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Basketball: Play-offs: Frankfurt Skyliners stehen bereits mit dem Rücken zur Wand

Von Mit 15 Punkten führen die Frankfurter beim verunsicherten FC Bayern. Doch am Ende heißt es 72:85 – weil Münchens Spielmacher Jovic den Unterschied macht.
Spielmacher unter sich: Tai Webster (l.) und Stefan Jovic Foto: Marcel Engelbrecht /Eibner-Pressefoto (imago sportfotodienst) Spielmacher unter sich: Tai Webster (l.) und Stefan Jovic
München. 

Die Szene dauerte nur fünf Sekunden. Eine Winzigkeit in einem Basketball-Spiel. Und doch offenbarte sie schonungslos, weshalb die Fraport Skyliners die Viertelfinal-Serie gegen den FC Bayern wohl nicht gewinnen können. Als Frankfurts Spielmacher Tai Webster dreieinhalb Minuten vor Schluss zum gegnerischen Korb dribbelte, stibitzte ihm Münchens Point Guard Stefan Jovic den Ball aus den Händen. Jovic leitete einen Tempogegenstoß ein, passte den Ball mit links über die Schulter zu Teamkollege Vladimir Lucic, der per Dunking zum 80:68 vollendete. Die ganze Routine und Klasse des souveränen Hauptrunden-Siegers wurde in diesem Moment sichtbar. Webster, erst 22 Jahre alt und in seiner erste Profi-Saison, wurde von dem erfahrenen Jovic vorgeführt. Der 27 Jahre alte Spielmacher der Bayern, der mit der serbischen Nationalmannschaft bereits Olympia- (2016) und WM-Silber (2014) gewann, machte zum Play-off-Auftakt den Unterschied aus. Mit neun Assists und 16 Punkten führte Jovic die Bayern zu einem letztlich verdienten 85:72 (43:44)-Erfolg.

Hoeneß und Robben

Im zweiten Duell am Mittwoch (18.15 Uhr) in Frankfurt stehen die Skyliners damit schon unter großem Druck. Drei Siege werden zum Einzug ins Halbfinale benötigt. „Gerade das erste Spiel einer Serie ist immer enorm wichtig. Und wir haben heute gewonnen“, sagte Bayerns Trainer Dejan Radonjic.

Der große Favorit atmete nach dem ersten Schritt auf dem Weg zur angestrebten Meisterschaft tief durch. Denn vor 6324 Zuschauern, darunter Uli Hoeneß, Arjen Robben und Edmund Stoiber, erwischten die Frankfurter auch ohne ihren fehlenden Spielmacher Isaac Bonga (Magen-Darm-Probleme) den klar besseren Start. Bis auf 35:20 (12.) zog der Außenseiter davon, weil Webster (22 Punkte). Phil Scrubb (9) und Mike Morrison (11) gut trafen. Die Bayern wirkten komplett verunsichert, brachten kaum einen Angriff strukturiert zu Ende. Dann aber riss bei den Frankfurtern urplötzlich der Faden. Scrubb und Morrison vergaben frei stehend einfache Korbleger, die Fehler-Quote stieg rasant an. Nur sechs Minuten später lag das Team von Trainer Gordon Herbert beim 37:38 (18.) erstmals zurück. Weil die Bayern auch danach lange Zeit nur defensiv überzeugten, blieben die Frankfurter bis zum 64:69 im letzten Viertel auf Schlagdistanz. Dann aber machte sich der tiefere Kader des Titelanwärters bemerkbar. Der eingewechselte Nihad Dejedovic (13) traf wichtige Dreier. Und so konnten die Münchner durch Jovic, Lucic (21 Punkte), Devin Booker, Danilo Barthel (je 14) am Ende sogar noch etwas zaubern.

Ihnen war es zudem gelungen, Frankfurts Topscorer Scrubb auszuschalten. Und da bei den Hessen sonst nur Quantez Robertson (14) für Entlastung sorgte, Morrison erneut kaum einen Rebound holte und Center-Kollege Jonas Wohlfarth-Bottermann mit einer Knieblessur vorzeitig ausschied, blieb die Überraschung aus. „Es ist ein bisschen bitter. Wir hatten das Gefühl, gewinnen zu können“, sagte Wohlfarth-Bottermann und forderte für das zweite Duell. „Wir müssen mehr als ein oder zwei Viertel gut spielen und aggressiv bleiben.“

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