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Löwen Frankfurt: Heimniederlage: 4:5 nach Verlängerung gegen die Steelers

Von Zu viele Strafzeiten brechen den Löwen das Genick. Sie unterliegen am Dienstagabend den Bietigheim Stellers mit 4:5.
Foto: Imago Foto: Imago
Frankfurt. 

Das Gesetz der Serie wurde gebrochen. In den beiden vorherigen Vergleichen zwischen den Löwen Frankfurt und den Bietigheim Steelers konnte sich in der laufenden DEL2-Saison stets das gastgebende Team behaupten. Diesmal entführten die Gäste aus Frankfurt zwei Punkte. Ihren 5:4 (1:0, 1:3, 2:1/1:0)-Erfolg nach Verlängerung verdankten die Schwaben der mangelnden Disziplin der Löwen, die 19 Strafminuten (plus eine Spieldauerdisziplinarstrafe) kassierten.

Es war kein Feuerwerk zweier Spitzenteams, aber auch kein schlechtes Spiel, sondern ein spannendes und unterhaltsames. „Zweites Drittel war Frankfurt besser, hat die Chancen gut genutzt. Dass es nicht zu drei Punkten gereicht hatte, lag an den zu vielen Eigenfehlern und den unnötigen Strafzeiten. So etwas darf man sich gegen eine starke Mannschaft wie Bietigheim nicht leisten“, meinte der frühere DEL-Löwe und heutige Vereinstrainer Andrej Jaufmann.

Die Frage, wer aktuell in der Liga den Ton angibt, konnten die beiden Rivalen also klären. Die Entscheidung, ob sie im Falle des Erfolges ab 2019 auch in die Deutsche Eishockey Liga (DEL) aufsteigen dürfen, erfuhren sie hingegen nicht. Das Schiedsgericht hat die bis Weihnachten versprochene Entscheidung, ob die DEL2 die Bedingungen für einen Auf- und Abstieg mit der DEL erfüllt hat oder nicht, in den Januar 2018 verschoben.

Ebenso unklar ist die Zukunft des Frankfurter Sportdirektors und Co-Trainers Rich Chernomaz. Sein Vertrag läuft aus, die Gerüchte, dass die Tage des Löwen-Meistermachers am Ratsweg gezählt sind, sind immer häufiger zu hören. Von den GmbH-Gesellschaftern wurde zu dem Thema kein Kommentar abgegeben.

Der größte Unterschied zu der packenden Play-off-Finalserie bestand gestern zwischen den Pfosten: Die beiden Keeper Brett Jaeger und Sinisa Martinovic, die damals im Mittelpunkt des Geschehens standen, sind ins zweite Glied zurück gefallen. Das Vertrauen bekamen bei Frankfurt Hannibal Weitzmann und bei den Steelers Ilya Sharipov.

Die ohne die Breitkreuz-Brüder angetretenen Löwen – Clarke ist verletzt, Brett nach seiner dritten Disziplinarstrafe gesperrt – legten sofort mutig los, den Abschlüssen fehlte es aber an Präzision. Auch bei zwei Überzahlsituationen lief das beste Powerplay der Liga nicht gut. Einziger Lichtblick war ein Pfostenschuss des Goldhelms CJ Stretch. Wie man mit einem Mann mehr auf dem Eis agiert, demonstrierten die Steelers, die nur sechs Sekunden benötigten, bevor Verteidiger Dominic Auger zum 0:1 traf.

Im zweiten Drittel spielten die Löwen zunächst siebeneinhalb Minuten in Unterzahl. Die Strafzeiten kosteten einmal mehr unnötig viel Kraft. Als nach langer Zeit dann auch wieder ein Bietigheimer in die „Kühlbox“ musste, glich Stretch zum 1:1 aus (29.). Da die Steelers wohl an der Bank neben Stadionsprecher Rüdiger Storch fanden, durften die Löwen gleich mit zwei Mann mehr spielen. Die Frankfurter spielten das Trio auf dem Eis geschickt aus und Tyler Gron brachte die Gastgeber in Führung (33.). Nun machten die Löwen wieder Druck. Nach einer schönen Kombination erhöhte Stefan Seegers (35.) auf 3:1. Eine unübersichtliche Situation vor Weitzmann führte aber postwendend zum Anschlusstreffer durch Benjamin Zientek (39.). Und nur 57 Sekunden nach dem Beginn des Schlussabschnittes  glich Frédéric Cabana mit einem guten Schuss gar aus. Demselben Spieler blieb es im erneut   vermeidbaren Powerplay (51.) vorbehalten, sein Team in Führung zu bringen. Dann bekam Gron fünf Minuten plus eine Spieldauerstrafe, doch diese Unterzahlsituation überstanden die Löwen ohne einen weiteren Gegentreffer. 121 Sekunden vor der Sirene brach in der Halle der Jubel aus 4584 Kehlen. Stretch glich im Powerplay aus. Die Entscheidung in der Verlängerung durch Shawn Weller fiel, wie könnte es anderes sein, als die Steelers einen Mann mehr auf dem Eis hatten.

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