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Löwen Frankfurt: Wieder ein Titelkandidat

Von Eine Woche nach dem vorgezogenen Freiluft-Event „Summer Game“ startet die Deutsche Eishockey Liga (DEL) 2 in die neue Saison. Die drei hessischen Vertreter wollen in die am 7. März beginnenden Play-offs einziehen.
Frankfurts Torjäger-Duo Richard Mueller (r.) und Patrick Jarrett jubeln beim „Summer Game“ gegen Kassel, das mit 4:5 n.V. verloren wurde. Foto: bild pressehaus (www.bild-pressehaus.de) Frankfurts Torjäger-Duo Richard Mueller (r.) und Patrick Jarrett jubeln beim „Summer Game“ gegen Kassel, das mit 4:5 n.V. verloren wurde.
Frankfurt. 

Das Negative vorneweg: Es wird nach wie vor keinen Aufsteiger in die DEL geben. Die Verzahnung mit dem Oberhaus kommt frühestens 2019, falls es zu einer Einigung mit der DEL kommt. Neu sind in der DEL 2 hingegen einige Regeln. Die wichtigste: Tor oder nicht Tor, dies kann ab sofort per Videobeweis entschieden werden. Und die Verlängerung wird wie im Oberhaus mit Drei gegen Drei gespielt, was mehr Sudden Death als bisher verspricht.

Neu ist auch die Zusammenstellung der Liga: Der Oberliga-Meister Bayreuth Tigers rückt für Vizemeister Bremerhaven auf, der in der DEL die ausgestiegenen Hamburg Freezers ersetzt. Neu in der DEL 2 sind auch einige namhafte bisherige DEL-Spieler: An erster Stelle Torjäger Ivan Ciernik (Köln, Augsburg, Hannover), der nun für Crimmtschau stürmt, und Ex-Nationalspieler Sebastian Osterloh: Der Ex-Löwe, der auch mit Frankfurt geliebäugelt hatte, verstärkt Kaufbeuren. Ein weiterer Ex-Löwe, der ungarische Nationalspieler Márton Vas, verteidigt nun für die Wölfe Freiburg, die sich mit den Tschechen Radek Duda und Torwart Lukas Mensator zwei Hochkaräter angelten.

Info: EC Bad Nauheim

Trainer Petri Kujala will in seiner dritten Saison in Bad Nauheim erneut die Play-offs in den Kurpark bringen. Das stark skandinavisch geprägte Team hat seine Stärken zwischen den Pfosten –

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Als Titelkandidaten gelten der fast unverändert gebliebene Vorjahresprimus Bietigheim Steelers sowie die Dresdner Eislöwen, die unter Bill Stewart die erfolgreichste Mannschaft im Februar/März waren. Ebenso genannt werden aber Titelverteidiger Kassel Huskies und die Löwen Frankfurt, die mit geschätzten 3,4 Millionen Euro den höchsten Etat der Liga haben dürften. Bei den Hessen sitzt der Stachel des blamablen Scheiterns im Play-off-Viertelfinale 2016 – vier glatte Niederlagen gegen Kassel – tief. Daher überrascht es nicht, dass die Fans beim ersten Heimspiel am 23. September gegen Ravensburg nur acht Spieler aus der Vorsaison auf dem Eis sehen werden. Zwei andere verbliebene Cracks müssen verletzungsbedingt noch zuschauen: Matt Tomassoni (Fußoperation) voraussichtlich noch sechs, sieben Wochen, Scorer-King Nick Mazzolini (Hüftoperation) voraussichtlich bis Januar.

Die Löwen stellen ein körperlich robustes Team. Die Spieler wiegen im Schnitt 88,4 Kilo, da kommt nur Kassel mit. Der Kader bleibt stark nordamerikanisch geprägt. Neun Akteure stammen aus Übersee, sechs Nachwuchskräfte haben bereits jenseits des Ozeans das harte kanadische oder US-amerikanische Eishockey kennengelernt.

Info: Kassel Huskies

Vom Jäger zum Gejagten: In der vergangenen Saison hatte Kassel niemand auf der Rechnung, nun gehören die Huskies automatisch zu den Titelfavoriten.

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In der Kabine wird das amerikanisch gefärbte Englisch vorherrschen. Denn auch die beiden Coaches stammen aus dem Mutterland des Eishockeys. Das Training leitet der 60 Jahre alte Paul Gardner, zuletzt in Diensten der Lausitzer Füchse. Rich Chernomaz ist in erster Linie Sportlicher Direktor, er steht aber Gardner als gleichberechtigter Trainer zur Seite.

Der Frankfurter Kader:

Tor: Brett Jaeger (33 Jahre/zuletzt Dresden), Florian Proske (20/Kassel), Justin Schrörs (22/Essen). – Abwehr: Brett Tomassoni (27/US-Amerikaner/seit 2015), Pawel Dronia (27/Bremerhaven), David Cespiva (29/seit 2013), Mike Card (30/seit 2015), Eric Stephan (22/Kassel), Joel Keussen (25/Bad Nauheim), Maximilan Gläßl (19/Juniorenliga Kanada). – Sturm: Patrick Jarrett (32/Kanadier/Landshut), Richard Mueller (34/seit 2013), Nils Liesegang (29/seit 2012), C. J. Stretch (27/US-Amerikaner/Rosenheim), Brett Breitkreuz (27/seit 2015), Clarke Breitkreuz (25/seit 2013), Matthew Pistilli (27/Kanadier/Esbjerg, Dänemark), Lukas Laub (22/seit 2015), Dennis Reimer (23/seit 2014), Eddy Rinke-Leitans (25/inaktiv), Roman Pfennings (23/US-College-Liga), Ricco Ratajczyk (20/Juniorenliga Kanada).

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