Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer

Löwen Frankfurt: Löwen Frankfurt: Erst eine Vorführung, dann ein Krimi

Die Löwen Fans erleben beim 5:4-Sieg über Weißwasser ein Wechselbad der Gefühle.
Joel Keussen (Frankfurt, 57) feiert  mit dem Siegtorschuetzen Matt Tomassoni (Frankfurt, 97), Loewen Frankfurt. Foto: Bild-Pressehaus Joel Keussen (Frankfurt, 57) feiert mit dem Siegtorschuetzen Matt Tomassoni (Frankfurt, 97), Loewen Frankfurt.
Frankfurt.  49 Minuten sah alles nach einem Kantersieg der Löwen aus, am Ende spielte sich am Ratsweg ein ungeahntes Drama mit einem Happy End für die Frankfurter ab. Die 3559 Zuschauer erlebten erst ein Wechselbad der Gefühle, dann einen 5:4 (1:0, 2:1, 2:3)-Sieg über die Lausitzer Füchse, womit sie sich wieder bis auf zwei Punkte dem in Rosenheim unterlegenen Tabellenzweiten Kassel Huskies nähern konnten.

Bilderstrecke Löwen Frankfurt siegen 5:4 über Weißwasser
Die Löwen Frankfurt haben am Sonntag mit %:4 über Weißwasser gesiegt. Torwart Brett Jaeger (Frankfurt, 30) bei der Puckabwehr.Kritischer Blick von Trainer Paul Gardner, Loewen Frankfurt.Der Puck schlägt hinter Torhueter Maximilian Franzreb (Lausitzer Fuechse) zum 1:0 durch Lukas Laub (Frankfurt, 94) ein, Tor.


Die als Tabellenfünfter aus Weißwasser nach Frankfurt angereisten Lausitzer Füchse sind zwar der Lieblingsgast am Ratsweg – Punkte nahmen die Ostsachsen in die Oberlausitz nur einmal mit – aber in der laufenden Saison bereiteten sie bereits manch einem Favoriten schwere Stunden auf dem Eis.

Die mit vier kompletten Reihen angetretenen Löwen waren also gewarnt und begannen entsprechend konzentriert. Der junge Gäste-Keeper Maximilian Franzreb stand ständig im Mittelpunkt, blieb zunächst aber stets Sieger, selbst beim Solo von Richie Mueller oder bei den gefährlichen Schüssen von Brett Breitkreuz oder Matt Pistilli. Entlastung für die Gäste gab es erst nach 15 Minuten, als Löwen-Verteidiger Mike Card auf die Strafbank musste. Nach den zwei Minuten ging es aber wieder nur in eine Richtung.

Eine solche Überlegenheit – das Schussverhältnis im ersten Drittel lautete 13:5 – musste belohnt werden. In der 18.Minute erzielte Lukas Laub auf Pass von Richie Mueller mit einem Direktschuss das mehr als verdiente 1:0.

Nach nur 45 Sekunden des zweiten Drittels wurde in die Kühlbox Dennis Palka geschickt. Das Powerplay der Löwen war zwar energisch, jedoch nicht vom Erfolg gekrönt. Das 2:0 lag aber in der Luft. Erzielt hat es mit einem Solo Matt Pistilli (27.). Aufregung gab es in der 32. Minute, in der Connor Gaarder bei seinem Solo von Mike Card gefoult wurde. Bevor der Gefoulte den dafür verhängten Penaltyversuch durchführen konnte, gab es eine Prügelei zwischen Brett Breitkreuz und Sean Fischer. Beide Streithähne gingen in die Kühlbox, von wo aus sie den erfolgreichen Penalty des vor einer Woche in der Lausitz verpflichteten US-Amerikaners verfolgten. Die Antwort ließ aber nicht lange auf sich warten: Nur 97 Sekunden später stellt Joel Keussen den alten Abstand wieder her.

Im Schlussdrittel bekam Matt Tomassoni eine etwas kleinliche Strafe, doch Weißwasser konnte daraus keinen Vorteil ziehen. 49 Minuten lang lief alles für die Löwen. Dann gelang den Gästen binnen 55 Sekunden durch Jakub Svoboda und Jeff Hayes der Ausgleich. Der daraus entstandene Krimi hatte aber doch noch ein Happy End. C.J. Stretch fälschte wiederum nur 54 Sekunden nach dem 3:3 einen Distanzschuss zur erneuten Führung der Löwen. Dann musste Torschütze Svoboda vorzeitig unter die Dusche.

In der fünfminütigen Überzahl haben die Frankfurter nicht gerade geglänzt, haben es versäumt, den Sieg abzusichern.  Eineinhalb Minuten vor Schluss nahm Füchse-Coach Hannu Järvenpää erst eine Auszeit und dann den Torwart vom Eis. Und hatten damit Erfolg. 74 Sekunden vor der Sirene schien der sicher geglaubte Sieg aus der Hand gegeben zu sein: Dennis Swinnen glich tatsächlich noch aus. Noch waren die immer noch traditionellen „Dynamo, Dynamo“-Rufe der wenigen mitgereisten Weißwasser-Fans nicht verstummt, da erklang ein ohrenbetäubender Jubel: 15 Sekunden nach diesem Schock erzielte Matt Tomassoni tatsächlich noch den Siegtreffer für die Löwen.
 
 
Zur Startseite Mehr aus Löwen Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse