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Matt Tomassoni gibt beim 4:1-Triumph über Spitzenreiter Bietigheim sein Comeback: Löwen Frankfurt gelingt eine Überraschung

Stellt Euch vor: die Löwen bezwingen die Unbezwingbaren. Und keiner geht hin! Was ist bloß mit den Löwen-Fans los? Da kommt zum Tabellendritten nach Frankfurt der souveräne Spitzenreiter und die meisten Sitzschalen sind leer. Dem Jubel nach dem 4:1 (1:0, 1:0, 2:1)-Sieg tat dies allerdings keinen Abbruch. Kein Wunder: Im neunten Vergleich war es erst der zweite Sieg über die starken und eingespielten Schwaben.
Torhüter Florian Proske Foto: Bild Pressehaus Torhüter Florian Proske
Frankfurt.  Es waren nur 3317 Zuschauer, die sich den DEL2-Hit gegen die Überfliegermannschaft Bietigheim Steelers live ansehen wollten. Die auf den VIP-Plätzen kamen wie üblich etwas verspätet aus der Lounge in die Halle. Diesmal wurden sie bestraft. Denn sie versäumten den Führungstreffer. Matthew Pistilli gewann das Bully, passte zu Brett Breitkreuz der die Scheibe von der Bande aus einfach ins Netz knallte. Vergangen waren gerade Mal 21 Sekunden. Zur stürmischen Begrüßung von Matt Tomassoni waren aber alle inzwischen auf ihren Plätzen.

Bilderstrecke Löwen triumphieren mit 4:1 über Spitzenreiter Bietigheim
Laola von Clarke Breitkreuz (Frankfurt, 71), Jubel nach dem Sieg gegen die Tabellenführer Bietigheim Steelers- Die Frankfurter Löwen feiern
am 11. Spieltag der Saison 2016/2017 das 4:1.


Der seit Sommer verletzte Star-Verteidiger feierte nach seinem Fußbruch vort fast drei Monaten ein Comeback. Nach zweieinhalb Minuten betrat der 27-jährige US-Amerikaner erstmals das Eis. Die Löwen spielten in Unterzahl, was Torwart Brett Jaeger die erste Gelegenheit gab, sein Können zu zeigen. Das Penaltykilling hat funktioniert, nach zehn Minuten war erstmals das Powerplay dran. Chancen gab es en Masse, die beste hatten der vom Bruder Brett toll angespielte Clarke Breitkreuz sowie Eddy Rinke-Leitans, der im Slot lauernd an Sinisa Martinovic gescheitert war. Kaum komplett, hatten die Gäste nach einem katastrophalen Fehlpass der Löwen die Riesengelegenheit zum Ausgleich, doch der allein aufs Tor zufahrende Benjamin Zientek brachte den Puck nicht an den blitzschnell ausgefahrenen Schonern von Jaeger vorbei. Da die Löwen sehr aufmerksam verteidigt haben, fiel bis zur ersten Sirene trotz nunmehr kleiner Überlegenheit der Bietigheimer kein Treffer.

Im zweiten Drittel hatten die Löwen zunächst die Gelegenheit zwei Minuten lang in Überzahl zu spielen, doch da klappte überhaupt nichts. Dafür vergab wenig später Team-Kapitän Patrick Jarrett eine gut herausgespielte hundertprozentige Chance. Und dann fiel das 2:0. Recht glücklich. Nils Liesegang bediente Mike Card. Der Verteidiger verfehlte mit einem harten Schuss das Gehäuse, Martinovic verlor ein wenig die Orientierung und C.J. Stretch konnte die Scheibe von hinter dem Tor ins Netz befördern, wobei er das Bein des Keepers als Billardbande benutzte. Die Löwen verteidigten ansonsten aufmerksam und hatten die beste Offensive der DEL2 gut unter Kontrolle.  

Die Gäste waren schon bemüht, den Rückstand wettzumachen. Manchmal zu gierig. Als ein Mann zu viel aufs Eis kam, wurde es mit zwei Minuten bestraft. Das Powerplay der Löwen funktionierte aber erneut schlecht. Schadete nicht, denn bei einem Konter verlud Clarke Breitkreuz den Keeper. Das 3:0 in der 49. Minute war die Entscheidung. Denn um sich noch die Butter vom Brot zu nehmen, dafür waren die Frankfurter Puckjäger an diesem Tag zu konzentriert. Der Ehrentreffer der Steelers durch Benjamin Zientek (56.) war nur ein Schönheitsfehler. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende nahm Gäste-Trainer Kevin Gaudet seinen Torwart vom Eis, um mit sechs Feldspielern doch noch den Ausgleich zu erzielen. Die Löwen schnappten sich aber den Puck und Lukas Laub beförderte ihn ins verwaiste Tor zum 4:1.
 
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