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Löwen Frankfurt: Zweiter Sieg für die Löwen in Folge

Von Mit zwei Siegen etablierten sich die Löwen Frankfurt in der Spitzengruppe der DEL2. Beim 4:1 gegen Bietigheim spielten sie 60 Minuten lang konzentriert, in Kaufbeuren (4:3) mit großer Kampfmoral.
Laola von Clarke Breitkreuz (Frankfurt, 71), Jubel nach dem Sieg gegen die Tabellenführer Bietigheim Steelers- Die Frankfurter Löwen feiern
am 11. Spieltag der Saison 2016/2017 das 4:1. Foto: Bild Pressehaus Laola von Clarke Breitkreuz (Frankfurt, 71), Jubel nach dem Sieg gegen die Tabellenführer Bietigheim Steelers- Die Frankfurter Löwen feiern am 11. Spieltag der Saison 2016/2017 das 4:1.
Frankfurt. 

Obwohl der Frankfurter Eishockey-Zweitligist seit Wochen mit einem verkleinerten Aufgebot antreten muss, zeigen sie recht wenig Spuren von Müdigkeit. Im Mitteldrittel läuft es zwar oft nicht so gut, da unterlaufen unter Druck schon Mal Konzentrationsfehler. Doch die werden dann in der Schlussphase – meist mit Erfolg – mit einer unglaublichen Energieleistung ausgebügelt.

Es gibt auch Ausnahmen: Spiele, in denen es nichts auszubügeln gibt. Ein solches war das Spitzenduell gegen den souveränen Tabellenführer Bietigheim Steelers. „Das war unser bestes Saisonspiel. Wir waren 60 Minuten lang voll konzentriert“, lobte Trainer Paul Gardner, während Steelers-Coach Kevin Gaudet anerkennend feststellte, wie „groß der Siegeswille der Löwen war. Und wie stark Brett Jaeger gehalten hat“.

Schade, dass die meisten Sitzschalen unbesetzt geblieben waren. Nur 3317 Zuschauer fanden den Weg an den Ratsweg. Die Löwen-Fans, die nicht da waren, dürfen es bereuen. Sie hätten 60 Minuten lang ein enges Match zwischen zwei starken Teams erlebt, in dem die Löwen gleich mit dem ersten Angriff durch Brett Breitkreuz in Führung gingen. Mit der Führung im Rücken hielten sich die Löwen strikt an die Anweisungen von Gardner: Sie spielten nicht ganz so offensiv wie sonst, sondern kontrolliert und gut sortiert, störten wirkungsvoll die einstudierten Spielzüge der Schwaben, denen bei ihren Chancen vom Tausendsassa Jaeger im Kasten der Löwen immer wieder der Zahn gezogen wurde. Auf der anderen Seite erwischte Sinisa Martinovic einen seiner schwächeren Tage. Beim 2:0 durch C. J. Stretch verschätzte er sich.

Wichtig war die Kondition der Löwen, die hinten mit „fünfeinhalb“ Verteidigern operierten. Der grippekranke Joel Keussen war nicht dabei, dafür erstmals nach einer fast dreimonatigen Pause (Knöchel-OP) Matt Tomassoni, der zumindest Kurzeinsätze fuhr.

Als Bietigheim im Schlussabschnitt aufs Tempo drückte, wurden sie von den Frankfurtern mit ihren eigenen Waffen geschlagen. Diese verteidigten sehr konzentriert, störten nach wie vor sehr früh und nutzten ihre Konter eiskalt. Clarke Breitkreuz traf zum 3:0, der Anschlusstreffer von Benjamin Zientek (56.) ließ nur kurz etwas Spannung aufkommen. Nur zwei Minuten später machte Lukas Laub mit einem Treffer ins leere Tor den Sieg perfekt (58.).

Matchwinner Liesegang

Ihre Zugehörigkeit zum Spitzentrio untermauerten die Frankfurter auch im Allgäu. Sicher half auch ein wenig das Glück nach. Aber ausschlaggebend war die Moral des Löwen-Rudels, das aufgrund eines katastrophalen Mitteldrittels sieben Minuten vor Schluss noch mit 1:3 zurücklag. „Hut ab, dass die Mannschaft nach den Fehlern und nach der Spieldauerstrafe von Brett Breitkreuz nicht resignierte, sondern bis zum Schluss um den Punktgewinn bemüht war. Die Jungs haben bewiesen, dass sie viel Charakter besitzen. Sie haben schon öfters bei Rückständen bewiesen, dass sie sich gegen drohende Niederlagen vehement aufbäumen können“, lobte Gardner sein Team, das wieder blitzschnell in Führung gegangen war (Jarrett nach 88 Sekunden).

Auf 2:3 verkürzte Eddy Rinke-Leitans. Die Löwen blieben dran und mobilisierten die letzten Reserven. Als der Kaufbeurer Michael Fröhlich 40 Sekunden vor der Sirene in die Kühlbox musste, nahm Gardner den starken Keeper Florian Proske vom Eis und ließ sechs Feldspieler gegen vier spielen. Mit Erfolg: Topscorer Stretch gelang 21 Sekunden vor Schluss das 3:3.

Nun wollten die Löwen noch mehr. Sie dominierten in der Verlängerung und kamen nach einem schlechten Wechsel der Kaufbeurer durch Nils Liesegang zum 4:3-Siegtreffer. Es war übrigens der zwölfte Sieg über Kaufbeuren in Folge. Die letzte Niederlage gegen die Allgäuer erlitten die Frankfurter am 25. März 1997. Da verloren sie in Kaufbeuren 1:4.

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