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Frankfurt Skyliners: Mit Moral und Nervenstärke: Sieg in Weißenfels in der Verlängerung

Von Vierter Sieg im fünften Spiel: Frankfurts Basketballer gelingt der beste Saisonstart in der Basketball-Bundesliga seit 13 Jahren.
War mit 22 Punkten und neun Rebounds einer der Sieggaranten der Frankfurter gestern beim Mitteldeutschen BC: Frankfurts Centerspieler Jonas Wohlfahrt-Bottermann. Foto: Huebner/Blatterspiel (Jan Huebner) War mit 22 Punkten und neun Rebounds einer der Sieggaranten der Frankfurter gestern beim Mitteldeutschen BC: Frankfurts Centerspieler Jonas Wohlfahrt-Bottermann.
Weißenfels. 

Nach fünf, sechs Spieltagen ist man schlauer. So heißt es meist vor dem Saisonstart. Die Basketball-Bundesliga gibt jedoch auch nach fünf Spieltagen weiter Rätsel auf. Wer besitzt echtes Play-off-Potenzial? Wer kämpft gegen den Abstieg? Schwer zu sagen. Vorjahres-Halbfinalist Ulm mühte sich gestern gegen die BG Göttingen zum ersten Sieg (89:65). Und Bayreuth stolperte als Tabellenführer zu Hause mit 75:88 gegen Jena. Zu den positiven Überraschungen gehören derzeit auch die Fraport Skyliners. Die Frankfurter erzielten gestern mit dem 96:93 (82:82, 42:39) nach Verlängerung beim Mitteldeutschen BC ihren vierten Sieg im fünften Spiel und feierten ihren besten Saisonstart seit 2004. Dass in der damaligen Saison die bislang einzige deutsche Meisterschaft heraussprang, soll kein Maßstab sein. Von einem Titelkandidaten sind die Skyliners weit entfernt. Wie gut sie sind, wird in den nächsten Wochen deutlicher werden. Dann warten mit Bayreuth (Sonntag: 17.30 Uhr), dem FC Bayern, Oldenburg und Bamberg vier Top-Gegner in Folge auf die Frankfurter.

„Wir haben das umgesetzt, was wir uns vor der Saison vorgenommen hatten: Die Spiele gegen Teams wie den MBC zu gewinnen“, sagte Frankfurts Centerspieler Jonas Wohlfahrt-Bottermann, der mit 22 Punkten zweitbester Werfer der Frankfurter hinter Philip Scrubb (25 ) war. „Jetzt sind wir in einer guten Position und müssen die kommenden Spiele nicht gewinnen. Wir sind dort der Jäger“, betonte Wohlfahrt-Bottermann.

Der 27-Jährige und seine Teamkollegen zeigte gestern Moral und Nervenstärke. Denn die Atmosphäre in der engen Stadthalle Weißenfels war hitzig. Die heimischen Fans pöbelten fast pausenlos auf die Skyliners-Profis ein. Speziell Spielmacher Tai Webster geriet in den Fokus, als er sich aufreizend vor dem MBC-Fanblock aufgebaut hatte.

Frankfurt geriet zunächst mit 4:12 zurück und fand durch Wohlfahrt-Bottermann ins Spiel. Der abermals überlegt spielende Center erzielte bereits in den ersten sechs Minuten zehn Punkte. Weil auch Webster (11) und Shawn Huff (15) gut trafen, wendeten die Frankfurter das Blatt zum 35:25. Das Spiel der Gäste wirkte gut organisiert, speziell die Anspiele unter den Korb klappten gut. Die MBC-Profis haderten mit Schiedsrichter-Entscheidungen, kassierten bereits in der ersten Halbzeit drei Technische Fouls wegen Meckerns.

Doch der Aufsteiger zeigte ebenfalls Kampfgeist und Moral, holte die Führung im zweiten Abschnitt zum 53:51 zurück. Als MBC-Center Djordje Pantelic in der Schlusssekunde der regulären Spielzeit zum 82:82 traf und damit die Verlängerung erzwang, schienen die Gastgeber das Momentum zu besitzen. Doch die Skyliners konterten abermals und kamen durch Scrubb und Isaac Bonga (9) von der Freiwurf-Linie zum hart erkämpften Auswärtserfolg. Vielleicht kam ihnen am Ende zugute, zwei Tage mehr Erholungszeit vor der Partie gehabt zu haben als Weißenfels, das noch am Freitag in Tübingen gespielt hatte – und dort beim 100:99 ebenfalls in die Verlängerung musste.

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