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Eishockey: Warum Löwen-Sportdirektor Franz Fritzmeier erneut auf Max Faber baut

Von Als Franz Fritzmeiers Anruf kam, überlegte Max Faber nicht lange. Mit dem Löwen-Sportdirektor arbeitet er nicht das erste Mal zusammen. Und von Frankfurt ist er sowieso begeistert.
Zurück auf dem Frankfurter Eis: Max Faber. Foto: Huebner/Roith (imago sportfotodienst) Zurück auf dem Frankfurter Eis: Max Faber.
Frankfurt. 

Wenn es einen Spieler gibt, dem Franz Fritzmeier vertraut, dann Maximilian Faber. Es ist nun das fünfte Mal, dass der Sportdirektor der Löwen Frankfurt den Eishockey-Verteidiger verpflichtet hat. Als Trainer holte er ihn nach Duisburg, Köln und Krefeld, als Sportdirektor kurz vor den DEL2-Play-offs in der vergangenen Saison als Leihspieler und nun – als Reaktion auf die langwierige Verletzung von Mike Card – fest nach Frankfurt. „Wir hatten großes Glück, zu einem solch späten Zeitpunkt einen so starken Spieler wie Max bekommen zu haben. Er ist sehr gut ausgebildet, ein Allrounder, schon mit Erfahrung aus der DEL, kennt auch die Spielweise in der DEL 2. Und er hat noch Luft nach oben“, sagt Fritzmeier über den 25-Jährigen.

„Jetzt muss ich wohl liefern“, sagt Max Faber zur Lobrede seines Mentors. Das Angebot der Löwen sei das Beste, was ihm hätte passieren können, meint er selbst. „Ich war bei meinem ersten kurzen Engagement in Frankfurt begeistert. Nachdem mir in Krefeld im Sommer gesagt wurde, dass man für die kommende DEL-Saison trotz eines gültigen Vertrages mit mir nicht plant, hat mich Franz Fritzmeier angerufen“, berichtet Faber vom Zustandekommen der neuerlichen Zusammenarbeit. Lang überlegen musste er nicht: „Ich habe sofort zugesagt. Mir gefällt das Konzept mit dem gesunden Gleichgewicht zwischen älteren und jungen Spielern sowie dem Ziel Aufstieg.“

Selbst ist er erst ein Mittzwanziger, doch Fritzmeier hat ihm eingeimpft, dass er schon zu den Routiniers zählt, die Verantwortung übernehmen müssen. Einerseits mit Leistung auf dem Eis: „Ich habe schon in der DEL gespielt und will möglichst bald mit den Löwen wieder dorthin, als Stammspieler in tragender Rolle“, sagt Faber. Und andererseits als erfahrener Helfer für die jungen Förderlizenzspieler. Seine eigene Karriere begann im Nachwuchs der Iserlohn Roosters, recht spät, erst mit zehn Jahren. Der Vater war Boxer, Eishockey in der Familie kein Thema. Bis eine Zeitungsanzeige den jungen Max zu einem neu gegründeten Inlinehockey-Verein lockte. „Im Sommer spielten immer einige Eishockeyspieler mit. Einer meinte, ich hätte Talent, um auch auf dem Eis zu spielen, und lud mich zu einem Probetraining ein“, erinnert er sich.

Das Eishockey-Fieber hat Faber dann schnell infiziert: „Ein schnelles Spiel. Jede Situation ist anders, Du musst nicht nur individuell funktionieren, sondern in erster Linie als Mannschaft. Einfach toll!“

Mit 15 spielte er bereits in der Deutschen Nachwuchs Liga (DNL/U 18). „Nachdem wir im zweiten Jahr abgestiegen waren, wollte ich weiter DNL spielen und bin deshalb zu den Eisbären gegangen.“ In Berlin machte er sein Abitur, nahm an der U 18-WM sowie später U 20-WM teil mit Leon Draisaitl und Dominik Kahun, die mittlerweile in der NHL spielen. In Berlin bekam Max Faber 2012/13 auch seine ersten fünf Einsätze in der DEL-Meistermannschaft: „Die Premiere war der helle Wahnsinn. Gegen wen es ging, weiß ich nicht mehr. Nur dass ich auf der Bank hockte und das Spiel verfolgte, als mich Trainer Don Jackson plötzlich aufs Eis schickte. Zur Entlastung, als Stürmer der vierten Reihe. Mir haben die Knien gezittert. Aber ein Gegentor haben wir nicht kassiert.“

Das folgende Jahr indes war das schlimmste in seiner Karriere, in Crimmitschau passte nichts zusammen. Eine Erlösung war der Anruf von Fritzmeier, der ihn kurz vor dem Saisonende nach Duisburg holte. So wie später in die DEL nach Köln und Krefeld. Zwischendurch bekam er als Förderlizenzspieler Eiszeiten in der DEL 2 in Dresden und in Heilbronn. Zuletzt wurde er im Januar von Krefeld nach Frankfurt abgeschoben: „Das ist der Nachteil, wenn es in der DEL keinen Abstieg gibt. Teams, die keine Chance mehr auf die Play-offs haben, verleihen Spieler, um Geld zu sparen. Eine klare Wettbewerbsverzerrung“, meint er.

Faber indes durfte so für die Löwen spielen. Die letzten zehn Matches der Hauptrunde. Und in den Play-offs. „Eine tolle Zeit. Dass wir die Serie gegen Kassel nach 0:2 noch gedreht haben, war super. Die Stimmung in der Halle kann mit jedem Tempel in der DEL mithalten. Und ich habe so oft es ging die Innenstadt besucht, die mir sehr gefällt“, schwärmt er, der nach seiner Rückkehr nun in Heusenstamm wohnt, vor den Toren der Stadt – und sich sehr auf die neue Saison freut: „Das System ist gut, die Trainer verstehen was vom Eishockey, das habe ich sofort gesehen. Sie sind ständig dabei, uns einzeln und als Mannschaft zu verbessern. Das kann eine geile Runde werden!“

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