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Frankfurt Skyliners: Der Assistent als Chef

Von Klaus Perwas wird den Basketball-Bundesligisten auch zum Saisonstart als Interims-Cheftrainer betreuen. Der Club steht nun offenbar kurz davor, einen neuen Spielmacher zu verpflichten.
Hat derzeit das Sagen am Spielfeldrand: Klaus Perwas. Foto: JOACHIM STORCH (Pressefotografie Storch, Bad Hg.) Hat derzeit das Sagen am Spielfeldrand: Klaus Perwas.
Frankfurt. 

Wenn zwei sich streiten, freut sich manches Mal ein Dritter, und das sind in dem Fall die Skyliners. Denn durch den Zoff zwischen der Basketball-Euroleague und dem Kontinentalverband Fiba Europe erhalten die Frankfurter als erster deutscher Club die Chance auf den Titel im Intercontinental Cup. Dort treffen die Hessen am Sonntag, 18. September, um 15.30 Uhr auf den venezuelanischen Vertreter Guaros de Lara. Ein Gegner, der laut Skyliners Geschäftsführer Gunnar Wöbke keineswegs zu unterschätzen sei. Setzten sich die Südamerikaner auf ihrem Kontinent doch gegen drei Teams aus Brasilien durch, das in den vergangenen drei Jahren jeweils die Formation stellte, die sich mit der europäischen Konkurrenz maß. Diese stellte bislang stets der Euroleague-Gewinner dar. Doch durch den Zwist auf dem internationalen Parkett läuft die Startplatzvergabe diesmal anders, und die Skyliners als Sieger des Fiba Europe Cup können als erstes deutsches Team den „Weltpokal“-Titel holen.

Es ist vor dem Bundesliga-Auftakt am 23. September in Bamberg der letzte Härtetest für die Hessen, die derzeit ohne ihren am Rücken operierten Cheftrainer Gordon Herbert auskommen müssen. Klaus Perwas, seit 2008 Co-Trainer bei den Skyliners, leitet das Training. Dort fehlt weiterhin Center-Neuzugang Daniel Mayr, der nach seiner Knie-Operation in rund drei Wochen zurück erwartet wird. Zudem sucht der Club weiter einen neuen Aufbauspieler. Mit einem aussichtsreichen Kandidaten verhandele man derzeit, erklärt Wöbke. „Bei unserem Budget bekommst du Qualität nur, wenn du länger wartest.“

Natürlich weiß der Manager, dass nicht mehr viel Zeit bleibt, dass sich die anderen Spieler noch mit dem neuen Mann einspielen müssen. Das tröpfchenweise Eintreffen der bisherigen Neuverpflichtungen erschwert diese Aufgabe laut Perwas sowieso. Dennoch machten „die Jungs einen guten Eindruck“, und gerade Flügelspieler Shavon Shields tue sich hervor. „Man kann sich keinen Besseren wünschen“, lobt der Interims-Cheftrainer. Gestern im Testspiel in Frankfurt gegen Bundesliga-Konkurrent Bayreuth zeigten sich Shields und Co. jedoch nicht von ihrer besten Seite. Die Hessen verloren mit 61:75. Bester Werfer war Max Merz (20 Punkte).

Bislang als zusätzlicher Berater und Scout bei der Zusammenstellung der Mannschaft tätig, hat Perwas durch den Ausfall Herberts jetzt bei allen Einkäufen ein entscheidendes Mitspracherecht. Denn, so Wöbke, man könne von einem Trainer nicht verlangen, mit Spielern zusammenzuarbeiten, von denen er selbst nicht überzeugt ist. Und es sei gut möglich, dass Herbert, der derzeit quasi im Off die Fäden in der Hand hält, erst 2017 wieder in die Halle zurückkehrt. Zum Saisonstart fehle er definitiv.

Die Kriterien für die Neuverpflichtungen seien die gleichen geblieben. In diesem Sommer legten die Skyliners auch besonderen Wert darauf, dass ihre Ausländer nicht nur ein kurzes Gastspiel geben, sondern „uns mindestens das Recht auf eine zweite Saison einräumen“, so Wöbke. So beinhaltet Shields’ Vertrag eine Option für ein weiteres Jahr, Mike Morrison unterschrieb einen neuen Zwei-Jahres-Kontrakt, und Quantez Robertson will sowieso bis zum Ende seiner Karriere in Frankfurt bleiben. Der US-Profi geht in seine achte Saison am Main.

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