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Frankfurt Skyliners: Im Sturzflug

Von Nicht viel deutet darauf hin, dass Frankfurts Basketballer in dieser Saison an alte Erfolge anknüpfen können. In der Champions League wollen sie heute gegen den tschechischen Serienmeister CEZ Nymburk neuen Mut fassen.
Erreicht er seine Mannschaft? Interimstrainer Klaus Perwas spricht in einer Auszeit zu seinen Spielern um Kwame Vaughn (vorne rechts). Hinter ihm steht der deutsche Center Mahir Agva. Foto: JOACHIM STORCH (Pressefotografie Storch, Bad Hg.) Erreicht er seine Mannschaft? Interimstrainer Klaus Perwas spricht in einer Auszeit zu seinen Spielern um Kwame Vaughn (vorne rechts). Hinter ihm steht der deutsche Center Mahir Agva.
Frankfurt. 

Mahir Agva hatte auch schon einmal mehr Optimismus ausgestrahlt. Ja, es sei „frustrierend“, eine solche Phase mit einer Mannschaft zu erleben. „Unsere Offensive ist ein kleines Problem“, gestand der Center der Skyliners am Sonntagabend nach der nächsten Bundesliga-Pleite gegen Bayreuth (56:72). Ein Patentrezept hatte der 20 Jahre alte Deutsche auch nicht parat. Er versuchte sich in Durchhalteparolen. „Wir haben neue Spieler im Team. Wir machen noch Fehler. Das braucht Zeit.“

Neun Spieltage sind inzwischen absolviert. Doch die Formkurve bei den Frankfurtern zeigt nach unten, obwohl der Club bereits drei Spieler nachverpflichtet hat. Seit den anfänglichen Überraschungssiegen gegen Alba Berlin und Ludwigsburg geht es bergab.

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Kommentar: Eine „normale“ Talfahrt

Mit einem kleinen Etat hat es jeder Verein schwer, über einen längeren Zeitraum Erfolg zu haben. Dafür braucht es oft ein glückliches Händchen auf dem Transfermarkt.

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Als Spielmacher hatte in diesen beiden Spielen noch Antonio Graves fungiert. Der 31-jährige US-Profi half auf der für ihn ungewohnten Position aus, weil Markel Starks verletzt fehlte. Danach wurde Kwame Vaughn als neuer Spielmacher verpflichtet. Seitdem wurden alle vier Bundesliga-Spiele verloren. Die Schlüsselposition ist also nach wie vor das große Problem der Skyliners. Erschwerend kommt hinzu, dass Vaughn vergangene Woche wegen Adduktorenproblemen nicht trainieren konnte und somit seinen Rückstand in puncto Spielsysteme nicht aufholen konnte.

Nur noch zwei Nachverpflichtungen dürfen die Skyliners laut Liga-Reglement tätigen. Der nächste Transfer muss sitzen. Doch die Möglichkeiten auf dem Markt sind zum jetzigen Zeitpunkt freilich begrenzt. Auch die verletzt fehlenden Philip Scrubb, Niklas Kiel und Daniel Mayr werden dem Team nach ihrer Rückkehr nur bedingt helfen können. Kiel (19) ist noch zu jung, um das Team auf ein höheres Niveau heben zu können. Mayr wird nach einer gut halbjährigen Pause viel Zeit brauchen, um in Form zu kommen. Und Scrubb, eigentlich als absoluter Leistungsträger vorgesehen, wird wegen einer bevorstehenden Knieoperation eventuell sogar den Rest der Saison ausfallen.

Während die Verteidigung noch ordentlich steht, hapert es im Angriff: Mit einer Dreier-Trefferquote von lediglich 30,6 Prozent weisen die Frankfurter den drittschlechtesten Wert der Bundesliga auf, aus dem Feld (42,3 Prozent) und von der Freiwurflinie (67,7) sogar die zweitschlechteste. Es mangelt nicht nur am Selbstvertrauen oder daran, dass sich das statisch agierende Team kaum gute Wurfchancen herausspielt. Es fehlt womöglich schlichtweg an Qualität.

Kann die Mannschaft in der Champions League wieder etwas Mut schöpfen? Nach dem ersten Sieg im dritten Gruppenspiel bei Sloweniens Meister Domzale wollen die Frankfurter heute Abend (20 Uhr) im Heimspiel gegen CEZ Nymburk nachlegen.

Ibekwe gegen Ex-Team

Der tschechische Serienmeister (13 Titel in Folge seit 2004) kassierte vorige Woche beim türkischen Topteam Banvit die erste Niederlage (69:75) und liegt in der nationalen Meisterschaft mit 20:0 Punkten auf Platz eins. Pikant: Skyliners-Neuzugang Ekene Ibekwe begann die Saison in Nymburk, konnte sich dort aber nicht durchsetzen.

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