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Schützenfest der Löwen

Von Michael Löffler Der Saisonauftakt bestätigte, was viele vermuteten: Die Eishockey-Oberliga West ist eine Drei-Klassen-Gesellschaft, in der die drei hessischen Vertreter mit Dortmund und Duisburg um die vier Endrundenplätze kämpfen werden. Da konnten die Löwen noch hoffen: Thomas Schenkel (Mitte) erzielt das 2:3 gegen Kassel. Jan Barta (links) gratuliert.	Foto: Hübner Da konnten die Löwen noch hoffen: Thomas Schenkel (Mitte) erzielt das 2:3 gegen Kassel. Jan Barta (links) gratuliert. Foto: Hübner

Frankfurt. 

Beim Saison-Auftakt am Freitag mussten die Löwen Frankfurt und die Roten Teufel Bad Nauheim gegen Mitfavoriten knappe Niederlagen hinnehmen, am Sonntag holten sie sich die ersten "Dreier". Die Löwen triumphierten beim EHC Netphen 10:1 (4:1, 4:0, 2:0), die Roten Teufel revanchierten sich in Dortmund mit einem 4:3 (1:1, 2:1, 1:1)-Sieg. In einer hochklassigen Partie trafen vor 1025 Zuschauern dort zweimal der Kanadier Dylan Stanley, Michel Maaßen sowie Tobias Schwab.

Eins ist gewiss: Die Vorstände der Oberligavereine jubeln über den Aufstieg von Frankfurt und Kassel, die ihre leeren Kassen füllen werden. Unter den 7000 Zuschauern am Ratsweg befanden sich rund 1000 Nordhessen. Kassel selbst hatte beim 3:2 gegen Ratingen 4342 Fans im Aue-Park. Und selbst die kleine Halle in Netphen war mit 750 Zuschauern nur deshalb fast voll, weil zwei Drittel der Fans aus Frankfurt angereist waren.

Netphen gegen Frankfurt, das war schon in der vergangenen Saison ein Duell David gegen Goliath. Nun ist es auch ein Vergleich Amateure gegen Profis. Die Löwen dominierten das Geschehen und trafen nach Belieben. Die mitgereisten Fans, die lautstark den zweistelligen Sieg forderten, kamen auf ihre Kosten. Sven Breiter (2), Kevin Thau (2), Tim Bornhausen (2), Thomas Schenkel, Jan Barta, Simon Barg und Raphael Wagner besorgten die "Zehn", während für Netphen Patric Schneider zum zwischenzeitlichen 1:2 traf.

Dieser Kantersieg tat nach dem heißen Match gegen Kassel gut. Da gab’s ein Eishockey-Fest pur. Die Eissporthalle war ausverkauft, die Stimmung wie zu DEL-Zeiten, das Niveau zwei, drei Klassen höher als in der Regionalliga. Vor allem wenn die ersten Blöcke (Faibarn – Schenkel, Schweiger – Barg – Seyller bei Frankfurt, Robitaille – Valenti, Christ – Klinge – Sikora bei Kassel) auf dem Eis waren, die auch alle Treffer besorgten. Während Thomas Schenkel für die Löwen zwei Mal traf, beendeten Valenti, Klinge und Christ den Fluch vom Ratsweg: Nach 16 Jahren konnten die Huskies erstmals ein Punktspiel in Frankfurt gewinnen.

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