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Löwen Frankfurt: Löwen gleichen mit einem 3:1 die Halbfinal-Serie gegen Bietigheim aus

Von Geschafft! Die Löwen Frankfurt konnten das erste Halbfinal-Heimspiel gegen die Bietigheim Steelers mit 3:1 (1:1, 1:0, 1:0) gewinnen und damit den Stand in der Serie auf 1:1 ausgleichen. Ins Finale kommt diejenige Mannschaft, die als erste vier Siege erreicht.
Jubel nach dem Tor von Matthew Pistilli Foto: imago Jubel nach dem Tor von Matthew Pistilli

Die Not zwang Trainer Franz Fritzmeier zu einer drastischen Veränderung im Team. Nachdem nach Filin, Koziol und Schymainsky mit dem dienstältesten Löwen Nils Liesegang ein weiterer Stürmer ausfiel, entschloss er sich, den in Bietigheim starken finnischen Torwart Antti Karjalainen auf die Tribüne zu setzen und den erst vor kurzem genesenen Hannibal Weitzmann zwischen die Pfosten zu stellen. Dadurch konnten erstmals in den Play-offs alle vier ausländischen Stürmer ins Geschehen eingreifen. Auch so hatten die Schwaben den Vorteil, vier Reihen gegen drei Frankfurter stellen zu können. Bei den Gastgebern standen die Verteidiger Maximilian Gläßl und Dalton Yorke sowie Stürmer Stephan Seegers auf dem Spielberichtsbogen, Eiszeiten bekamen sie aber nicht. Ob Liesegang am Montag in Bietigheim oder am Mittwoch (19.30 Uhr) am Ratsweg wieder dabei sein kann, ist noch offen.

Es war ein Match von zwei Teams, die absolut auf Augenhöhe spielten. Von Beginn an war klar, dass da nicht viele Treffer fallen würden und dass Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage entscheiden werden.

Beide Teams haben sich erst einmal beschnuppert. Die erste Chance hatte Lucas Dumont, der mit der Rückhand am Steelers-Torwart Ilya Sharipov gescheitert war (3.). Nach elf Minuten musste Verteidiger Robert Brown in de Kühlbox. Im Powerplay scheiterte zunächst Wade MacLeod und dann Matt Pistilli, es blieb aber beim 0:0.  Weitzmann musste auf seine erste echte Bewährungsprobe hingegen bis zur 13. Minute warten. Da saß eine zweiminütige Strafe wegen Spielverzögerung (Puck über die Bande) Dumont ab. Und der Keeper musste sich nach einer Hereingabe von außen dem im Slot stehenden Justin Kelly beugen. Nach diesem Führungstreffer legten die Gäste zu, belagerten einige Minuten lang das Frankfurter Tor. Bis Benjamin Zientek Brett Breitkreuz zur Fall brachte und Matt Pistilli in Überzahl mit einem Schuss von der blauen Linie den Ausgleich besorgte (17.). Unmittelbar danach musste Dumont zum zweiten Mal in die Strafbank, diesmal wegen hohen Stocks. Auch diesmal lief der Puck schnell durch die Formation der Bietigheimer, Weitzmann musste allerdings nur zweimal eingreifen. Und der von der Strafbank gekommene Dumont hätte beinahe das 2:1 markiert.

Auch im zweiten Drittel operierten beide Teams aus einer kompakten Deckung heraus. Chancen bei voller Anzahl der Spieler auf dem Eis waren daher rar. Eine hatte Tim Schüle, dessen Schuss aber von Sharipov pariert wurde. Und dann versuchte sich aus einem Gewühl vorm Tor heraus MacLeod, doch auch diesmal war die Fanghand des Keepers blitzschnell draußen. Beim anschließenden Überzahlspiel fehlte den Frankfurtern das Moment der Überraschung, doch insgesamt gehörte der mittlere Spielabschnitt schon den Löwen, die etwas mehr Biss als der Gegner und Kampfgeist  bei gegnerischen Schüssen zeigten, in die sie sich aufopferungsvoll warfen. In der 36. Minute hatte eine gute Chance Dumont, doch auch er konnte Sharipov nicht überwinden. Dies gelang erst zwei Minuten später CJ Stretch, der die Hinausstellung von Shawn Weller zum von den 6077 Zuschauern vielumjubelten 2:1 nutzte. Eineinhalb Minuten vor der Sirene musste dann der Frankfurter MacLeod in die Kühlbox, doch den vier kämpfenden Löwen gelang es, den knappen aber verdienten Vorsprung ins dritte Drittel zu retten.

Stretch hatte bei einem Konter das 3:1 auf dem Schläger, verzog den Schuss aber leicht (43.). Dann zollte der stark spielende junge Dani Bindels seiner mangelnden Erfahrung Tribut, bekam zwei Minuten wegen Hakens. Aber Weitzmann bewies in dieser Zeit gleich dreimal seine Klasse. Kaum vollzählig, waren die Löwen wieder im Vorteil. Sharipov stand unter Dauerbeschuss, Bindels vergab eine Riesenchance (47.). Das Spiel war nun noch intensiver, Fritzmeier wechselte seine drei Reihen deshalb in sehr kurzen Abständen. Bietigheim setzte alles auf eine Karte, stürmte nun pausenlos. Und zum allen Überfluss ging eine von Max Faber gespielte Scheibe unglücklich über die Bande. Spielverzögerung, zwei Strafminuten. Der Raum im Slot wurde aber wie im gesamten Spiel hervorragend zugestellt. Sechs Minuten vor Schluss schoss Pawel Dronia, Sharipov konnte die Scheibe nicht festhalten. Die Löwenspieler bejubelten den Treffer,  der Schiedsrichter schaute sich die Szene auf dem Video an und entschied „kein Tor“. Zwei Gummihühner flogen aufs Eis, dann wurde weiter gespielt, nun wieder verstärkt vorm Tor der Steelers. 90 Sekunden vor der Sirene scheiterte Brett Breikreuz an Sharipov, der daraufhin das Tor verließ, was von CJ Stretch nur 14 Sekunden später nach Puckgewinn mit dem entscheidenden 3:1 ins verwaiste Tor bestraft wurde.

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