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Skyliners: Auf eigenen Füßen

Von Will Shields (45) war ein NFL-Star im American Football. Seinen Sohn zog es hingegen zum Basketball. In Frankfurt spielt er seine erste Profi-Saison.
Gehört in seinem ersten Profi-Jahr zu den Leistungsträgern in Frankfurt: Shavon Shields. Foto: JOACHIM STORCH (Pressefotografie Storch/Bad HG) Gehört in seinem ersten Profi-Jahr zu den Leistungsträgern in Frankfurt: Shavon Shields.
Frankfurt. 

Sein Weg schien vorgezeichnet. Als Shavon Shields 1994 geboren wurde, reifte sein Vater in der US-Profiliga NFL gerade zu einem Star im American Football: Will Shields, ein Bär von einem Mann, 143 Kilo schwer, 1,91 Meter groß, spielte von 1993 bis 2006 für die Kansas City Chiefs. Er wurde dreimal ins Allstar-Team der Liga gewählt und nach seiner Karriere 2015 in die „Hall of Fame“ aufgenommen. Manche Fans der Chiefs hofften damals, sein Sohn Shavon würde einmal in seine Fußstapfen treten.

Doch der Filius ging seinen eigenen Weg. „Ich mochte American Football nicht wirklich“, erinnert sich der heute 22-jährige Shavon an seine Kindheit. Zwar nahm er an einem Training teil. Doch der Coach stellte ihn auf dieselbe Position seines Vaters: Guard. Und dort musste er die Gegner vor einer Attacke auf den Quarterback abhalten. Er braucht also Körpermasse. „Doch ich war recht klein damals“, sagte Shavon. Vielleicht eine Ausrede. Denn er wusste frühzeitig, wohin es ihn tatsächlich zieht. „Ich habe schon als kleiner Junge Basketball gespielt, so lange ich mich erinnern kann.“ Und zum Glück hatte er einen verständnisvollen Vater. „Er hat mich frei entscheiden lassen.“

Heute ist Shavon Shields 1,98 Meter groß, sieben Zentimeter größer als sein Vater. Er wiegt knapp 100 Kilo und spielt bei den Skyliners seine erste Saison als Basketball-Profi. Kurz vor Weihnachten kam Will Shields in Frankfurt vorbei und schaute sich zwei Spiele seines Sohnes an. Und der schlägt sich bisher bemerkenswert gut. Shavon Shields gehört zu den wenigen positiven Überraschungen in der Mannschaft, ist mit durchschnittlich 14,1 Punkten pro Partie der zweitbeste Werfer im Team hinter AJ English (15,2 Punkte). „Es geht gut. Ich fühle mich wohl und genieße es sehr“, sagt der 22-Jährige über sein erstes Abenteuer außerhalb der USA.

Freilich träumt auch er vom Sprung in die US-Profiliga NBA. Auszuschließen ist das nicht. Bisher führte sein Weg im Basketball stets nach oben. Bis zum Sommer 2016 spielte Shavon Shields auf dem US-College für das Team Nebraska Cornhuskers. Dort erzielte er in vier Jahren mehr als 1500 Punkte und holte über 600 Rebounds – das hatten vor ihm in der Nebraska-Historie lediglich vier weitere Spieler geschafft.

Stetig bergauf

In Frankfurt träumt der junge Mann mit der Starkstrom-Frisur derzeit von einem furiosen Saison-Endspurt. „Wir wollen noch in die Play-offs kommen.“ Der jüngste 92:56-Kantersieg gegen Braunschweig gebe dem Team Mut: „Darauf wollen wir aufbauen.“ Und am Sonntag (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen den Tabellenzwölften BG Göttingen nachlegen. Selbst wenn es in dieser Saison nicht mit den Play-offs klappen sollte, wonach es aussieht, erhält Shields womöglich eine zweite Chance in Frankfurt. Der Club besitzt eine Option, seinen im Sommer auslaufenden Einjahresvertrag bis 2018 zu verlängern.

Während Shavon also sein Glück im Basketball gefunden hat, könnte Papa Will Shields sogar noch einen „Nachfolger“ finden. Shavons 17-jähriger Bruder Solomon jagt derzeit auf dem US-College dem American-Football-Leder hinterher.

Es ist eine sehr sportliche Familie. Auch Shavons Schwester Sanayika (24) spielt Basketball, seine Mutter Senia, eine gebürtige Dänin, kickte einst für die U 20-Fußball-Mannschaft Dänemarks. Deshalb besitzt Shavon neben dem amerikanischen Pass auch einen dänischen. Und freilich die lebenslange Unterstützung seines Vaters.

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