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Frankfurt Skyliners: Die Skyliners am Scheideweg

Von Heute Abend gastieren die Skyliners im Bundesliga-Kellerduell in Braunschweig. Gelingt der erhoffte Befreiungsschlag?
Tut sich schwer mit seiner neuen Rolle als Starting-Center: Mike Morrison, vorige Saison noch Ersatz-Center hinter Johannes Voigtmann. Foto: JOACHIM STORCH (Joachim Storch) Tut sich schwer mit seiner neuen Rolle als Starting-Center: Mike Morrison, vorige Saison noch Ersatz-Center hinter Johannes Voigtmann.
Frankfurt. 

Wenn eine Mannschaft nicht mit letzter Leidenschaft kämpft, ist das ein fatales Alarmsignal. Die Clubführung der Skyliners dürfte auch aus diesem Grund Sorgen haben über den weiteren Saisonverlauf. Frankfurts Basketballer sind in den vergangenen Wochen mehrfach nicht als Einheit aufgetreten – zuletzt am Dienstag bei der Champions-League-Niederlage in Nahariya (Israel).

Cheftrainer Gordon Herbert hat knapp zwei Wochen nach seinem verspäteten Saisoneinstand wegen einer Rückenoperation ein kritisches Zwischenfazit gezogen. „Wir müssen als Gruppe noch stärker zusammen finden“, sagte der Kanadier und sprach damit indirekt ein Problem an: den scheinbar fehlenden Zusammenhalt. Der 57-Jährige zweifelt womöglich selbst daran, ob er mit dieser neu zusammengestellten Mannschaft die Trendwende schaffen wird. In der derzeit bedrohlichen Situation gebe es zwei Wege, die ein Team einschlagen könne, so Herbert: „Komplett auseinanderbrechen oder zusammen finden.“

Eine erste Antwort darauf wird es heute (19 Uhr) geben. Im Bundesliga-Kellerduell tritt der Tabellen-15. bei den Löwen Braunschweig (16.) an. Die Niedersachsen, die wie Frankfurt bereits neun Niederlagen auf dem Konto haben, können die Hessen mit ihrem dritten Saisonsieg überholen und auf Rang 16 verdrängen. Damit stünden die Frankfurter nur noch einen Platz vor einem Abstiegsrang, den derzeit Vechta (17.) einnimmt. Wegen des Lizenzentzugs von Hagen gibt es in dieser Saison nur noch einen sportlichen Absteiger.

Zuschauer-Rückgang

Die größten Hoffnungen bei den Frankfurtern trägt derzeit Coach Herbert, unter dem es in den ersten beiden Spielen einen Aufwärtstrend gab. Bei dem Debakel in Israel fehlte er wegen seiner noch nicht ausgestandenen Rückenprobleme. Heute will er seine angeschlagene Truppe zum zweiten Auswärtssieg der Saison führen. Es ist ein Kraftakt: Sein Team verlor die vergangenen sieben Spiele und stellt mit 66,9 erzielten Punkten pro Partie den schwächsten Angriff der Liga. Die Talfahrt wirkt sich auch auf den Zuschauer-Schnitt aus. In den ersten sechs Bundesliga-Heimspielen kamen im Schnitt lediglich 4132 Besucher in die Ballsporthalle – ein Minus von 10,5 Prozent im Vergleich zur Vorsaison. Vielleicht wird die Arena am 11. Dezember erstmals ausverkauft sein – dann kommt Bayern München.

Sorgen hat freilich auch Braunschweig, das unter dem ehemaligen Bundestrainer Frank Menz noch kein Heimspiel gewinnen konnte. „Wir haben auswärts und gegen deutlich über uns stehende Mannschaften weniger Druck als zu Hause gespürt“, gestand Menz. Er hofft, dass der Gegner heute auch nicht befreit aufspielt. „Ich denke, Frankfurt wird auch etwas nervös in dieses Spiel gehen.“

Agva: „Arbeite hart“

Bei den Frankfurtern hapert es an vielen Stellen. Dazu gehört auch die Centerposition. Mike Morrison konnte die Erwartungen als neuer Starting-Center noch nicht erfüllen. Der US-Amerikaner hat bisher nur 6,4 Punkte im Schnitt erzielt. Anfang November schien ihn Teamkollege Mahir Agva mit ansteigenden Leistungen überholt zu haben. Doch der erfahrene Morrison blieb unantastbar; offenbar auch deshalb, weil er mit seiner extrovertierten Art eine der wenigen Führungsfiguren im Team ist. Das 20-jährige deutsche Talent Agva gehörte zuletzt nicht einmal mehr dem Kader an. Neuzugang Ekene Ibekwe bekam den Vorzug.

„Es ist frustrierend“, gestand Agva über seine Verbannung in die Drittliga-Mannschaft. Er will darum kämpfen, möglichst schnell wieder für das Bundesliga-Team auflaufen zu dürfen: „So etwas gehört als Profi dazu. Ich versuche hart im Training zu arbeiten.“ Agva brachte es trotz kürzerer Einsatzzeiten als Morrison auf einen Schnitt von immerhin 7,0 Punkten. Vielleicht erhält der 2,06-Meter-Hüne heute Abend wieder eine Chance.

Weiter nicht dabei sein wird der vierte Centerspieler im Kader. Daniel Mayr muss seinen Saisoneinstand weiter nach hinten verschieben. Das operierte Knie des 21-Jährigen ist nach wie vor nicht stabil genug. „Ich denke, es klappt erst Mitte oder Ende Januar“, meint der ehemalige Bayern-Profi.

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