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Löwen Frankfurt: Woran die Löwen vor dem Derby noch arbeiten müssen

Von Irgendwann musste es ja mal kommen: Ein schwaches Wochenende der Eishockey-Löwen aus Frankfurt. Und die Verletztenliste wird immer länger. Und bald kommt das Derby gegen Bad Nauheim.
Da konnte Dennis Reimer (links) noch mit Lukas Laub jubeln: Gerade hatte er den Treffer seines Teamkollegen zum 5:3 gegen Heilbronn vorbereitet. Dann kam die Verletzung . . . Foto: pressehaus/heinen (www.bild-pressehaus.de) Da konnte Dennis Reimer (links) noch mit Lukas Laub jubeln: Gerade hatte er den Treffer seines Teamkollegen zum 5:3 gegen Heilbronn vorbereitet. Dann kam die Verletzung . . .
Frankfurt. 

Mit 15 Punkten aus acht Spielen und Platz vier kann das DEL2-Team aus der Main-Metropole zufrieden sein. Da tut auch die zweite Auswärtsniederlage in Folge nicht so weh. Was allerdings unbefriedigend war, das waren die Leistungen der Gardner-Schützlinge beim 6:4 gegen die Heilbronner Falken sowie beim 1:3 bei den Eispiraten Crimmitschau.

Nach dem Heimspiel gegen die Württemberger zeigte sich der Trainer noch zufrieden, da seine Jungs trotz einer nicht berauschenden Form den Weg zum Sieg gefunden hatten. Nicht zum ersten Mal übrigens: Die Kampfmoral scheint eine der Stärken der Löwen in dieser Saison zu sein.

45,5 Stunden später beim Gastspiel in Sachsen war davon aber wenig spürbar. Das Abwehrverhalten, ohnehin im bisherigen Saisonverlauf eher der wunde Punkt, war mangelhaft. Zum ersten Mal lief aber auch in der Offensive wenig zusammen. Das sonst blinde Verständnis war nicht zu erkennen. Die Pässe kamen zu ungenau, Puckverluste im Spielaufbau ermöglichten den Gastgebern immer wieder gefährliche Konter. Die führten in der 29. Minute auch zum K. o. Die Treffer, die Dominic Walsh und Mike Hoeffler binnen 14 Sekunden erzielten, glichen sich wie ein Ei dem anderen. Die Frankfurter hatten die Scheibe, verloren sie und der starke Brett Jaeger, der jeweils mit den Schonern zunächst abwehren konnte, war beim Nachschuss machtlos. Genau dieses schlampige Spiel seine Mannschaft im zweiten Drittel ärgerte auch Coach Gardner, der später vor allem das zu sorglose Verhalten in der Defensive anprangerte. 8:17 lautete das Schussverhältnis im Mitteldrittel.

Diesmal klappte es aber auch mit der Rückkehr ins Spiel nicht. Sicher: Die Löwen waren nun aufgewacht, was auch 16:8-Schüsse in den letzten 20 Minuten demonstrieren. Aber es fehlte der Zug zum Tor, der Biss. Außer einem Treffer von Clarke Breitkreuz sprang gegen den starken Torwart Ryan Nie nichts Zählbares heraus. Auch, weil die bis dahin ungewöhnlich zahmen Löwen zwischen der 55. und 59. Minute mit nur vier Feldspielern auskommen mussten, was keine gute Voraussetzung für eine Aufholjagd ist.

Viele Strafzeiten

Die Strafzeiten sind schon ein Problem: Insgesamt 142 Minuten saßen die Frankfurter Kufenflitzer in acht Spielen in der Kühlbox. Das bedeutet, dass pro Partie durchschnittlich 18 Minuten, also fast ein ganzes Drittel lang, nur vier Löwen-Feldspieler auf dem Eis waren. Umgekehrt kamen die Frankfurter bisher nur 43 Mal in den Genuss eines Powerplays.

Ein weiteres Problem ist die Verletztenliste. Die beiden überragenden US-Amerikaner Nick Mazzolini und Matt Tomassoni haben nach Operationen noch kein Spiel bestreiten können. Der beste Frankfurter Verteidiger läuft noch auf Krücken herum, Mazzolini dürfte gar erst im nächsten Jahr einsatzfähig sein. Nun mussten die Löwen auch auf ihren besten Torjäger der beiden vergangenen Jahre verzichten. Trainer Paul Gardner hofft, Richie Mueller am Freitag im Derby gegen die Roten Teufel Bad Nauheim (19.30 Uhr) wieder einsetzen zu können. Mehrere Monate lang wird der Coach aber auf Denis Reimer verzichten müssen, der nach seiner Verletzung im Heilbronn-Spiel an der Schulter operiert werden muss. Der Mittelstürmer der dritten Reihe wird besonders wegen seiner Defensiv-Qualitäten vermisst. Der stämmige Zwei-Meter-Mann (104 Kilo) spielt eine ganz große Rolle in Unterzahl, ist zudem Leader der Defensiv-Reihe. Zudem hat der 23-Jährige auch spielerisch große Fortschritte gemacht, was auch seine drei Treffer und drei Assists in sieben Spielen unterstreichen. Einziger Trost: Wenn es in die entscheidende Phase der Meisterschaft gehen wird, werden die Löwen noch einige Trümpfe aus dem Ärmel ziehen können.

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