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Löwen Frankfurt: Schmerzhaft aber verdient: Löwen verlieren gegen die Steelers 1:4

Von Die Löwen haben die Chance, sich vorm eigenen Publikum den Matchkampf zu erkämpfen, leider vertan. Im vierten Halbfinalspiel der Play-off-Serie unterlagen die Frankfurter den Bietigheim Steelers mit 1:4.
Foto: pressehaus/kessler (bild pressehaus)

Die Löwen haben die Chance, sich vorm eigenen Publikum den Matchkampf zu erkämpfen, leider vertan. Im vierten Halbfinalspiel der Play-off-Serie unterlagen die Frankfurter den Bietigheim Steelers mit 1:4 (1:1, 0:2, 0:1). "Am Montag haben wir die Torgelegenheiten eiskalt genutzt, diesmal nicht. Bietigheim war vor allem im zweiten Drittel sehr effektiv, wir haben unsere Chancen nicht rein gemacht. Dennoch haben wir bis zum Schluss alles versucht", sagte Löwen-Trainer Franz Fritzmeier. Der Bietigheimer Coach Kevin Gaudet lobte sein Team vor allem für den kämpferischen Einsatz. "Verlieren war verboten. Wir haben 60 Minuten lang eine starke kämpferische Leistung gezeigt. Unser Goalie hat uns im Spiel gehalten."

Nun steht es 2:2, jedes Team ist also zwei Siege von der Finalteilnahme entfernt. Am Freitag (19.30 Uhr) steigt das fünfte Match in Bietigheim, am Sonntag um 17 Uhr treffen sich die Kontrahenten wieder am Ratsweg. Sollte das Duell noch nicht entschieden sein, würde das siebte Match am Dienstag in Bietigheim den Finalisten bringen.

„Kämpferisch war alles drin, aber spielerisch war das Match zu hektisch. Bietigheim machte viel Druck, ich hatte den Eindruck, dass die Steelers den Sieg mehr wollten“, kommentierte das Spiel Andrej Trefilov. Die russische Torwart-Legende, Olympiasieger 1992, Weltmeister 1993, sieben Jahre Torhüter in der NHL, sechs Jahre lang DEL-Keeper in Düsseldorf, war auch von der Atmosphäre am Ratsweg begeistert.

Es war ein typisches Play-off-Spiel: Kampfbetont, ausgeglichen, spannend und mit relativ wenig Torchancen, da die Kontrahenten in erster Linie daran bedacht waren, keine Fehler zu machen. Die Bietigheimer waren taktisch viel besser eingestellt als in den Spielen davor, machten die Räume sehr gut zu. Wie in der Serie bisher immer haben sich beide Kontrahenten erst einmal beschnuppert. Die Torhüter mussten zunächst einmal nur bei Weitschüssen reagieren, wobei der gefährlichste in der Anfangsphase der von CJ Stretch war (3.). Und dann brachte Clarke Breitkreuz den Puck nicht aus der eigenen Zone raus, verlor ihn an der Bande an Justin Kelly. Dessen Zuspiel verwertete Marcus Sommerfeld zur schnellen Führung der Gäste (6.). Den Ausgleich hatte Clarkes älterer Bruder Brett Breitkreuz auf der Kelle, doch er bekam die Scheibe mit der Rückhand nicht unter Kontrolle. Und dann patzte Martinovic, der einen harmlosen Schuss von Pat Jarrett unter der Armbeuge durchließ und auch nicht reagierte, als die Scheibe im Schneckentempo die Linie passierte. Dieses 1:1 (9.) sorgte für eine Begeisterungswelle unter den 5567 Zuschauern auf den Rängen, zumal die Löwen in der Folgezeit einige gute Chancen hatten (Dani Bindels, Brett Breitkreuz).

Zu Beginn des Mitteldrittels bekamen die Löwen zwei Strafen, die sich teilweise überlappten, so dass sie 3:50 Minuten in Unterzahl zu spielen hatten. Kurz vor dem Ablauf der Zeit traf erneut Sommerfeld zum 1:2. Auf der anderen Seite lief das anschließende Powerplay der Löwen überhaupt nicht. Und kaum, dass beide Teams wieder vollständig waren, kassierte der bei den Gegentoren nicht immer sicher wirkende Hannibal Weitzmann vom Schläger  des Steelers-Stürmers Benjamin Zientek das 1:3 (27.). Bis zur zweiten Sirene blieben die Gäste das bessere Team.

Die Chance, im Powerplay den Anschluss zu finden, vergab Stretch, der bei seinem Solo an Martinovic scheiterte. "Die Specialteams machten den Unterschied aus. Bietigheim hatte mit Justin Kelly einen hervorragenden Spielmacher, die Frankfurter spielten das Powerplay einfallslos", meinte Weltmeister Trefilov auf der Tribüne. Glück hatten die Löwen in der 50. Minute, dass Frederik Cabana eine Riesenchance vergab und auch das Nachstochere von Shawn Weller nicht zum Erfolg führte. Die Gäste verteidigten geschickt, kontrollierten das Geschehen, eigentlich hatte man nie den Eindruck, als würden die Löwen das Spiel drehen können. Als Weitzmann das Tor verließ, ein sechster Löwe ins Feld ging, machte Sommerfeld ins verwaiste Tor das 4:1.

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