaufen zu können. Leider muss ich in Vancouver bleiben, um mich der erforderlichen Behandlung aufgrund eines Gehirn-Tumors zu unterziehen“, erklärte der Kanadier.

Er glaubt, aufgrund seiner Vorgeschichte mit einer solchen Situation umgehen zu können. „Ich hoffe, es ist jetzt das letzte Mal, dass ich mich damit auseinandersetzen muss. Ich habe großartige Unterstützung durch meine Familie, Freunde, Teamkollegen, meinen Agenten, Rich Chernomaz, die gesamte Löwen-Organisation und – am wichtigsten – durch meine Frau Karly, die an meiner Seite steht, bei all dem, was ich durchmache“, sagte MacLeod und fügte an: „Es gibt keinen Zweifel, dass ich die bestmögliche Behandlung bekomme und ich wieder Eishockey spielen werde.“

Die ganze Löwen-Familie drücke ihm die Daumen für seinen Heilungsprozess, versicherte Chernomaz. „Wir sind natürlich erschüttert angesichts der Diagnose und stehen seitdem in engem Kontakt mit ihm. Selbstverständlich haben wir Wade jedwede Unterstützung zugesichert. Das Wichtigste ist jetzt, dass er wieder vollkommen gesund wird“, erklärte der Trainer. Die Löwen müssen nun auch einen gleichwertigen Ersatz finden. Was nicht einfach sein wird. Zumal MacLeod nicht allein nach Frankfurt geholt wurde, sondern im Doppelpack mit C. J. Stretch. Die Kanadier bildeten in der vergangenen Saison bei den Starbulls Rosenheim ein torgefährliches Duo, das die DEL 2 kräftig aufmischte. MacLeod machte auf seiner ersten Europa-Station mit 37 Toren und 31 Assists in 58 Begegnungen auf sich aufmerksam, Stretch war 27-mal erfolgreich, bereitete dafür 38 Treffer vor. „Die Chemie zwischen uns ist großartig. Unser Stil ist hervorragend aufeinander abgestimmt“, hatte Stretch nach beider Verpflichtung gesagt.

MacLeod ist bereits der zweite Torjäger, der ersetzt werden muss. Der seit zwei Jahren erfolgreichster Löwen-Scorer Nick Mazzolini, der mit Richie Mueller und Nils Liesegang eine eingespielte Reihe bildete, unterzieht sich in seiner US-Heimat einer Operation und wird durch Patrick Jarrett ersetzt. Alle sportlichen Fragen aber waren am Ratsweg nach der Nachricht von Wade MacLeod erst einmal zweitrangig.

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