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Unbeschreibliche Jubelszenen: Geschafft: Löwen Frankfurt sind DEL2-Meister

Punkt 21.53 Uhr verwandelte sich die Eissporthalle am Ratsweg in ein Tollhaus. 13 Jahre nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft durften 7000 Löwen-Fans wieder einen Titel bejubeln.
GESCHAFFT! Nach einer souveränen Vorstellung können die Löwen vor heimischem Publikum ihre Meisterschaft feiern! Foto: pressehaus/heinen (www.bild-pressehaus.de) GESCHAFFT! Nach einer souveränen Vorstellung können die Löwen vor heimischem Publikum ihre Meisterschaft feiern!
Frankfurt.  Punkt 21.53 Uhr verwandelte sich die Eissporthalle am Ratsweg in ein Tollhaus. 13 Jahre nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft durften 7000 Löwen-Fans wieder einen Titel bejubeln. Durch das 5:2 (0:0, 2:1, 3:1) gegen die Bietigheim Steelers ist die Frankfurter Eishockeymannschaft  DEL2-Meister. Was der Titel wert ist, ob nur die Ehre oder auch den Aufstieg in die DEL, wird sich noch zeigen. Sollte ein Team aus dem deutschen Oberhaus die Lizenz zurückgeben oder nicht bekommen, wären die Löwen durch den 4:2-Sieg in der Finalserie gegen Bietigheim erster Nachrücker.

„Ein geiler Moment, ein geiles Team“, schrie überglücklich unmittelbar nach der Schluss-Sirene der geschäftsführende Gesellschafter Stefan Krämer. „Das war die Krönung unserer Jubiläumssaison. Die Jungs haben hervorragend gespielt und vor allem immer wieder tolle Moral beweisen. Für mehr fehlen mir die Worte. Ich genieße einfach den Moment“, stammelte völlig außer Rand und Band Stefan Krämer, bevor er in der Spielertraube auf dem Eis verschwand.

Bilderstrecke Geschafft: Die Löwen krönen ihre Saison mit dem Meistertitel der DEL2
Es geht ums Ganze. 3. Matchball zum Meistertitel. Nach einem eindrucksvollen Spiel haben sich die Löwen den Meistertitel gesichert. Die Freude darüber war riesig.Es geht ums Ganze. 3. Matchball zum Meistertitel. Nach einem eindrucksvollen Spiel haben sich die Löwen den Meistertitel gesichert. Die Freude darüber war riesig.Es geht ums Ganze. 3. Matchball zum Meistertitel. Nach einem eindrucksvollen Spiel haben sich die Löwen den Meistertitel gesichert. Die Freude darüber war riesig.


Während die Steelers gegenüber dem Spiel am Sonntag mit der gleichen Mannschaft antraten, kehrte bei den Löwen unerwartete der zuletzt verletzte Verteidiger Mike Card aufs Eis.
Die Frankfurter starteten wie die Feuerwehr, erarbeiteten sich allein in den ersten beiden Minuten schon vier gute Chancen. Die Bietigheimer machten den Raum vorm eigenen Tor dicht, beschränkten sich auf gelegentliche Konter, von denen die von Sebastian Alt und Shawn Weller durchaus ein erfolgreiches Ende hätten nehmen können. Am Drücker blieben jedoch die Löwen. Das 0:0 verdankten die Gäste in erster Linie dem unter Dauerbeschuss stehenden Torwart Sinisa Martinovic.

Nach dem Seitenwechsel waren beide Team in erster Linie bemüht, keine Fehler zu machen. Den Ton gaben nun die Gäste an, die drei Riesenchancen hatten und durch Max Lukes den Pfosten trafen. Mittendrin in diese Drangperiode der Bietigheimer fiel, quasi aus dem Nichts, der Frankfurter Führungstreffer. Verteidiger Maximilian Gläßl fuhr links einfach in die gegnerische Zone ab und sein Gewaltschuss ging über der Fanghand von Martinovic genau in den Winkel (28.). Nur drei Minuten später folgte sogleich der zweite Streich. Im Getümmel vorm Steelers-Tor wurden ein Löwe sowie Martinovic von einem Bietigheimer Verteidiger aufs Eis gedrückt uns so konnte Lukas Laub, zu dem der Puck kullerte, ungehindert ins leere Tor einschieben (31.). Schiedsrichter Ralph Bidoul überprüfte die Situation per Video und erkannte den Treffer an.

Dann musste der Frankfurter Brett Breitkreuz raus. Das Bietigheimer Powerplay lief zwar nicht wie geölt, dafür stand den Steelers das Glück zur Seite. Shawn Weller passte vors Tor und die Hartgummi-Scheibe wurde von Pawel Dronia ins eigene Netz gelenkt (35.). 

Für die Entscheidung sorgte in der 44. Minute der erfahrenste Frankfurter, Christoph Gawlik, der im Nachschuss den Puck im Netz unterbringen konnte. Die letzten zehn Minuten wurde auf den Rängen nur noch gefeiert. Die 7000 Zuschauer standen alle auf und sangen alle Schlachtlieder, die sie auf Lager haben. Zwischendurch wurde der „Nachtisch“ von Brett Breitkreuz  (52.) und Nils Liesegang (55.) freudig gewürdigt und das 5:2 durch Weller (59.) zur Kenntnis genommen. Dann gab es die Sirene.  Und die Jubel Orgie ging richtig los. Bis zur Übergabe der Medallien blieben die Fans, keiner bewegte sich aus der Halle, alle feierten ihre Mannschaft und den Meistertitel der 2. Liga.
 
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