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Löwen Frankfurt: Löwen beweisen Moral und gewinnen eine verloren geglaubte Partie

Von Gelungener Auftakt für den amtierenden Meister der DEL2 in die neue Spielziet. In der heimischen Halle gab es einen Sieg nach Verlängerung gegen Bietigheim.
Erster Bully zum Saisonstart mit CJ Stretch (Frankfurt, 12) und Tyler McNeely (Bietigheim Steelers)
, Saisonstart, Loewen Frankfurt - Bietigheim Steelers, DEL2 , Spiel 1, Saison 2017/2018 Foto: pressehaus/heinen (www.bild-pressehaus.de) Erster Bully zum Saisonstart mit CJ Stretch (Frankfurt, 12) und Tyler McNeely (Bietigheim Steelers) , Saisonstart, Loewen Frankfurt - Bietigheim Steelers, DEL2 , Spiel 1, Saison 2017/2018
Die Saison begann feierlich. Erst wurde unter der Decke ein Banner „Champion 2017“ enthüllt, dann übergab Löwen-Geschäftsführer Stefan Krämer den riesigen Meister-Pokal an die DEL2 – konkret ihrem Geschäftsführer René Rudorisch - zur Aufbewahrung, bevor ihn der Meister 2018 erhält.

Die Rückgabe der Trophäe ist Tradition. Ebenso wie die Auftakt-Niederlage der Löwen, die in der DEL2 noch nie ihr erstes Match gewonnen haben. Zweimal verloren sie gegen den SC Riessersee, im vergangenen Jahr gegen die Kassel Huskies. Doch diesmal war das Löwen-Rudel nicht gewillt, sich die Beute abjagen zu lassen. Trotz eines schnellen 0:2-Rückstandes siegten sie gegen die Bietigheim Steelers 4:3 (0:2, 2:1, 1:0/1:0) nach Verlängerung. Den zweiten Saisonsieg will der Titelverteidiger nun am Sonntag (ab 19 Uhr) beim Neuling Bad Tölz landen.
Der Hunger der Frankfurter nach Eishockey war gewaltig. 5369 Zuschauer kamen in die Eissporthalle, mehr hatten die Löwen seit ihrem Neustart 2010 nur gegen Kasel erlebt. In der Oberliga mit 6000 und dann beim letztjährigen Summer Game, als 30000 in die Fußball-Arena kamen.
Bilderstrecke Löwen Frankfurt schlagen Bietigheim nach Verlängerung
1. Heimsieg,  Gratulationen an den Torschuetze zum 4:3 Endstand: Nils Liesegang (Frankfurt, 98) vom ganzen Team, Siegerjubel
, Saisonstart, Loewen Frankfurt - Bietigheim Steelers, DEL2 , Spiel 1, Saison 2017/2018Der Meisterpokal wird wieder an die DEL 2 zurueckgegeben, Loewen Geschaeftsfuehrer Stefan KrŠmer Ÿbergibt den Pokal an DEL2 GeschŠftsfŸhrer Rene Rudorisch
, Saisonstart, Loewen Frankfurt - Bietigheim Steelers, DEL2 , Spiel 1, Saison 2017/2018Das Meisterschaftsbanner 2017 ist enthuellt
, Saisonstart, Loewen Frankfurt - Bietigheim Steelers, DEL2 , Spiel 1, Saison 2017/2018

Die Erwartungen der Löwen-Fans waren riesig. Doch erst einmal gab es für sie nur Schreckensbotschaften. Es begann schon beim Warmmachen. Brett Jaeger, der Play-off-Held der vergangenen Saison, verletzte sich beim Warmmachen. Für ihn musste das Tor der Förderlizenz-Keeper Hannibal Weitzmann hüten, auf die Bank als Back-up kam Florian Proske, der das Spiel eigentlich nur von der Tribüne aus verfolgen sollte und der sich schnell umziehen musste.

Doch damit nicht genug. Kaum ging das Spiel los, schon saßen drei Löwen auf der Strafbank. Matthew Pistilli nach 24 Sekunden, Nils Liesegang nach eineinhalb Minuten und Brett Breitkreuz vier Sekunden danach. Eine der ältesten Wahrheiten im Eishockey lautet: „Auf der Strafbank gewinnt man keine Spiel. Verlieren kann man sie dort schon. So war es auch diesmal. Bietigheim nutzte den angebotenen Vorteil reichlich aus. Mit zwei Mann mehr erzielte erst Shawn Weller den Führungstreffer (2.), dann erhöhte Marcus Sommerfeld (3.).

Diesen Schock musste Frankfurt erst einmal verdauen. Dass Brett Breitkreuz mit einem Penalty an Torwart Sinisa Martinovic scheiterte (5.), trug auch nicht zur Beruhigung bei. Die Löwen taten sich schwer, selbst beim viermaligen Überzahlspiel konnten sie den Gegner nicht richtig gefährden.

Hoffnung keimte erst auf, als der im Slot von Brett Breitkreuz freigespielte Tyler Gron in der 24. Minute das erste Saisontor der Löwen markierte. Nun waren die Löwen wieder da. Und wie. Der Jubel kannte keine Grenzen, als der schon beim Einlauf vorm Spiel am lautesten begrüßte Wade MacLeod vier Minuten nach dem Anschlusstreffer nach Vorarbeit seines Kumpels CJ Stretch den Puck zum 2:2 ins Tor stochert. Mit starkem Forechecking setzten die Gastgeber das schwäbische Team nun mächtig unter Druck. Doch fünf Minuten vor der zweiten Sirene konterten Bietigheim. Erst hatten die Frankfurter noch Glück, denn der Treffer, den Shawn Weller nach einer Unaufmerksamkeit von Weitzmann erzielte, zählte nicht, weil Steelers-Stürmer Benjamin Zientek vorher ein Foul beging. Zwei Minuten später konnte  Zientek den Zorn seiner Mitspieler besänftigen. Seinen Sololauf entschärfte der Frankfurter Keeper zwar mit einer Parade, da ihm der Schläger aber entfiel, blieb der Puck liegen, so dass Zientek im Nachschuss die erneute Führung für die Gäste erzielen konnte (38.). Dass die Teams mit diesem Zwischenstand in die Kabinen gingen, verdankten die Löwen dafür ihrem Torwart, der kurz nach dem 2:3 bei zwei gegnerischen Alleingängen hielt.

Das Tempo, das die Teams im Mitteldrittel aufs Eis legten, bewies die Qualität beider Kontrahenten, die um ihre Stärke wissen und sich durch Rückschläge nicht entmutigen lassen. Die Löwen gaben sich noch lange nicht geschlagen. Nur 20 Sekunden nach dem Wiederbeginn traf MacLeod mit der Rückhand den Pfosten. Selbst in Unterzahl stürmten die Frankfurter weiter. Und kaum, dass Stretch zurück von der Strafbank war, gelang dem dienstältesten Löwen Nils Liesegang nach Zuspiel von Vladislav Filin der erneute Ausgleich (44.). Noch eine Unterzahl mussten die Hessen überstehen, was dank zwei Paraden von Weitzmann auch gelang. Auch in der Folgezeit zeigte der junge Tormann seine Klasse. Aber auch sein Gegenüber Martinovic brauchte sich über einen Mangel an Beschäftigung nicht zu beklagen. Es war nun ein offener Schlagabtausch. Beide Teams wollten drei Punkte. Die größte Chance hatte dabei Brett Breitkreuz, der vorm leeren Tor jedoch die Scheibe nicht unter Kontrolle bekam. Und so blieb es nach 60 Minuten bei 3:3.

Damit hatten beide Mannschaften einen Punkt sicher, wer den zweiten Zähler bekommt, musste in der Nachspielzeit ermittelt werden. Diese dauerte nur 39 Sekunden. Und dann schlug Nils Liesegang noch einmal zu. Der Triumph über den Mitfavoriten war perfekt.  
 
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