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Frankfurt Skyliners: Jonas Wohlfarth-Bottermann: Neustart als Führungskraft

Von In der Vergangenheit hatten den Center immer wieder Verletzungen gebremst. In Frankfurt weiß er aktuell zu überzeugen.
Strebt nach Konstanz: Jonas Wohlfarth-Bottermann. Foto: Huebner/Klein (imago sportfotodienst) Strebt nach Konstanz: Jonas Wohlfarth-Bottermann.
Frankfurt. 

Mit Jonas Wohlfarth-Bottermann könnte Henrik Rödl rechnen. Der Basketball-Bundestrainer müsste sich nur beim Center der Fraport Skyliners melden und ihn einladen. „Wenn ich gesund und fit bin, würde ich mich immer freuen, bei der Nationalmannschaft dabei zu sein“, sagt der 27-Jährige. Sie hätte bei ihm klar Priorität, was bei anderen deutschen Spielern nicht immer der Fall war. Für die WM-Qualifikation, in die die Auswahl heute in Chemnitz startet, wurde Wohlfarth-Bottermann vom neuen Bundestrainer aber nicht berücksichtigt. Davon war der Skyliners-Profi, der die meisten Auswahlspiele bisher in der A 2-Nationalmanschaft absolviert hat, auch nicht ausgegangen. „Wir sind gerade unter den Körben extrem gut besetzt“, sagt er.

Sein Teamkollege Isaac Bonga stand im vorläufigen Kader, doch gestern strich ihn Rödl aus dem Aufgebot, das jetzt noch zwölf Spieler umfasst. Der 18 Jahre alte Pointguard wird vorerst nicht zu seinem ersten A-Länderspiel kommen. Das ist eine Enttäuschung für ihn.

Sein Skyliners-Mitspieler Wohlfarth-Bottermann ist sportlich erst wieder im Kommen. Nach Jahren vor allem bei Alba Berlin, in denen er vom Verletzungspech verfolgt war. Über den Part des Rollenspielers kam der 2,08 Meter lange Center nicht hinaus, das war auch in der Vorsaison in Ulm nicht anders. Wohlfarth-Bottermann wurde als Ersatz für den verletzten Tim Ohlbrecht geholt. „Es war eindeutig, wo die Reise hingeht, wir sind sehr offen und ehrlich miteinander umgegangen“, sagt der heutige Frankfurter. Am Saisonende verließ er Ulm wieder. Profitiert hatte der Profi trotzdem von seinem Engagement, genauso wie in Berlin. „Um mich herum waren immer gute Spieler. Ich habe extrem viel mitnehmen können“, sagt er.

Die Erfahrung kommt jetzt den Skyliners zugute. „Neustart? Das kommt ganz gut hin.“ Wohlfarth-Bottermann ging es vor allem darum, wieder „einen Fuß in die Tür zu bringen“. Unter Cheftrainer Gordon Herbert, der nicht nur ein Händchen dafür hat, Talente zu gestandenen Bundesliga-Spielern auszubilden. Der Kanadier schafft es auch, schon ältere Spieler wieder so in Form zu bringen, dass sie ihr volles Potenzial ausschöpfen können. Mit 11,9 Punkten pro Spiel ist Wohlfarth-Bottermann derzeit nicht nur der drittbeste Werfer seines Teams hinter Tai Webster (12,9) und Philip Scrubb (17,2). Im Vergleich zu seinen vorherigen Stationen hat der Center seinen Punkteschnitt vervier- beziehungsweise verfünffacht. Wohlfarth-Bottermann führt außerdem die Reboundstatistik (5,6 pro Spiel) an. Damit ist er bisher einer der Winner-Typen in Frankfurt. Oder wie er es ausdrückt: ein Aktivposten unter dem Korb. Einer, den die junge Mannschaft gut als Führungsspieler und Tippgeber gebrauchen kann, auch wenn er selbst sich in diese Rolle erst hineinfinden muss. „Ich mache es super gerne. Aber von Natur aus bin ich auch nicht der extrovertierteste Typ.“

Beim Wiedersehen mit den Ulmern am Samstag hatte Wohlfarth-Bottermann einen kleinen Durchhänger. Ihm gelangen bei der 75:89-Niederlage nur vier Punkte. Der Center strebt heute zwar nach größtmöglicher Konstanz, aber keiner dürfe in Zukunft verlangen, dass er auf „15 Punkte im Schnitt“ kommen wird. Doch je besser er spielt, desto größer ist die Chance, dass ihn Rödl anruft.

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