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Basketball: Das Rechnen beginnt: Skyliners vor Endspurt

Von Noch elf Spieltage stehen an. Und vor dem Heimspiel am Sonntag gegen Aufsteiger Gotha hat sich ein weiterer Basketballer der Frankfurter im Training verletzt.
Nur aufs nächste Spiel fokussiert: Gordon Herbert. Foto: Heiko Becker (imago sportfotodienst) Nur aufs nächste Spiel fokussiert: Gordon Herbert.
Frankfurt. 

Allmählich beginnt das große Rechnen. Nicht in der Öffentlichkeit, so weit würde Trainer Gordon Herbert nicht gehen. Aber vermutlich hinter den Kulissen. Noch elf Spiele stehen für seine Fraport Skyliners in der Hauptrunde der Basketball-Bundesliga an. Die Chancen sind da, das große Ziel Play-offs zu erreichen. Deshalb dürften die Blicke bereits auf mögliche Gegner gehen und darauf, welche Platzierung vielleicht machbar ist. Doch weil das Viertelfinal-Ticket noch lange nicht gesichert ist und das Rennen äußerst spannend verläuft, bleibt Gordon Herbert seiner Maxime treu: Geredet wird nur über das nächste Spiel. Und in diesem steht sein Team nach der überraschenden Niederlage am vergangenen Sonntag in Göttingen in der Pflicht: Im Heimspiel am Sonntag (17.30 Uhr) gegen den Tabellenvorletzten Rockets zählt nur ein Erfolg. Der Aufsteiger aus Gotha hat im Saisonverlauf erst vier Siege erzielt und gilt neben dem abgeschlagenen Schlusslicht Walter Tigers Tübingen als designierter Absteiger in die zweite Liga.

Der Star in der Mannschaft der Rockets ist der 22 Jahre alte Nationalspieler Andreas Obst, der den Club nach dieser Saison vermutlich verlassen wird. In Center Johannes Richter kehrt zudem ein ehemaliger Frankfurter in die Arena in Unterliederbach zurück.

Herbert musste unter der Woche einen erneuten Rückschlag verkraften. Ein weiterer Spieler verletzte sich im Training und wurde gestern mit einer Computertomographie untersucht. Wer dieser Spieler sei, wollte Herbert nicht verraten. Nur, dass es „ein wichtiger Spieler“ sei. Der Kampf um die Play-off-Plätze sei daher „nicht wirklich in meinem Fokus“, so Herbert. „Ich versuche vielmehr, die Spieler gesund zu bekommen und mit ihnen das Bestmögliche herauszuholen.“

Der 59 Jahre alte Kanadier weiß, dass sich sein Team keinen Ausrutscher gegen Gotha erlauben darf. Als Tabellenachter belegen die Skyliners derzeit den letzten Play-off-Platz. Würzburg (9.) folgt nach Pluspunkten gleichauf dahinter. Auch vom Tabellenzehnten Ulm droht noch Gefahr, wenngleich das Team um Spielmacher Per Günther nach vier Niederlagen in Folge in einer zweiten Saisonkrise steckt.

Das Problem: Als Tabellenachter würden die Skyliners im Viertelfinale auf den Titelfavoriten FC Bayern treffen. Der souveräne Spitzenreiter bewies am Mittwoch mit dem Einzug ins Halbfinale des zweithöchsten europäischen Vereinswettbewerbs Eurocup erneut seine Klasse. Gegen die tief besetzte Bayern-Mannschaft wären die Frankfurter in einer Play-off-Serie wohl nahezu chancenlos.

Neun Spiele in 30 Tagen

Das zweite Problem: Sich von Rang acht weiter nach oben zu arbeiten, dürfte schwer werden. Zwar liegt Bamberg punktgleich vor den Frankfurtern auf Platz sieben. Doch der deutsche Meister aus Oberfranken dürfte in den nächsten Wochen wieder besser in die Spur kommen, nachdem das Vakuum auf dem Trainerposten behoben und der erfahrene Luca Banchi verpflichtet wurde. Davor liegen Bonn (5.) und Oldenburg (6.) jeweils vier Punkte entfernt. Auf beide Teams treffen die Skyliners noch in ihrem schweren Restprogramm. Sie spielen noch gegen Gotha, in Bonn, gegen Gießen, gegen Weißenfels, in Bayreuth, gegen den FC Bayern, in Bremerhaven, gegen Bamberg, in Berlin, gegen Jena und in Oldenburg – und müssen davon wohl mindestens sechs, sieben Begegnungen gewinnen, um sich den Play-off-Traum zu erfüllen.

„Nach Ostern haben wir neun Spiele in 30 Tagen. Das ist viel“, betont Herbert. Noch nicht ein einziges Mal in dieser Saison stand ihm sein kompletter Kader wegen Verletzungen oder Krankheiten zur Verfügung. „Und das wird auch am Sonntag gegen Gotha so sein“, bedauert Herbert.

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