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Frankfurt Skyliners: 68:70-Krimi: Play-offs für Skyliners kaum noch erreichbar

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Frankfurts Niklas Kiel (r.) bremst Ludwigsburgs Tekele Cotton.	F: Imago Foto: imago sportfotodienst (imago sportfotodienst) Frankfurts Niklas Kiel (r.) bremst Ludwigsburgs Tekele Cotton. F: Imago
Ludwigsburg. 

Gordon Herbert war sauer. Nicht auf sein Team, das beim direkten Play-off-Konkurrenten Ludwigsburg einen 14-Punkte-Rückstand wettgemacht und kurz vor dem Sieg gestanden hatte. Es waren die Schiedsrichter, die den kanadischen Basketball-Trainer der Skyliners bei der bitteren 68:70 (37:41)-Niederlage auf die Palme brachten. Speziell bei einer Szene im zweiten Viertel. Als Ludwigsburgs Spielmacher Clifford Hammonds zum 25:23 traf, war die 24-Sekunden-Angriffszeit für die Gastgeber praktisch abgelaufen.

Mit bloßem Auge war nicht zu erkennen, ob der Ball die Hand des Ludwigsburger Topscorers noch rechtzeitig verlassen hatte. Doch Schiedsrichter Moritz Reiter gab die Zähler, ohne sich die Szene im Videobeweis anzuschauen – zudem noch einen Bonusfreiwurf zum 26:23, weil Frankfurts Center Mike Morrison Hammonds gefoult hatte. „Ich habe den Schiedsrichter gebeten, er soll sich das Instant Replay anschauen. Aber er hat sich geweigert. Ich verstehe das nicht, dafür ist das System doch da“, kritisierte Herbert. Nach der Partie brachte der Videobeweis auch nicht endgültige Klarheit: Bestenfalls eine Zehntelsekunde vor Ablauf der 24 Sekunden verließ der Ball die Hand Hammonds. Das wäre gerade noch regelkonform.

Es war eine wegweisende Szene. Denn ohne diese drei Punkte hätten die Frankfurter die umkämpfte und unterhaltsame Partie möglicherweise gewonnen und damit ihre Chancen auf die Play-offs in der Bundesliga deutlich verbessert. So aber ist der Einzug ins DM-Viertelfinale in weite Ferne gerückt. Frankfurt weist nun vier Punkte Rückstand auf Ludwigsburg auf, das als Achter auf dem letzten Play-off-Platz rangiert und hat zudem äußerst unglücklich den direkten Vergleich verloren. Das Hinspiel hatten die Hessen 65:63 gewonnen. Immerhin können sie nun etwas befreiter in die nächsten zwei Heimspiele gegen Braunschweig (Sonntag: 15.30 Uhr) und Göttingen (19. März) gehen. Zu verlieren hat Frankfurt jetzt nicht mehr viel.

Morrison vergibt Sieg

„Ich bin dennoch sehr glücklich, wie wir uns nach dem deutlichen Rückstand wieder zurückgekämpft haben. Am Ende hatten wir einige Chancen, das Spiel noch für uns zu entscheiden, letztlich hat es aber nicht sein sollen“, sagte Herbert. Die Skyliners führten vor 4000 Zuschauern anfangs 6:1 und gerieten im dritten Viertel mit 43:57 ins Hintertreffen. Spielmacher Kwame Vaughn traf zwar 15 Punkte, war aber als Passgeber erneut ein Totalausfall (0 Assists). Auch Shavon Shields (5 Punkte) und Mike Morrison (0) erwischten einen schwarzen Tag. Beste Frankfurter waren AJ English (22), Niklas Kiel (8) und Quantez Robertson (9).

Mit guter Moral kämpften sich die Frankfurter zurück. Sie profitierten dabei davon, dass Ludwigsburg nur drei Tage nach dem Champions-League-Spiel gegen Klaipeda (Litauen) müde wurde. English brachte die Skyliners fast im Alleingang auf 66:67 heran. Und beim Stand von 68:69 avancierte Morrison zur tragischen Figur. Gleich dreimal vergab der Center recht einfache Korbleger zum möglichen Sieg. Etwas unverständlich schien, weshalb der taktisch sonst so clevere Herbert in der letzten Spielminute Kiel auf der Ersatzbank ließ und Morrison einsetzte, dem an diesem Samstagabend von Anfang an nichts gelingen wollte.

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