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Eishockey: Schwacher Auftakt der Halbfinalserie: Löwen beim 2:5 in Bietigheim chancenlos

Von Man musste es sich ehrlich eingestehen. Im ersten Halbfinalspiel war für die Löwen nichts drin. Die Bietigheim Steelers waren die klar dominierende Mannschaft. Der 5:2 (1:0, 2:1, 2:1)-Sieg der Schützlinge von Kevin Gaudet war absolut verdient.
Archivfoto Foto: pressehaus/kessler (bild pressehaus) Archivfoto

Es war aber nur der erste Streich. Um ins Finale einzuziehen, benötigt ein Team vier Siege. Da kann es im nächsten Spiel schon ganz anders aussehen. Allerdings nur dann, wenn die diesmal zu zahmen Löwen ihren alten Biss wieder erlangen.

Die Frankfurter traten mit den gleichen Spielern wie beim letzten siegreichen Match gegen die Huskies, also mit Antti Karlalainen im Tor und Wade MacLeod als überzähligem Ausländer auf der Tribüne. Zusätzlich dabei war der beste Löwen-Verteidiger Dominik Tiffels, der bisher die DEL-Play-offs für seinen Stammverein Kölner bestritt, nun aber, da sich die Rheinländer gegen die Nürnberger Ice Tigers verabschiedeten, wieder voll in den Diensten der Frankfurter steht.

Mehr als 3013 Zuschauer fanden nicht den Weg in die Arena. Die zuletzt wenig überzeugenden Auftritte der Bietigheimer blieben nicht ohne Folgen. Von der ersten Minute an waren die Steelers um Wiedergutmachung bemüht. Karjalainen musste Schwerstarbeit leisten. Augenfällig dabei war die veränderte taktische Ausrichtung der Löwen. Während sie unter Paul Gardner noch die Flügel zugestellt  hatten, ansonsten blind mit Mann und Maus nach vorne stürmten, wird unter Franz Fritzmeier defensiver gespielt, wobei in erster Linie vorm eigenen Tor aufgeräumt wird. Dennoch tauchten Matt McKnight und Justin Kelly allein vorm Tor auf, ohne allerdings daraus Kapital zu schlagen (13.). In der 17. Minute gab es die erste Strafzeit im Spiel. CJ Stretch musste wegen eines Beinstellens raus, die Steelers nutzen die nummerische Überlegenheit durch Frédérik Cabana zum nicht unverdienten Führungstreffer der in den ersten 20 Minuten deutlich überlegenen Schwaben aus. Um etwas Zählbares mitzunehmen, müssen die Löwen schon etwas mehr bringen als im ersten Drittel.

Auch als die Teams aus der Kabine aufs Eis zurück kehrten, blieben die Steelers tonangebend. Glück für die Frankfurter, dass die schöne Kombination zwischen Norman Hauner und Tyler McNeely ohne Folgen blieb (22.).  Nun kamen auch die ersten zaghaften Offensivaktionen der Löwen, doch richtig in Gefahr geriet Torwart Ilja Sharipov zunächst noch nicht. Besser machte es auf der anderen Seite Cabana, der in der 26. Minute sein zweites Tor erzielte. Doch diesmal blieben die Löwen die Antwort nicht schuldig. Nur 26 Sekunden nach dem 2:0 gelang Brett Breitkreuz der Anschlusstreffer. Und dann durften endlich auch die Gäste einmal mit einem Mann mehr spielen. Aber das beste Powerplay bekam kaum Gelegenheit, sich zu entfalten, denn nach nur einer halben Minute musste auch Tim Schüle raus. Just in dem Moment, als die Löwen wieder vollzählig waren, schlugen die Steelers erneut zu. Justin Kelly leistete die Vorarbeit, Norman Hauner überwand mit einem Direktschuss Karjalainen.

Dass die Frankfurter nach dem 1:3 öfters in der gegnerischen Zone auftauchten, hatte weniger mit ihrer erhöhten Aktivität, als vielmehr mit der Tatsache, dass sich die Grün-Schwarzen ein wenig zurückzogen. Zwingendes kam für die Löwen bis auf eine Großchance in der 37.Minute  aber nicht heraus. Eine Chance hatte noch Clarke Breitkreuz, doch sein Abschluss war zu schwach. Geschickter war er beim anschließenden Techte-Mechtel mit Steelers-Kapitän Adam Borzecki  das mit zwei Minuten  Ruhe in der Kühlbox belohnt wurde. So holt man sich Respekt. Aber keine Siege. 

Zweites Halbfinalspiel am Karsamstag in Frankfurt

Dass es mit einem Triumph in Bietigheim diesmal nichts sein würde, begriff spätestens nach 54 Sekunden des Schlussdrittels auch der größte Optimist im Löwen-Lager. Hauner zog aus spitzem Winkel einfach ab und überraschte damit Karjalainen, der die Scheibe über der Schulter ins Netz fallen ließ.

Damit war alles gelaufen. Eigentlich hätten schon beide Teams Kräfte für das zweite Spiel der Serie sparen können, das am Karsamstag um 19.30 Uhr am Ratsweg ausgetragen wird. Dass die Steelers dennoch weiter für viel Betrieb vorm Frankfurter Tor sorgten, lag an der Fünf + Spieldauerdisziplinarstrafe von Nils Liesegang. Während der in den Play-offs bisher bester Löwen-Scorer vorzeitig zu duschen kam, schossen die in Überzahl spielenden Steelers aus allen Rohren. Karjalainen war mindestens so nass wie „Liese“ unter der Dusche. Hauner war einem Hattrick ganz nah, doch sein Schuss landete nur am Pfosten (49.). Bessermachte es eine Minute später Justin Kelly, der mit einem technischen Kabinettstückchen Karjalainen überwand. Das zweite Frankfurter Tor, das Lucas Dumont im Powerplay erzielte, hatte nur noch statistischen Wert. Dennoch nahm Fritzmeier drei Minuten vor der Sirene Karjalainen vom Eis. Eher ein Übungs-Aspekt. Doch es blieb bis zum Schluss beim 5:2.

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