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Löwen Frankfurt: Torhungrige Löwen festigen Rang zwei

Die Löwen Frankfurt haben die Eispiraten Crimmitschau mit 5:2 geschlagen.
Matthew Pistilli trifft zum 3:2. Foto: pressehaus/heinen (www.bild-pressehaus.de) Matthew Pistilli trifft zum 3:2.
Die Löwen-Jagd in Frankfurt ist weiterhin vom Erfolg gekrönt. Aktuell werden allerdings nicht die Löwen gejagt, sondern die „Wildkatzen auf dem Eis“ sind die Jäger, die auf ihre Opfer aus allen Lagen schießen. Der Torhunger der Löwen ist im Moment riesig. In fünf Begegnungen trafen die Frankfurter Puckjäger zuletzt 28 Mal. Allerdings geht der Offensivgeist ein wenig auf Kosten der Defensive, die sich nicht gerade als die sicherste erweist. So war es auch am Sonntagabend beim 5:2 (3:2, 1:0,1:0) gegen die Eipiraten Crimmitschau, mit der der DEL2-Tabellenzweite aus Frankfurt seinen Vorsprung gegenüber den auf Rang drei folgenden Kassel Huskies auf fünf Zähler ausbauen konnte. Bevor man sich richtig umgesehen hat, stand es schon 0:2.

Der erste Torschuss der Eispiraten führte schon zum Tor. Mike Hoeffel zog von der blauen Linie ab und Brett Jaeger, der nach zwei Spielen Pause wieder zwischen die Pfosten zurückkehrte, rutschte die Scheibe durch den Handschuh. Gespielt waren gerade Mal 15 Sekunden. Damit nicht genug: Drei Minuten später zog der stürmende Eispirat nach. Diesmal war Jaeger machtlos.

Die Löwen 2016/17sind aber selbstbewusst und kampfstark genug, um mit solchen Rückschlägen fertig zu werden. Bei einer schönen Kombination verfehlte der Puck knapp das Gehäuse, aber Nils Liesegang stocherte nach und überwand aus der Nähe Torhüter Ryan Nie. Es ging – sehr zur Freude der 3103 Zuschauer - nun fast pausenlos in eine Richtung. Noch waren zehn Minuten nicht um, schon war der Ausgleich da: Matt Tomassoni fuhr ins Angriffsdrittel, umfuhr das Tor, ohne entscheidend gestört zu werden und legte dann zu CJ Stretch quer. Der Kanadier musste nur noch die Kelle reinhalten. Noch bevor die Sirene zum ersten Mal ertönte, traf auch der „dritte Musketier“ aus dieser Reihe. Matthew Pistilli, der Goldhelm (Topscorer) der Löwen, überwand Nie, der bis dahin schon 26 Schüsse abgewehrt hatte (!), mit einem Flachschuss.
Bilderstrecke Löwen schlagen Eispiraten mit 5:2
Die Löwen Frankfurt haben gegen die Eispiraten Crimmitschau mit 5:2 gewonnen. Hier trifft Matthew Pistilli zum 3:2. Es folgen weitere Bilder vom Spiel.Torschütze Matthew Pistilli (Frankfurt, 36) feiert sein 3:2 Treffer.Schussversuch durch die Beine von Matthew Pistilli (Frankfurt, 36) gegen Goalie Ryan Nie (Crimmitschau)


Die Löwen haben das Tempo noch einmal erhöht, wohlwissend, dass die Auswechselbank der Gäste sehr leer ausschaut. Trainer Paul Gardner konnte vier komplette Sturmreihen und drei Verteidiger-Paare aufs Eis schicken, die Gäste reisten lediglich mit 13 Feldspielern an, was vermuten ließ, dass die Frankfurter am Ende mehr Kraftreserven haben würden.  Doch zunächst einmal bedurfte es eines Powerplays, um auf 4:2 davon zu ziehen. Pawel Dronia zog ab und Brett Breitkreuz fälschte im Slot ab. Mit zunehmender Dauer sah es fast ständig so aus, als wenn die Frankfurter mit einem Mann mehr spielen würden. Minutenlang setzten sie sich in der gegnerischen Zone. Der meistbeschäftigte Mann auf dem Eis war Eispiraten-Torhüter Nie, der bis zur Schluss-Sirene des Matches 54 Schüsse auf sein Gehäuse bekam.

Weitere Treffer waren eigentlich nur noch eine Frage der Zeit. Doch im Schlussdrittel ließen es die Löwen ruhiger angehen. Es schien, als würden sie sich mit dem Sieg begnügen, das Resultat nur noch verwalten. Um Kräfte für das Derby in Bad Nauheim am kommenden Freitag zu sparen. Das einzig Aufregende war nur noch der Boxhieb von Brett Breitkreuz, der ein Foul am Bruder Clarke gesehen haben will. Da die Partie aber ansonsten sehr fair war, ließ der Unparteiische alle Protagonisten auf dem Eis. Als der Gäste-Keeper das Tor verließ, um vielleicht mit sechs Feldspielern etwas zu reißen, sorgte Richie Mueller ins verwaiste Tor für den 5:2-Endstand.
 
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