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Löwen Frankfurt: Löwen zähmen wilde Huskies

Von Wer soll diese torhungrigen Löwen stoppen? Gestern gewannen die Frankfurter die erste Begegnung der Best-of-Seven-Halbfinalserie gegen den Erzrivalen Kassel Huskies 4:1 (2:0, 0:1, 2:0). Es war bereits der zwölfte Sieg der Löwen in Folge.
Jubel bei den Frankfurter Löwen Foto: pressehaus Jubel bei den Frankfurter Löwen
Frankfurt. 

Am Sonntag um 17 Uhr geht es im Aue-Eisstadion weiter. Wortwörtlich eine Herkules-Aufgabe. Denn am Fuße der Kasseler Herkules-Statue haben die Frankfurter Eishockeyspieler noch nie ein Play-off-Match gewonnen. „So wie im Schlussdrittel werden wir unsere Linie nicht wieder verlieren. Wollen wir ein Spiel in der Serie gewinnen, müssen wir besser spielen“, meinte Kassels Coach Rico Rossi.
Nicht alle Tage bekommen die Kufen-Stars die Chance, vor vollen Rängen ihr Können zu demonstrieren. Bei diesem Derby ist es eine Selbstverständlichkeit. Bereits Stunden vor dem Match strömten die Zuschauer an den Ratsweg, die Halle war mit 7000 Besuchern ausverkauft. „Es war der erwartet harte Fight. Ich erwarte eine Spiel für Spiel emotionale Serie“, sagte Löwen-Coach Paul Gardner.

Während Kassel fast mit der gleichen Mannschaft antrat, die vor einem Jahr das Play-off-Viertelfinale gegen Frankfurt in nur vier Spielen gewann, waren bei den Löwen nur noch acht Protagonisten von damals dabei. Als Hauptschiedsrichter Lasse Kopitz, 2007 bis 2010 Verteidiger in der Frankfurter DEL-Mannschaft, das Spiel eröffnete, ging es auf dem Eis gleich sehr intensiv zu. Beide Teams setzten ein enormes Tempo ein. Beide Torhüter waren beschäftigt, beide strahlten bis auf wenige Ausnahmen Ruhe aus.

Bilderstrecke Torhungrige Löwen fegen Kassel Huskies 4:1 vom Eis
Wer soll die torhungrigen Löwen stoppen? am Freitag gewannen die Frankfurter die erste Begegnung der Best-of-Seven-Halbfinalserie gegen den Erzrivalen Kassel Huskies 4:1 (2:0, 0:1, 2:0). Es war bereits der zwölfte Sieg der Löwen in Folge. <b>Wir haben die Fotos von der Partie!</b>Die Löwen betreten das EisMaximilian Glaessl trifft per Fernschuss

Die Nordhessen standen sehr diszipliniert in der eigenen Zone, sicherten sich gut ab und fuhren schnelle und gefährliche Konter. Die Löwen störten viel früher, haben mit ihrem forschen Forechecking wie üblich viele Pucks in der neutralen und in der Angriffszone erobert. Die 2:0-Führung nach dem ersten Drittel war absolut verdient. Nachdem die Parade-Reihe mit Brett Breitkreuz, CJ Stretch und Matt Pistilli  fleißig Checks vor und hinter dem Kasseler Tor verteilten, kam die Scheibe an die blaue Linie zu Maximilian Gläßl, der bei seinem Schuss davon profitierte, dass ein Schlittenhund den Hartgummi noch abfälschte (14.).

Die gleichen Protagonisten waren zwei Minuten später auch am 2:0 beteiligt. Stretch schoss, Torwart Markus Keller ließ den Puck fallen und Brett Breitkreuz war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort.

Dass die Huskies erst erlegt sind, wenn die Schluss-Sirene nach 60 Minuten ertönt, mussten die Löwen schon oft schmerzlich erfahren. Den ersten Stich setzten die Gäste nur 35 Sekunden nach dem Wiederbeginn. Brad Pimm tankte sich durch und überwand Löwen-Keeper Brett Jaeger oberhalb der Stockhand. Kassel machte nun richtig Druck, setzte sich minutenlang in der Angriffszone fest, die Frankfurter konnten sich häufig nur mit Befreiungsschlägen vor dem Ansturm retten. Jaeger stand unter Dauerbeschuss, das 2:2 lag förmlich in der Luft. Die Zuschauer spürten, dass ihr Team Unterstützung braucht und feuerten die Löwen pausenlos an. Die Stimmung war gewaltig.

Und übertrug sich auch auf das Eis, wo beide Teams schnell, hart und zielstrebig auf Sieg spielten. Die Löwen wurden nun wieder munterer. Richie Mueller täuschte einen Pass an, schoss dann aber aufs Tor und der überraschte Keller ließ die Scheibe durch die Hosenträger ins Netz fallen (43.). Nur eine Minute später bekamen die Huskies einen Penalty zugesprochen, Jaeger hielt aber gegen Adriano Carciola glänzend.

Nachdem Carter Proft wegen eines hohen Stockes fünf Minuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe erhielt und gleich danach noch ein Huskie in die Kühlbox musste, bot sich den Gastgebern die Gelegenheit, alles klar zu machen. Und sie nutzten sie: Mueller traf mit einem Direktschuss zum 4:1 (49.). Das war natürlich die selbst nach Meinung des Gäste-Trainers Rico Rossi verdiente Entscheidung.
Zumindest sportlich. Die mit den Fäusten stand noch aus. Der Kasseler Adriano Carciola gewann, nachdem er ihm das Trikot über das Gesicht zog, nach Punkten klar gegen den nunmehr orientierungslosen Pawel Dronia. Und wenig später streckte Michael Christ den bulligen Löwen Joel Keussen  mit einem Hieb zu Boden. Die Strafbank der Huskies wurde für sechs Insassen plötzlich zu klein.

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