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Geglückte Revanche

Von Neuzugang Shawn Huff gibt beim Sieg gegen Gießen mit 13 Punkten einen guten Einstand im Trikot der Frankfurter.
Skyliners-Neuzugang Shawn Huff bekam es auch mit dem für Gießen spielenden Marco Völler zu tun. Foto: imago sportfotodienst (imago sportfotodienst) Skyliners-Neuzugang Shawn Huff bekam es auch mit dem für Gießen spielenden Marco Völler zu tun.
Frankfurt. 

Denis Wucherer hatte es geahnt, dass sich bei dieser zweiten Saisonauflage des Hessenduells zwischen den Skyliners und seinen Gießen 46ers die Frankfurter ganz anders präsentieren würden als im Hinspiel im November. Und wirklich musste der Trainer der mittelhessischen Basketballer am Ende der Bundesligapartie in der mit 5000 Zuschauern ausverkauften Ballsporthalle resümieren, dass die seitdem personell noch einmal verstärkten Gastgeber „von der Intensität, der Physis und der mannschaftlichen Geschlossenheit“ her so auftraten, wie es der langjährige Nationalspieler von einem Team erwartete, das wieder von dem Kanadier Gordon Herbert geleitet wird.

Bitter für den 43-Jährigen, der selbst einmal eine halbe Saison lang unter Herbert spielte, war in dem Zusammenhang, dass die Gäste somit ihren Sieg aus dem vorherigen Aufeinandertreffen nicht wiederholen konnten und stattdessen die Hausherren mit 65:61 (33:28) die Oberhand behielten. Allerdings hatten sich die Mannschaften die meiste Zeit über auf Augenhöhe bewegt und so den lautstarken Anhängern auf beiden Seiten eine mitreißende Partie geboten.

Lagen die Skyliners zwischenzeitlich mit einer zweistelligen Punktzahl vorne, hatten die Gießener trotz insgesamt schwacher Wurfquoten die Distanz knapp eine Minute vor der Schlusssirene auf einen Korb verringert. Weil, wie Herbert später respektvoll einräumte, sie nie aufhörten zu kämpfen und wie sein eigenes Team eine gute Defensive aufwiesen. Doch dann war es – wie schon beim letzten Spiel 2016 in Tübingen – AJ English, der im entscheidenden Moment die Nerven behielt und einen Korbleger richtig platzierte. Skyliners-Kapitän Quantez Robertson sorgte mit zwei verwandelten Freiwürfen für den Endstand. „AJ ist in der Lage, großartige Aktionen zu zeigen, aber auch, seinen Trainer an den Rand eines Herzinfarkts zu bringen“, kommentierte Herbert die Aktion des erst im Dezember zum Team gestoßenen Aufbauspielers, der mit 14 Punkten zweitbester Frankfurter Scorer hinter Shavon Shields (15) war.

Derweil feierte der jüngste Neuzugang einen geglückten Einstand: Shawn Huff, erst am Donnerstag verpflichtet, sammelte in 28 Minuten Spielzeit nicht nur 13 Zähler, davon neun durch Fernwürfe; der 32-Jährige erwies sich dabei auch als flexibel einsetzbar und in das Spielsystem ordentlich integriert. „Er hat im Training gut gearbeitet und ist extrem motiviert“, erklärte Herbert. Letzteres bestätigte der Spieler selbst auch mit seinen Worten. Schließlich ist er froh um die Chance, die sich dem früheren Ludwigsburger am Main bietet.

Erst im vergangenen Jahr von den Riesen zum französischen Erstligisten ESSM Le Portel Côte d’Opale gewechselt, konnte er in dem nur 9500 Einwohner zählenden Provinzstädtchen seine Qualitäten nie richtig ausspielen. Stets kam der Kapitän der finnischen Nationalmannschaft nur von der Bank ins Spiel und hatte Mühe, sich mit dem ungewohnten System zu arrangieren.

Entsprechend groß ist die Erleichterung, den Weg zurück in die Bundesliga gefunden zu haben, in der er sich auskennt und viel Vertrautes wiedergefunden hat. „Egal, welche Rolle ich hier übernehmen soll, ich werde mein Bestes geben“, betonte der eigentlich als Small Forward geführte Huff. „Am Ende geht es doch immer um Basketball.“ Und darum, das Spiel zu gewinnen.

Leidtragender der Einkaufstour der Skyliners war einmal mehr Antonio Graves, für den es aufgrund der Beschränkung der ausländischen Spieler erneut keinen Platz im Kader gab. Da der Vertrag des 31-Jährigen sowieso demnächst ausläuft, könnte er seine letzte Partie für die Hessen bereits gemacht haben. Herbert wollte dazu noch nicht konkret Stellung beziehen, doch wie die anstehende Entscheidung ausfällt, lässt sich schon erahnen.

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