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Basketball: Playoffs: So wollen die Skyliners die Bayern überraschen

Von Morgen steigt das erste Viertelfinal-Spiel um die deutsche Meisterschaft zwischen München und Außenseiter Frankfurt.
Wird die Play-off-Serie eng zugehen? Hier kämpfen Bayern-Center Devin Booker (l.) und Skyliners-Topscorer Phil Scrubb um den Ball. Bilder > Foto: Huebner/Blatterspiel (imago sportfotodienst) Wird die Play-off-Serie eng zugehen? Hier kämpfen Bayern-Center Devin Booker (l.) und Skyliners-Topscorer Phil Scrubb um den Ball.
Frankfurt. 

Die Erinnerungen sind noch frisch. Aber sie schmerzen nicht mehr. Die bittere Bundesliga-Heimniederlage vor zweieinhalb Wochen gegen den FC Bayern soll beim schnellen Wiedersehen in den Play-offs nun als Zusatz-Motivation dienen. „Das ist passiert und vorbei“, sagte Trainer Gordon Herbert über die Partie, in der seine Fraport Skyliners gegen die Münchner in den letzten 8:45 Minuten eine 18-Punkte-Führung aus der Hand gaben und noch 83:87 verloren. „Seitdem“, betonte Herbert gestern mit neuer Zuversicht, „haben wir vier von fünf Spielen gewonnen – und in Bremerhaven und Oldenburg jeweils eine Führung sicher nach Hause gebracht.“

Herbert macht seinem Basketball-Team Mut für eine Aufgabe, die kaum zu gewinnen ist. Der FC Bayern verfügt über herausragende Spieler und einen deutlich ausgeglicheneren Kader. „Wir sind ein bisschen wie die Stare“, meint Herbert. „Fliegen sie in der Luft zusammen, sind sie stark. Trennen sie sich, sterben sie.“ Sprich: Nur wenn sein Team als Einheit auftrete, habe es gegen den Favoriten eine Chance. „Wir sind die großen Außenseiter.“ Beflügelt sein dürfte besonders Frankfurts Center Mike Morrison, dessen Frau gestern ein Baby zur Welt brachte. Morgen (20.30 Uhr, Telekom) treten die Frankfurter zum ersten Viertelfinal-Spiel beim Hauptrunden-Ersten in München an. Drei Spiele müssten die Hessen in der Serie nach dem Modus „Best of five“ gewinnen, um ins Halbfinale einzuziehen. Kaum vorstellbar.

Zweifel bei den Bayern

Doch die Münchner, die in der Liga-Hauptrunde nur drei von 34 Spielen verloren und damit einen Vereins-Rekord aufstellten, zeigen Respekt. „Wir spielen in manchen Teilen nicht gut. Ich weiß nicht, ob wir das rechtzeitig hinkriegen“, sagt Bayerns Geschäftsführer Marko Pesic und betont: „Das Viertelfinale ist für uns wahrscheinlich die wichtigste Runde.“ Hier würden die Grundlagen für erfolgreiche Play-offs gelegt. Wie 2014, beim ersten Titelgewinn der Münchner Basketball-Neuzeit. Seinerzeit stolperten die Bayern durch die erste Runde gegen Ludwigsburg – am Ende stand der Finalsieg über Alba Berlin.

Erstmals Heimrecht besitzen die Frankfurter im zweiten Duell am kommenden Mittwoch (18.15 Uhr). Sollte nach dem dritten Spiel am Samstag (12. Mai, 20.30 Uhr) in München noch keine Entscheidung gefallen sein, fänden ein viertes und eventuell fünftes Spiel am 15. Mai (19 Uhr) in Frankfurt sowie am 17. Mai (20.30 Uhr) in München statt.

In der Bundesliga-Hauptrunde stellten die Bayern neben Alba Berlin den besten Angriff und die beste Verteidigung. Der Kader ist erstklassig: Ob Spielmacher (Jovic, Hobbs), Guards (Cunnigham, Gavel), Flügelspieler (Lucic, Djedovic), Power Forwards (Redding, Barthel, Macvan) oder Center (Booker, Zirbes): Die Bayern sind auf allen Positionen mindestens doppelt gut aufgestellt. In der Hinrunde gewann der Meister von 2014 gegen Frankfurt mit 72:60 – nach einem 29:32-Pausenrückstand. Trainer war damals Aleksandar Djordjevic, von dem sich der Club vor rund einem Monat trennte – weil man die Meisterschaft in Gefahr sah. Unter dem neuen Coach Dejan Radonjic sind die Bayern seitdem in acht Bundesliga-Spielen ungeschlagen. Nicht nur deswegen liegt Druck klar beim Liga-Spitzenreiter. „Wir haben großen Respekt vor München“, sagt Herbert, aber: „Wir sind gesund, auch mental, und freuen uns auf die Herausforderung.“

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