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Kommentar: Mit Gardner wäre es nicht mehr gegangen

Von Die Löwen Frankfurt haben die Notbremse gezogen. Im letzten Moment. Paul Gardner hat taktisch auf der ganzen Linie versagt. Und das nicht erst in den letzten Wochen. Ein Kommentar von Michael Löffler.
Paul Gardner Bilder > Foto: pressehaus/heinen Paul Gardner

Das Spiel war unter dem Kanadier stets gleich. Sein einziges Mittel: Den Gegner zu überrollen. Was dank der individuellen Klasse seiner Spieler meistens gelang. Der Torhunger der Löwen überdeckte die Defizite im defensiven Verhalten, die vielen Puckverluste, die zu Gegentoren führten, die vielen Gegentreffer in Unterzahl.

Gardner war nicht der Mann, der dies abstellen konnte. Oder wollte. Doch liegt die Schuld für die zurzeit schlechte Bilanz nicht allein bei ihm. Die Gesellschafter Stefan Krämer und Andreas Stracke müssen sich auch an die eigene Nase fassen. Sie haben Rich Chernomaz entlassen. Das war richtig, weil er als Sportdirektor versagt hatte. Er ließ Mueller, Tomassoni und Cespiva – wichtige Spieler für den Teamgeist – ziehen. Er setzte nur auf die nordamerikanische Karte, ihm war kaum zuzutrauen, ein Team mit Perspektive aufzubauen. Doch als Trainer war er der Mann, der die Taktik bestimmte. Nicht Gardner. Gardner war der „Seelendoktor“, „Cherno“ die „Axt von Mannitoba“. Die Mischung machte den Erfolg aus.

Er blickt voller Vorfreude auf die Play-offs: Löwen-Trainer Paul Gardner.
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Nun kam es, wie es bei dieser Konstellation (ein Sportdirektor, der auch Trainer ist) früher oder später kommen musste. Ob die Entscheidung, Fritzmeier die Verantwortung zu übergeben, den Löwen den Erfolg zurückbringt, wird sich zeigen. Eines ist aber sicher: Mit Gardner wäre nichts mehr zu holen gewesen.

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