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Frankfurt Skyliners: Jordan Sibert: Das Lachen ist zurück

Von Beim Bundesliga-Konkurrenten in Weißenfels stand Jordan Sibert auf dem Abstellgleis – erstmals überhaupt in seiner Karriere. Gestern nun feierte er für seinen neuen Club in Frankfurt ein erfolgreiches Debüt beim 90:82-Erfolg gegen die Rockets aus Gotha.
Verstanden sich prächtig: Skyliners-Topscorer Phil Scrubb und Neuzugang Jordan Sibert (links). Foto: JOACHIM STORCH (Joachim Storch) Verstanden sich prächtig: Skyliners-Topscorer Phil Scrubb und Neuzugang Jordan Sibert (links).
Frankfurt. 

Das Leben bringt manchmal unverhoffte Wendungen mit sich. Noch vor einer Woche saß Jordan Sibert beim Mitteldeutschen BC in Weißenfels auf der Tribüne und musste befürchten, diese Saison kein Spiel mehr bestreiten zu dürfen. Gestern nun lief er in Frankfurt für einen deutlich ambitionierteren Bundesliga-Konkurrenten auf und gehörte in seinem neuen Team zu den auffälligsten Spielern. „Das ist das erste Mal für mich, dass ich während der Saison einen Club wechseln musste“, sagte der 25-Jährige nach seinem Debüt für die Fraport Skyliners. Vor Wochenfrist hatte ihn der MBC zu den Hessen ziehen lassen. Und bei seinem ersten Einsatz steuerte er gleich 13 Punkte zum 90:82 (52:42)-Erfolg gegen die Rockets aus Gotha bei. „Es fühlt sich gut an. Frankfurt ist ein großartiges Team. Sie haben mich sehr gut aufgenommen“, sagte der US-Amerikaner.

Gute Saison bei Paok

Mit dieser verheißungsvollen Wende in seiner Karriere hatte der Flügelspieler kaum gerechnet. In Weißenfels war er beim Tabellen-14. überraschend aus dem Kader gerutscht, nun darf er mit den Frankfurtern sogar auf den Play-off-Einzug hoffen. Durch ihren 14. Saisonsieg behauptete die Mannschaft von Trainer Gordon Herbert ihren achten Platz, der zum Einzug ins DM-Viertelfinale ausreichen würde. „Wir hatten Glück, dass Jordan auf dem Transfermarkt verfügbar war“, sagte Herbert, „er war der einzige, mit dem wir gesprochen haben.“ Wichtig war Herbert nicht nur, dass Sibert „ein sehr guter Spieler“ sei, sondern auch, „dass er ein sehr guter Mensch und Teamplayer ist“.

Für Sibert ist es ein hoffnungsvoller Neuanfang. Denn zuvor war es für den 1,93 Meter großen Modellathleten stets bergauf gegangen. Nach einer erfolgreichen Karriere am US-College landete er 2016 in seiner ersten Profi-Station bei Paok Thessaloniki und gehörte bei dem griechischen Top-Club mit durchschnittlich elf Punkten in Liga und Champions League zu den besten Spielern. Doch eine Schulterverletzung stoppte seinen Aufschwung. Sibert erhielt bei Paok keinen neuen Vertrag und landete schließlich in den Niederrungen der Bundesliga beim Abstiegskandidaten Mitteldeutscher BC. Nun die neue Wende. Und sein Debüt in Frankfurt verlief vielversprechenden. Sein erster Wurf: Ein Dreier zum 21:20. Sein zweiter Wurf: Ein Dreier zum 31:31. Am Ende stand er gut 26 Minuten auf dem Feld, traf drei von fünf Dreiern und gehörte neben Phil Scrubb (18 Punkte), Quantez Robertson (16) und Tai Webster (13) zu den besten Hessen. Ein schneller Spieler, athletisch, noch mit Defiziten in der Verteidigung, aber mit viel Potenzial nach oben. Sprich: Einer, der den Skyliners in der entscheidenden Saisonphase helfen kann. „Ich bin dankbar“, sagte Sibert freudestrahlend. Sein Lachen ist zurück.

19:0 in vier Minuten

Gegen den designierten, aber frech auftrumpfenden Aufsteiger aus Gotha taten sich die Skyliners gestern überraschend schwer. Den Unterschied machten vier Minuten: In dieser kurzen Phase gelang den Frankfurtern im zweiten Viertel ein 19:0-Lauf zum 50:36. Scrubb steuerte dazu elf Punkte bei. Bis zum 82:78 blieb die Partie vor nur 3830 Zuschauern umkämpft, ehe Webster mit einem Dreier zum 87:78 für die Entscheidung sorgte.

Während Center Mike Morrison (10) nach wochenlanger Verletzungspause ein ordentliches Comeback feierte, fiel neben Isaac Bonga diesmal auch noch Niklas Kiel wegen eines Muskelfaserrisses aus.

Umso wichtiger war das Debüt von Sibert. Und bei seinem nächsten Spiel am Sonntag in Bonn wird er noch besser integriert sein. Bis gestern konnte er erst zweimal mit dem Team trainieren. „Diese Trainingswoche ist für uns sehr wichtig“, betont Herbert. Sein Team muss weiter zusammenwachsen, nachdem vergangene Woche auch Webster und Morrison erst am Freitag ins Training eingestiegen waren. „Das wird ein harter Kampf um die Play-offs“, weiß Herbert.

Die Partie beim direkten Konkurrenten in Bonn hat große Bedeutung. Sibert wird wieder dabei sein. Wie vielleicht auch nächste Saison. Sein Vertrag in Frankfurt läuft zwar im Sommer aus. Die Skyliners haben sich aber eine Option für ein weiteres Jahr gesichert. Und auch Sibert wäre vermutlich froh, müsste er nicht noch einmal während einer Saison umziehen.

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