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Basketball: Heimniederlage: Nachlässige Skyliners von Ulms Spielmacher düpiert

Frankfurts Basketballer verpassen beim zu hoch ausgefallenen 75:89 gegen Ulm einen Big Point im Kampf um die Bundesliga-Play-offs. Einem Spieler war der Trubel zu laut.
Hier wird Ulms Trey Lewis (rechts) von Skyliners-Center Mike Morrison gestoppt. Ansonsten aber war der Guard von den Frankfurtern nicht aufzuhalten. Foto: Hans-Uwe Kellner (pressehaus) Hier wird Ulms Trey Lewis (rechts) von Skyliners-Center Mike Morrison gestoppt. Ansonsten aber war der Guard von den Frankfurtern nicht aufzuhalten.
Frankfurt. 

Sportler mögen Lärm auf den Rängen. Wenn die Stimmung im ausverkauftem Haus hochkocht, macht das Ganze noch mehr Spaß. Niklas Kiel geht es auch so. Am Samstagabend jedoch war dem 20-Jährigen der Trubel in der Fraport Arena etwas zu viel. Die 4900 Zuschauer und die dröhnende Musik aus den Lautsprechern setzten dem Basketball-Talent der Frankfurt Skyliners zu. „Es war relativ laut“, gestand Kiel, der sich deswegen „mehr konzentrieren musste“.

Die Schwierigkeiten haben ihren Grund. Knapp zwei Monate lang saß er zuletzt meist zu Hause und vermied jede Art von Anstrengung. Nach einer Gehirnerschütterung bekam er selbst Kopfweh, wenn er ein Buch las. Am Samstag nun feierte Kiel im Bundesliga-Duell gegen Ratiopharm Ulm sein Saisondebüt. Ende des ersten Viertels wechselte Trainer Gordon Herbert den Power Forward ein. Kiel ging mit einem guten Gefühl aufs Feld. „Die Fans haben mich toll empfangen.“ Doch die Umstellung aus der Ruhe in den Trubel war noch zu groß. Er blieb nur 1:47 Minuten auf dem Parkett und verfolgte danach von der Ersatzbank aus, wie sein Team gegen Ulm 75:89 (40:43) verlor und im fünften Heimspiel der Saison die erste Niederlage kassierte.

Eine bittere obendrein: Ulm gilt als Konkurrent im Kampf um die Play-off-Plätze. Die Gäste, in der vergangenen Saison Hauptrunden-Erster, kommen nach einem verpatzten Saisonstart immer besser in Schwung: Frankfurt war ihr vierter Sieg in Folge. Die Skyliners ihrerseits stehen hingegen in den nächsten Partien in Erfurt (3. Dezember) und gegen Bremerhaven (9. Dezember) in der Pflicht. Von den vergangenen vier Partien haben sie drei verloren, neben Ulm noch gegen die Bayern und Bamberg. In dieser Woche setzt die Bundesliga wegen der Länderspielpause aus.

Bilderstrecke Heimpleite: Frankfurter Skyliners unterliegen gegen Ulm 75:89
Ratiopharm Ulm hat am Samstag (18.11.) mit einem 89:75-Endstand die Heimserie der Frankfurter Skyliners gebrochen. Es folgen Fotos von der Partie.Trainer Gordon HerbertMike Morrison setzt sich durch

Niklas Kiel gab nach der Partie immerhin Entwarnung: „Ich hatte keine Kopfschmerzen.“ Er müsse sich an den Lärmpegel einfach „nur wieder gewöhnen“. Ein gutes Comeback feierte dagegen Mike Morrison. Der US-Center hatte wegen einer Zerrung eine Partie gefehlt und war mit 14 Punkten neben Quantez Robertson (18), Philip Scrubb und Shawn Huff (je 15) der beste Frankfurter. Robertson zeigte nach bisher schwachen Leistungen seine beste Saisonpartie und war laut Herbert „der Lichtblick“.

Der 32 Jahre alte Publikumsliebling Robertson konnte „die verdiente Niederlage“ (Herbert) jedoch auch nicht verhindern. Ulm legte von der ersten Minute an mehr Aggressivität und Einsatz an den Tag als zunächst behäbig wirkende Frankfurter. Nach dem ersten Viertel führten die Gäste um Nationalspieler Ismet Akpinar (14 Punkte) und Routinier Per Günther (3), dessen Nationalmannschafts-Karriere wohl beendet ist, bereits 22:15. Frankfurt übernahm im zweiten Viertel durch mehrere Dreier mit einem 12:0-Lauf zum 36:33 kurzzeitig die Führung. Bis vier Minuten vor dem Ende (66:70) blieben die Skyliners dran. Dann traf sie Ulms Trey Lewis ins Herz. Der 1,87 Meter große Spielmacher verwandelte drei Distanzwürfe, mitunter aus acht Metern Entfernung, und war am Ende mit 26 Punkten der Matchwinner der Gäste.

Mayr sieht wieder Land

Eine positive Meldung hatte danach Daniel Mayr parat. Der Skyliners-Center, der wegen einer Knieoperation seit Sommer 2016 noch Spiel bestreiten konnte, darf sein Knie „in zwei Wochen wieder voll belasten“. Anfang Januar will der 22-Jährige ins Einzeltraining einsteigen und dann möglichst bald zur Mannschaft stoßen.

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