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Frankfurt Skyliners: Ladehemmung bei AJ English

Von In der vergangenen Saison war AJ English der beste Basketballer der Skyliners. Nach seinem Weggang im Sommer 2017 nach Frankreich ist er zurück in Frankfurt – und sucht seine Form von einst. Trainer Gordon Herbert glaubt vor dem Heimspiel am Sonntag gegen Ludwigsburg dennoch fest an den US-Guard.
Er ist bemüht, aber viel gelingen will AJ English (links) bei den Skyliners noch nicht. Foto: JOACHIM STORCH (Pressefotografie Storch/Bad HG) Er ist bemüht, aber viel gelingen will AJ English (links) bei den Skyliners noch nicht.
Frankfurt. 

Als Ende November bekannt wurde, dass AJ English wieder auf dem Transfermarkt verfügbar war, wurden sie bei den Skyliners hellhörig. Mit dem 25-Jährigen verbanden sie schließlich gute Erinnerungen. Er hatte das Frankfurter Team in der Saison 2016/17 als Topscorer mit durchschnittlich 17,6 Punkten angeführt. Zu gerne hätten sie den US-Guard damals über die Saison hinaus gehalten. Doch er bekam nach seinen starken Leistungen besser dotierte Angebote und schloss sich dem französischen Eurocup-Club Limoges CSP an. Ein Fehler, wie sich für ihn herausstellen sollte. English kam in der neuen Mannschaft nicht zurecht. Der US-Amerikaner absolvierte lediglich neun Spiele, sein Punkteschnitt sank auf 5,2 Zähler. Mitte November trennte sich Limoges von seinem Guard. English war wieder verfügbar. Und als er sich im Dezember zu einer Rückkehr nach Frankfurt entschloss, sah es nach einem Glücksfall für die Hessen aus. Doch bislang kann English nicht an seine ehemalige Form anknüpfen. Er wirkt eher wie ein Fremdkörper in der Mannschaft, trifft seine Würfe zu selten und wirkt auch in der Verteidigung mitunter indisponiert.

40 Dreier, nur 10 Treffer

Dabei brauchen die Skyliners English mehr denn je. Er ist ein Schlüsselspieler neben Point Guard Tai Webster. English muss Phil Scrubb ersetzen, der sich Anfang Dezember verletzte und noch länger ausfallen wird. Scrubb war zuvor der Topscorer der Skyliners und die absolute Führungsfigur. English soll in seine Fußstapfen treten. Die Skyliners brauchen seine Punkte, speziell seine Dreier. Doch English traf von bisher 40 Drei-Punkte-Würfen lediglich zehn. Eine schwache Bilanz für einen Scharfschützen wie ihn. „Er kämpft um seinen Wurf“, gesteht Skyliners-Trainer Gordon Herbert. Der erfahrene Coach hält jedoch weiter große Stücke auf sein Sorgenkind. Sein Durchbruch sei nur eine Frage der Zeit, meint Herbert. „Er arbeitet sehr hart im Training. Da ist er meist viel besser als im Spiel. Ich bin nicht beunruhigt, dass er das auch bald wieder aufs Feld bringt“, so der Trainer.

Vor rund sechs Wochen kam English zurück nach Frankfurt. Vorerst läuft sein Probevertrag nur bis 20. Februar. Dann wird man weitersehen. Seine Anlaufschwierigkeiten sind nicht neu. Auch beim ersten Mal, als er während der Saison 2016/17 nach Frankfurt kam, wurde er im Laufe der Zeit immer besser. „Damals hatte er auch zwei Monate gebraucht. Und dann hat er in den letzten zwei Monaten sehr gut gespielt“, erinnert sich Herbert. Wichtig sei, dass er „seine Rolle im Team findet“.

Fast ebenso wichtig ist dem Coach auch das restliche Auftreten des 25-Jährigen auf dem Parkett. „Er ist ein Angriffsspieler, wir brauchen seine Punkte. Wir lassen ihm dort auch gewisse Freiheiten, sofern er eine gute Verteidigung spielt und die anderen kleinen Dinge macht“, betont Herbert.

Als English im Dezember zum Team stieß, wirkte es, als kämpfe er mit Webster um die Führungsrolle innerhalb der Mannschaft. Die beiden sind die besten Werfer, auch Webster sucht in der Offense gerne den Abschluss – bislang mit deutlich größerem Erfolg. Herbert widerspricht jedoch, dass es zwischen den Guards Spannungen gebe. „Die Beziehung zwischen beiden ist gut. Webster spielt ja auch mehr auf der Position eins, English auf der zwei.“

Große Verletzungssorgen

Am Sonntag (17.30 Uhr) wird Herbert jedenfalls beide Akteure in möglichst bester Form benötigen. Zum Rückrunden-Start steht das schwere Bundesliga-Heimspiel gegen Ludwigsburg an. „Ludwigsburg spielt eine überragende Saison“, sagt Herbert voller Respekt. Die Schwaben stehen auf dem dritten Tabellenplatz und schlagen sich in der Champions League bravourös: Am Mittwoch siegte das Team von Trainer John Patrick beim türkischen Erstligisten Gaziantep Basketbol mit 72:67 und führt die Gruppe B nach 13 Spieltagen überraschend an.

„Wir sind großer Außenseiter“, sagt Herbert, der erneut mit einer absoluten Rumpftruppe antreten muss. Weiter werden neben Scrubb die drei verletzten Center Jonas Wohlfarth-Bottermann, Mike Morrison und Daniel Mayr sowie Power Forward Niklas Kiel fehlen. „Ich erwarte keinen dieser Spieler vor der nächsten Nationalmannschaftspause Ende Februar zurück“, so Herbert.

Eigentlich kann Frankfurt die morgige Partie wegen der Personalsorgen nicht gewinnen. Auch der Trainer sagt: „Es ist hart, in ein Spiel zu gehen ohne fünf bis sechs Spieler.“ Lediglich Richard Freudenberg wird am Sonntag eventuell in den Kader zurückkehren. Doch von dem 19-Jährigen sind freilich keine Wunderdinge zu erwarten.

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