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DEL2: Löwen Frankfurt unterliegen EHC Freiburg 2:4

Was durch fünf Siege in Folge in Reichweite lag, verspielten die Eishockey-Löwen mit einem wirklich schlechten Spiel. Ein Punkt hätte den Frankfurtern schon gereicht, um die Tabellenführung in der DEL2 zu übernehmen. Doch den hätten die Löwen gestern nicht verdient gehabt.
Foto: Huebner/Roith (Jan Huebner)
Frankfurt. 

Die 2:4 (0:3, 1:0, 1:1)-Niederlage gegen die Wölfe Freiburg war bitter. Aber durch eine ungenügende Leistung selbst verschuldet.

Man konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Spieler im Kopf bereits vor dem Match die Tabellenführung übernahmen. Sie wirkten überheblich, verspielt, unkonzentriert und nach dem Rückstand auch nervös. „Mit der Einstellung war ich nicht zufrieden“, bestätigte hinterher Coach Paul Gardner.

Der Trainer hat seine zuletzt gut funktionierten Reihen ein wenig anders zusammengestellt. „Um die Aufmerksamkeit zu erhöhen und um das Spiel zu beleben.“ Der Schuss ging nach hinten los, das Vorhaben ist misslungen.

Es bedurfte wieder einmal eines Weckrufes, um gegen die Breisgauer einigermaßen auf Touren zu kommen. Erst ließ Torhüter Florian Proske einen harmlosen Schuss nach vorne abprallen und Tobias Kunz – der einzige Freiburger mit Löwen-Vergangenheit (2008/09 zwei Spiele in der DEL) - hatte keine Mühe, das überraschende 0:1 zu markieren (6.). Die Löwen-Abwehr schwamm aber munter weiter. Freiburg sorgte mit den durch viele Fehler der Gastgeber begünstigten Kontern mehrmals für Gefahr, einmal, in der 10.Minute, nutzte dies Nikolas Linsenmaier zum 0:2. Und ein verdeckter Weitschuss von Marc Mancari schlug zum nicht einmal unverdienten 0:3 ein (18.).

Nach der Pause blieb der unsicher wirkende Proske auf der Bank, zwischen die Pfosten kam Hannibal Weitzmann. Alle Löwen – Häuptlinge wie Indianer – haben inzwischen kapiert, dass man sich die Tabellenführung nicht einfach im Vorbeigehen erspielen kann, sondern sich erkämpfen muss. Freiburg wurde in der eigenen Zone eingeschnürt. Aber das Gefühl, jetzt könnte endlich etwas gehen, stellte sich nicht ein. Es waren zu viele Einzelaktionen, zu wenig schlüssige Kombinationen. Die Schüsse wurden von falschen Positionen und ohne Sichtblende genommen, so dass der starken Torhüter Miroslav Hanuljak keine Probleme hatte, im Slot fehlte jemand, der den Nachschuss verwertet hätte. „Das war unsere Taktik. Schüsse nur von außen zuzulassen, im Slot alles dicht machen“, meinte Gäste-Trainer Leo Sulak. Und so musste ein Glückschuss herhalten. Eine Minute vor der zweiten Sirene überraschte Tim Schüle den tschechischen Keeper.

Die 4668 Zuschauer schöpften wieder Hoffnung. Nun müsste die berühmte Schlussattacke des Löwen-Rudels kommen. Eingeleitet wurde sie durch einen klugen Pass von Nils Liesegang, der Verteidiger Pawel Dronia den 100. Löwen-Treffer der Saison ermöglichte (51.). Gebremst durch eine Dummheit von Weitzmann, der die Scheibe unmotiviert über die Bande spielte und dafür zwei Strafminuten bekam. Und beendet durch das 2:4 von Jakub Babka eine Sekunde vor der Schluss-Sirene, als die Löwen ohne Torwart mit sechs Feldspielern den angestrebten Ausgleich zu erzielen versuchten. „Hilft alles nichts“, meinte Gardner. „Jetzt müssen wir die Wunden lecken, um für die beiden Derbys am kommenden Wochenende bereit zu sein.“

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