Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 10°C

Löwen Frankfurt: Testspiel-Pleite: Löwen unterliegen Adlern 2:4

Die Eishockey-Löwen unterlagen bei ihrer Saison-Premiere in einem Testspiel den Adler Mannheim überraschend nur 2:4 (0:2, 2:1, 0:1). 6100 Zuschauer bereiteten dem DEL2-Meister bei seinem ersten Auftritt in der neuen Saison dennoch einen herzlichen Empfang.
Christoph Ullmann (Adler Mannheim, 47) in Verfolgung von Clarke Breitkreuz Foto: pressehaus/heinen Christoph Ullmann (Adler Mannheim, 47) in Verfolgung von Clarke Breitkreuz
Frankfurt. 

Ausverkauft war die Halle schon, ganz voll jedoch nicht. Konnte sie auch nicht. Wegen der Verordnung der Stadt mussten 900 Plätze, meistens Stehränge, leer bleiben. Von den Fans wurde die vorgelesene Ankündigung mit entsprechenden Pfiffen quittiert. Und dann brach um 19.10 Uhr ein Vulkan aus: Kult-Stadionsprecher Rüdiger Storch betrat die Eisfläche. Die Fans jubelten, als wenn die Titelverteidigung gerade perfekt gemacht worden wäre.  Ähnlich laut wurde es bei der Vorstellung von Wade MacLeod, des wegen einer Tumor-Gehirnoperation mit einjähriger Verspätung eingetroffenen kanadischen Stürmers. Für die Mannheimer Adler hatten die Frankfurter nur Pfiffe übrig.

War zu erwarten. Das Verhältnis zwischen den Löwen und den Adlern ist altbekannt. Es ist das Derby schlechthin. Während die Rivalität zwischen Kassel und Frankfurt stärker von den Nordhessen gelebt wird, empfinden die Frankfurter keinen Sieg so süß, wie den über Mannheim.

Bilderstrecke Kult-Derby: Adler Mannheim schlagen Frankfurter Löwen mit 4:2
Vor mehr als 6.000 Zuschauern haben die Löwen Frankfurt am Samstagabend (19.08.) das Derby gegen die Adler Mannheim mit 2:4 verloren. Wir haben die Fotos von der Partie!Die Löwen sind wieder los: Maskottchen Travor  mit Wunderkerze.Vorstellung Wade MacLeod

Dass es diesmal damit nichts sein würde, musste jedem Realisten klar sein. Nicht nur, dass die Adler eine Klasse höher spielen und über einen der stärksten und teuersten Kader in der DEL verfügen. Für die Schützlinge von Sean Simpson sprach auch die Tatsache, dass sie wegen des früheren DEL-Stars schon über drei Wochen auf dem Eis gewesen sind und in der Schweiz bereits drei Begegnungen ausgetragen haben. Die Löwen haben hingegen erst fünf Tage Knochenarbeit im Diezer Trainingslager hinter sich, kamen entsprechend müde nach Frankfurt zurück. Wie sich aber herausstellen sollte, wäre eine Überraschung möglich.

Dass es nicht passiert ist, lag am verschlafenen Beginn. Was soll’s. Schließlich ist es das erste Vorbereitungsspiel der Frankfurter, die richtig kalt erwischt wurden und in der zweiten Minute gleich zwei schön herausgespielte Treffer der Adler hinnehmen mussten. Torhüter Brett Jaeger, der Held der Finalserie gegen die Bietigheim Steelers, war sowohl gegen Nationalspieler David Wolf als auch gegen den  Mannheimer US-Torjäger Chad Kolarik machtlos. Das „nur noch acht“ der rund 900 angereisten Mannheimer Anhänger war nur wenige Sekunden zu hören. Dann machten die Löwen-Fans lautstark klar, warum sie als DAS PUBLIKUM schlechthin gelten. Ihre Lieblinge auf dem Eis machten ihnen die pausenlose Anfeuerung auch leicht. Denn nach dem anfänglichen Schock demonstrierten sie, dass auch ein DEL2-Meister Wirbel auf dem Eis veranstalten kann.

Nun musste Adler-Nationaltorhüter Dennis Endras, der einzige Lions-Spieler aus der Frankfurter DEL-Ära auf dem Eis, immer öfters sein Können unter Beweis stellen. Vor allem die eingespielte Formation Brett Breitkreuz – CJ Stretch – Matthew Pistilli sowie der zweite Sturm mit MacLeod, Tyler Gron und Nils Liesegang  erarbeiteten sich gute Chancen. Physisch, technisch und sogar  läuferisch hielten die Löwen mit dem übermächtigen Gegner Schritt. Nur in puncto Zusammenspiel, schnelle Kombinationen und Spritzigkeit hatten die Adler die Nase vorne. Da sah man sowohl den Klassenunterschied als auch den Vorsprung in der Vorbereitung.

Dennoch war die Partie nie einseitig. Die Löwen wurden bissiger, bekamen auch ihren Torhunger zurück. Nur dreieinhalb Minuten nach dem ersten Seitenwechsel erklang von den Rängen gar das „nur noch neun“. Sekunden zuvor verkürzte Stretch im Powerplay nach einem Pass von Liesegang auf 1:2. Damit nicht genug. In den nächsten Minuten stand Endras mehr im Blickfeld als Florian Proske, der im zweiten Drittel das Löwen-Tor hütete. Der Ausgleich, den wiederum Stretch in der 27. Minute mit einem kernigen Schuss erzielte, war nicht einmal unverdient. Pech für die Löwen, dass sie zwei Minuten vor dem Drittelende nach einem Break das 2:3 hinnehmen mussten, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt einen Mann mehr auf dem Eis hatten.

Trotz dieses erneuten Rückstandes blieb es ein offener Schlagabtausch. Wer dachte, dass bei den Löwen irgendwann die Luft raus sein würde, der Konditionsvorteil den Mannheimern in die Karten spielen würde, sah sich getäuscht. Die Frankfurter hielten weiter mit. Eric Stephan hatte das 3:3 auf dem Schläger, verfehlte aber aus zwei Metern das leere Tor.Erst als der Unparteiische ein Offensivfoul der Mannheimer übersah, dafür aber der dann in der Not foulenden Liesegang hinausstellte, bekam der junge Hannibal Weitzmann, der im Schlussdrittel das Löwen-Tor hütete, viel Arbeit. Hinter sich  greifen musste er aber nicht. Der Favorit musste bis zum Schluss um den glücklichen Sieg zittern. Erst 18 Sekunden vor der Sirene, da spielten die Löwen ohne Torwart und mit sechs Feldspielern, gelang Christoph Ullmann das aus Mannheimer Sicht glückliche und erlösende vierte Tor.   

Zur Startseite Mehr aus Löwen Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse