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Frankfurt Skyliners: Isaac Bonga: Das Ausnahmetalent

Von Bei den Basketballern der Frankfurt Skyliners werden schon immer junge deutsche Spieler gefördert. Auch Isaac Bonga, der als Ausnahmetalent gilt.
Auf dem Sprung: der junge Profi Isaac Bonga. Foto: imago sportfotodienst (imago sportfotodienst) Auf dem Sprung: der junge Profi Isaac Bonga.
Frankfurt. 

Isaac Bonga ist erst 17 Jahre alt. Bei den Skyliners sitzt er noch überwiegend auf der Ersatzbank. Dennoch gehört der Youngster bereits zu den gefragtesten Interview-Partnern des Bundesliga-Clubs. Denn Bonga, das sagt Frankfurts Trainer Gordon Herbert, „ist vielleicht das größte Talent, das wir je in diesem Verein hatten. Vielleicht schafft er mal den Sprung in die NBA.“ Solche Worte hat der 58 Jahre alte Kanadier noch nie über einen deutschen Spieler der Skyliners verloren.

Bonga ist 2,04 Meter groß, seine Armspannweite beträgt 2,19 Meter. Mit diesen Körpermaßen könnte er eigentlich als Flügelspieler auflaufen oder in Korbnähe gegen Power Forwards antreten. Das macht er gelegentlich auch. Doch ausgebildet wurde Bonga als Spielmacher – eine Ausnahme mit dieser Körpergröße. „Auf dieser Position fühle ich mich wohl. Und dort sieht mich auch der Club“, meint der Schlaks, dessen Eltern einst aus dem Kongo nach Deutschland auswanderten. Geboren wurde Bonga in Neuwied, wo er bis zum vergangenen Sommer beim SG Lützel-Post Koblenz spielte. Dann wechselte er nach Frankfurt und unterschrieb einen Vierjahres-Vertrag. Grund: „Hier ist man sehr darauf bedacht, jungen deutschen Spielern eine Chance zu geben.“

In dieser Saison spielte das Talent hauptsächlich noch in der Nachwuchs-Liga NBBL für die Kooperation Eintracht Frankfurt/Skyliners sowie für die Skyliners-Reserve in der Dritten Liga. Doch zum Bundesliga-Kader gehörte er von Anfang an und debütierte bereits im ersten Saisonspiel – als fünftjüngster Spieler der Bundesliga. Seitdem folgten ein paar Kurzeinsätze, ehe er zuletzt wegen der Verletzung von Spielmacher Kwame Vaughn mehr Spielanteile erhielt. Am vorigen Montag im Spiel gegen Jena stand Bonga fast 18 Minuten auf dem Feld und steuerte acht Punkte zum 69:61-Sieg bei.

Auch am Samstag (18 Uhr) im schweren Auswärtsspiel beim Tabellenführer Ulm wird er wieder zum Einsatz kommen. Zwar hat der 17-Jährige noch einige Defizite. Doch mit seinem Drang zum Korb und seinem Passspiel deutete er sein Potenzial gegen Jena bereits an. „Isaac hat sich in den letzten zwei Spielen sehr positiv entwickelt. Er hat keine Angst und ist immer bereit, zu spielen“, so Herbert.

Noch fehlt dem jungen Schlaks freilich die Muskelmasse, weil er sich noch in der Wachstumsphase befinden könnte und deshalb nur dosiert Krafttraining betreiben darf. Aber schon im Sommer will das 81-Kilo-Leichtgewicht einige Pfunde zulegen. Und dann nächste Saison noch mehr Spielanteile im Bundesliga-Team erhalten. „Isaac hat das Potenzial, unter die ersten Neun in unserem Kader zu kommen“, meint Herbert. Auch vom Kopf her sieht Herbert keine Probleme bei Bonga, der mit den vielen Vorschussloorbeeren bisher gut zurecht kommt. Selbst internationalen Scouts haben ihn längst ins Visier genommen.

Ein Problem könnte nächste Saison werden, dass Bonga noch zur Schule geht – derzeit in die zwölfte Klasse, nächstes Jahr soll das Abitur folgen. Das ist zwar im Sinne des Clubs, der darauf bedacht ist, dass seine jungen Spieler eine Ausbildung absolvieren. „Er muss dadurch aber fünf Tage in die Schule. Das macht es eigentlich schwer, ein Bundesliga-Profi zu sein“, gesteht Herbert. Der Kanadier „weiß selbst noch nicht“, wie er diese Situation lösen wird. Sicher ist: Der Coach wird versuchen, Bonga so oft es geht einzubauen. Bonga selbst gibt sich typisch zurückhaltend auf die Frage, wie er den Spagat bewältigen wird: „Ich werde versuchen, das Beste daraus zu machen.“

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