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Löwen Frankfurt: Ravensburg gewinnt 7:4 und spielt meisterlich auf

Symbolbild Foto: imago sportfotodienst Symbolbild

Die Eishockey-Löwen fanden gestern ihren Meister. Die Ravensburg Towerstars präsentierten sich in Frankfurt als das bisher stärkste Team und siegten verdient mit 7:4 (3:2, 2:0, 2:2). Die vor der Saison als Geheimtipp eingestuften Oberschwaben unterstrichen, dass sie durchaus zu den Titelanwärtern gezählt werden müssen. Sie E präsentierten sich stocktechnisch auf einem sehr hohen Level, läuferisch stark und taktisch gut eingestellt. „Die sind nicht umsonst so erfolgreich. Das ist eine Spitzenmannschaft. Der Puck läuft, das System stimmt. Vor allem ihr Umschaltspiel nach Puckeroberung ist überragend“, lobte die Ravensburger DEB-Vizepräsident und neuerdings DEL 2-Aufsichtsratsmitglied Marc Hindelang, ein anerkannter TV-Eishockey-Kommentator. Die Löwen haben bis zum Schluss gekämpft, sind aber an zu vielen Fehlpässen sowie noch mehr Strafzeiten gescheitert. Sie kassierten 25 Strafminuten, spielten also mehr ein ganzes Drittel in Unterzahl.

4564 Zuschauern bekamen am Ratsweg dennoch das erste absolute Spitzenspiel der laufenden Saison zu sehen. Es trafen die zwei aktuell spielstärksten Teams der Deutschen Eishockey Liga (DEL) 2 aufeinander. Die Begegnung war sehr intensiv und wurde im hohen Tempo geführt. Beide Teams verdeutlichten vom ersten Bully an, dass sie die Offensive suchen wollen. Das erste Ausrufezeichen setzten dabei die Gäste. Ihr Goldhelm Andreas Driendl luchste den sich im Vorwärtsgang befindenden Löwen nach einem Fehler von Tim Schüle die Scheibe ab, sah mit großer Übersicht den rechts mitgelaufenen Mathieu Pompei, der dem im Kasten stehenden Bastian Kucis keine Chance ließ. Gespielt waren gerade Mal 75 Sekunden. Aber die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. In der 5. Minute musste auch Jonas Langmann hinter sich greifen. Der Ausgleich blieb der jungen vierten Reihe vorbehalten. Mick Köhler vollendete mit einem Handgelenkschuss in den Winkel. Die Frankfurter machten das Spiel, mussten aber ständig aufpassen, denn das Umschaltspiel der Gäste nach der Puck-Eroberung war stets brandgefährlich. Zu oft tauchten sie allein vorm Tor auf, erschreckend oft kamen sie auch frei zum Schuss. Dann saß Brett Breitkreuz wegen Hakens zwei Minuten ab. Kucis stand unter Dauerbeschuss und 42 Sekunden vorm Ablauf der Strafzeit musste er nach einem Schuss von David Zucker kapitulieren (9.). Lukas Koziol hatte postwendend den Ausgleich auf dem Schläger, doch er verfehlte das Tor knapp. Was prompt mit dem 1:3 durch den letztjährigen Löwen Pawel Dronia bestraft wurde (10.). Dann gab es das erste Duell der besten Powerplay-Formation mit dem besten Penaltykilling der DEL2. Sieger: Löwen-Offensive. Max Faber traf erst das Aluminium, dann gelang Tim Schüle mit einem Distanzschuss das 2:3. Was aber nicht daran änderte, dass die Führung der Ravensburger verdient war. Die Löwen waren zwar öfters vorm gegnerischen Tor, die Towerstars waren aber torgefährlicher, hatten die weitaus besseren Chancen.

Im zweiten Drittel erhöhten die Löwen den Druck, hatten vor allem im Powerplay den Ausgleich mehrmals auf dem Schläger. Aber Langmann hielt, ebenso wie bei den Frankfurtern Kucis, hervorragend. Doch als die Towerstars erst mit zwei, dann mit einem Mann mehr auf dem Eis waren, musste Kucis kapitulieren. Erst rettete ihn nach Czarniks Schuss der Pfosten, dann fand der Schuss von Daniel Schwamberger den Weg ins Netz (36.). Danach durften die Löwen mit einem Mann mehr spielen. Mathieu Tousignant verlor aber die Scheibe, die Gäste konterten wieder gekonnt und Robbie Czarnik sorgte nur 69 Sekunden nach dem 2:4 mit dem Unterzahltor für eine Vorentscheidung.

Drei Strafzeiten brachen dann den Löwen endgültig das Genick. Die Towerstars nutzten die nummerische Überlegenheit. Beim 2:6 durch Sören Sturm (43.) sah Kucis nicht so gut aus. Die Löwen resignierten noch nicht. Matt Pistilli verkürzte postwendend auf 3:6, dann musste der Ravensburger Thomas Supis für zwei Minuten raus, doch die Löwen konnten trotz eines starken Powerplays daraus kein Kapital ziehen. Sieben Minuten vor Schluss ging der Torwart vom Eis, die sechs Löwen verloren den Puck und Sturm machte das 7:3. Tousignant hat daraufhin die Nerven verloren und musste nach fünf Minuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe vom Eis. In Unterzahl traf Lukas Koziol zum 4:7-Endstand.

Am Sonntag spielen die Löwen in Bad Tölz. Seine Premiere im Tor soll Hannibal Weitzmann geben.

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