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Generalprobe befriedigte nicht nur die Fans: Löwen schlagen sich wacker beim 2:4 gegen Kölner Haie

Von Die Eishockey-Löwen unterliegen den höherklassigen Kölner Haien nur 2:4 – und zeigten sich dabei zumindest körperlich auf Augenhöhe mit dem Gegner.
Löwe Ricco Ratajczyk (13) im Duell gegen den Kölner Mick Koehler. Foto: Reinhard Roskaritz (www.bild-pressehaus.de) Löwe Ricco Ratajczyk (13) im Duell gegen den Kölner Mick Koehler.
Frankfurt.  Die Löwen Frankfurt unterlagen beim ersten Saison-Heimspiel dem DEL-Team Kölner Haie 1:4 (1:2, 0:1, 1:1). Schlüsse aus dieser Generalprobe auf das in acht Tagen steigende erste Punktspiel – das Summer Game gegen die Kassel Huskies – lassen sich aber nur schwer ziehen. Die Haie waren für den König der Tiere doch ein zu großer Brocken.

Nicht körperlich: Da waren die Löwen absolut ebenbürtig. Aber spielerisch. Immerhin waren die Frankfurter nicht hoffnungslos unterlegen, sondern konnten in mehreren Situationen Haie-Torwart Daniar Dshunussow in der ohnehin warmen Halle zusätzlich gehörig ins Schwitzen bringen. Auf der anderen Seite deutete Löwen-Torhüter Brett Jaeger an, dass er ein zuverlässiger Rückhalt seiner Mannschaft sein dürfte.

Interessant war jedenfalls die unterschiedliche Reaktion an der Bande. Während sich Rich Chernomaz bei misslungenen Aktionen ärgerte und schimpfte, engagiert wie ihn die Fans seit vielen Jahren kennen, strahlte Paul Gardner Ruhe aus. Wenn etwas sichtbar war, dann ab und an ein aufmunterndes Klatschen. Die beiden Löwen-Trainer verstehen sich gut. Und werden sich, wie das Spiel offenbarte, auch glänzend ergänzen.  Apropos Trainer. Aufmerksamste Beobachter waren in der Halle die Kasseler Trainer Rico Rossi und Hugo Boisvert.

Um 19.25 brandete in der mit 3068 Zuschauern besetzten Eissporthalle am Ratsweg erstmals Jubel auf: Kult-Stadionsprecher Rüdiger Storch, in einem extra für das Summer Game angefertigten Hawaii-Hemd der Löwen, betrat die Eisfläche. Wenn er loslegt, bleibt kein Besucher ruhig. Sicher, die Nachnamen der neuen Spieler gingen den Fans noch nicht so selbstverständlich von den Lippen, aber als Publikumsliebling Nils Liesegang aufs Eis kam, wurde es ganz schön laut.

Nicht dabei waren zwei alten Bekannten: Der frisch am Fuß operierte Verteidiger Matt Tomassoni, der rund acht Wochen ausfallen wird, sowie der leicht angeschlagene Torjäger Richie Mueller haben im Löwen-Rudel gefehlt. Auch Verteidiger Pawel Dronia war nicht dabei: Er spielte für Polen bei der Olympia-Qualifikation in Minsk. DEL-Mitfavorit Kölner Haie kam bis auf die Nationalspieler, die bei der Olympia-Qualifikation in Riga weilen, sowie den verletzten Kai Hospelt, mit allen Assen nach Frankfurt.

Die erste Chance hatte aber der eine Klasse tiefer spielende Außenseiter aus Frankfurt. Lukas Laub scheiterte in der 3. Minute nur knapp. Natürlich sah man bald schon die technische Überlegenheit der Rheinländer, die in der 9. Minute durch Ryan Jones in Führung gehen konnten. Die Löwen, die soeben eine zweiminutige Unterzahl erfolgreich überstanden hatten, übersahen vorm Tor den durch einen Fehlpass von David Cespiva an den Puck gekommenen Nickolas Latta, der Jones frei spielte.

Die Löwen wurden meistens in die Defensive gedrängt, kamen aber ab und an zu gefährlichen Gegenangriffen. So in der 11. Minute, als Matt Pistilli nach guter Vorarbeit von C.J. Stretch im Torwart Daniar Dshunussow seinen Meister fand. Auf der anderen Seite war Jaeger gegen das 0:2 durch Marcel Ohmann machtlos (12.). Als nur noch zweieinhalb Minuten im ersten Drittel übrig waren, sahen die Zuschauer auch das erste Saisontor der Löwen in Frankfurt. Nils Liesegang, einer der besten Passgeber der DEL2, bediente im Powerplay C.J. Stretch und der US-Amerikaner traf mit seinem Volleyschuss genau in den Winkel.


Im zweiten Spielabschnitt hatten die Löwen zunächst Glück, dass der von Jones abgelenkte Eriksson-Schuss am Pfosten landete. In der 29. Minute rettete die Löwen nicht einmal die Glücksgöttin Fortuna: Latta kam durch, Tobias Draxinger wollte das Tor durch einen geworfenen Schläger verzichten, der Unparteiische zeigte die Strafe schon an, aber der läuferisch sehr starke Kanadier Jones war zur Stelle und machte diesmal alles perfekt.

Wie schon im ersten Drittel hätten die Löwen zweieinhalb Minuten vor der Sirene verkürzen können, aber Matt Pistilli scheiterte bei seinem Solo an Dshunussow. Unmittelbar danach traf auf der anderen Seite Latta nach einer schönen und eleganten Einzelaktion noch das Aluminium.
Im Schlussdrittel hütete das Frankfurter Tor anstelle des starken Jaeger sein junger Backup Florian Proske.

Zunächst hatte er zwei Minuten lang Pause: Die Löwen spielten in Unterzahl. Stretch und Liesegang trafen jeweils das Netz, leider nur von außen, Laub blieb an den Schonern des Keepers hängen. Aber auch als die Kölner wieder vollzählig waren, wurden sie nicht überlegen. Frankfurt blieb leicht überlegen. Erst als der zu eifriger Löwe Brett Breitkreuz in die Kühlbox musste, stand Proske im Mittelpunkt. Mit Erfolg. Auch später, bei einem Solo von Jones, blieb der Keeper Sieger. Erst beim nächsten Powerplay der Haie machte er einen Fehler, konnte die Scheibe nicht festhalten. Und Routinier Philip Gogulla machte in der 57. Minute das 1:4. Das letzte Wort hatten aber die Gastgeber: Roman Pfennings stellte 17 Sekunden vor Schluss nach guter Vorarbeit von Patrick Jarrett den 2:4-Endstand her.
 
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