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Fraport Skyliners: Niederlage gegen Gießen: "Beschämender" Auftritt

Auch im zweiten Duell mit dem Hessenkonkurrenten Gießen 46ers in dieser Saison ziehen die Frankfurter Korbjäger den Kürzeren.
Auch aufmunternde Worte halfen nicht: Marco Völler (rechts) versucht seinen Skyliners-Kollegen Quantez Robertson wieder aufzurichten, nachdem dieser einen Freiwurf vergeben hat. Foto: EIBNER/rrz (imago sportfotodienst) Auch aufmunternde Worte halfen nicht: Marco Völler (rechts) versucht seinen Skyliners-Kollegen Quantez Robertson wieder aufzurichten, nachdem dieser einen Freiwurf vergeben hat.
Frankfurt. 

Wohl selten fand Gordon Herbert für einen Auftritt seines Teams so deutliche Worte. „Beschämend“ sei das gewesen, was die Skyliners während der Bundesligapartie gegen den Hessenkonkurrenten aus Gießen geboten hatten, erklärte der Cheftrainer der Frankfurter nach der 70:86 (34:43)-Niederlage in eigener Halle. Und entschuldigte sich gleich noch bei den 4520 Zuschauern für die Pleite: „Ich übernehme dafür die volle Verantwortung“, sagte der 59-jährige Kanadier.

Dabei hatten die Gastgeber, bei denen Niklas Kiel wegen einer Muskelzerrung erneut fehlte, in der Fraport Arena gar nicht schlecht angefangen, wollten offenbar unbedingt die Scharte auswetzen, die die 46ers ihnen beim ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison kurz vor Weihnachten zugefügt hatten. Doch mit Hilfe vor allem ihrer langen Spieler und guten Würfe aus der Distanz sorgten die Gäste immer wieder für Führungswechsel und gingen schließlich mit einem Neun-Punkte-Vorsprung in die Pause. In dieser schien Herbert in der Kabine erst mal passende Worte gefunden zu haben, denn zurück auf dem Feld starteten Jonas Wohlfarth-Bottermann, der am Ende mit 20 Zählern der Topscorer seines Teams sein sollte, und Tai Webster einen Sechs-Punkte-Lauf. Der frische Wind auf dem Parkett verwandelte sich aber schnell wieder in ein laues Lüftchen: Gießen konterte stark, eilte nun selbst in hohem Tempo weiter davon und ließ im Gegenzug nur noch wenig zu. Das somit erworbene Selbstvertrauen der Spieler von Trainer Ingo Freyer zahlte sich zudem, wie es in derartigen Situationen so oft der Fall ist, auch in Glück aus, während auf der Gegenseite die Bälle sich schwertaten, durch den Ring zu fallen. Das so heiß begonnene Duell und die Atmosphäre auf den Tribünen, auf denen auch Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler das Debakel des Teams seines erst im Dezember von Gießen nach Frankfurt gekommenen Sohnes Marco mitansah, kühlten merklich ab.

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„Gießen hat uns heute in jedem Aspekt des Spiels geschlagen“, musste Herbert einsehen. Wille, Intensität und „die Bereitschaft, auch die Drecksarbeit zu erledigen“, seien auf der anderen Seite einfach deutlich größer gewesen. Eine einleuchtende Erklärung dafür fanden auch seine Spieler nicht. „Wir hatten heute nicht die richtige Einstellung in der Verteidigung“, bestätigte Isaac Bonga. Dafür sei man „eiskalt“ bestraft worden.

Jetzt gegen Weißenfels

Im Kampf um die Play-offs bedeutet das Ergebnis für den Tabellensiebten erneut einen Rückschlag. Der Neunte aus Ulm liegt genauso wie der Achte aus Bamberg mit einem Spiel weniger nur zwei Punkte hinter den Frankfurtern, Würzburg und Gießen im Anschluss haben auch lediglich zwei Erfolge weniger auf dem Konto. Die Bedrängten müssen die schmerzliche Niederlage deshalb nun schnellstmöglich abhaken und nach vorne blicken. Denn bereits am Ostermontag schaut um 17.30 Uhr der 14. aus Weißenfels in der Unterliederbacher Arena vorbei. Bis dahin sollte die gemeinhin eigentlich starke Defensive der Gastgeber wieder besser stehen.

Lange Erholungszeit hat Herbert den Seinen deshalb erst mal nicht gegönnt. Am Freitag lud der Coach noch vor dem Frühstück zur Videosession, um nach der Stärkung in der Halle an den gezeigten Problemen zu arbeiten.

In Gießen wurde man derweil am Feiertag in anderer Hinsicht tätig: Die Mittelhessen verlängerten den Vertrag mit Mahir Agva bis 2019. Der 21-jährige A2-Nationalspieler stand bis zum vergangenen Sommer noch in den Diensten der Skyliners, legte diesen aber am Donnerstag als fünftbester Scorer seines aktuellen Teams elf ungewollte Eier ins Osternest.

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