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Frankfurt Skyliners: Quantez Robertson ist der Publikumsliebling bei den Skyliners

Von Seit fast acht Jahren schon spielt der US-Basketballer für die Frankfurter. In dieser Saison durchlebt er besondere Gefühle.
Beim Einmarsch in die heimische Arena zeigt der dienstälteste Skyliners-Profi Quantez Robertson stets Emotionen. Foto: JOACHIM STORCH (Pressefotografie Storch, Bad Hg.) Beim Einmarsch in die heimische Arena zeigt der dienstälteste Skyliners-Profi Quantez Robertson stets Emotionen.
Frankfurt. 

Quantez Robertson zeigt auf dem Spielfeld kaum Emotionen. Gefühlsausbrüche kommen bei ihm ähnlich selten vor wie etwa bei seinem Frankfurter Fußball-Kollegen Alexander Meier. Auch in Interviews gibt sich Robertson zurückhaltend. Und doch ist der Basketball-Profi – wie auch Meier – sportlich kaum zu ersetzen für sein Team. Kein anderer Spieler der Skyliners ist bei den Fans so beliebt. Keiner erhält beim Einmarsch in die Arena mehr Applaus als „Quan-te-te-te-tez!“, wie ihn der Hallensprecher stets lautstark ruft.

In dieser Saison durchläuft Robertson eine ungewohnte Phase: Der Linkshänder zeigt erstmals offen, mit der Leistung seiner Mannschaft manchmal unzufrieden zu sein. Indem er den Kopf schüttelt. „Wir sind dann nicht fokussiert genug und setzen unsere Taktik nicht um“, erklärt der Kapitän. Die Probleme im Team lägen unter anderem daran, dass viele Spieler verletzt ausgefallen sind und sich die Struktur auch durch Neuverpflichtungen verändert habe. Tatsächlich dürfte auch die mentale Einstellung einiger Teamkollegen nicht hundertprozentig gestimmt haben – und eventuell weiterhin nicht ganz stimmen. Nur so sind die anhaltend großen Leistungsschwankungen zu erklären. Robertson weicht auf Nachfrage aus, wie es um die Teamchemie bestellt sei: „Wir sind jetzt einige Monate zusammen und kennen unsere Rollen. Wir sprechen viel miteinander.“

Robertson selbst ist kein großer Wortführer. Der 32-Jährige gibt vielmehr mit seinem Spiel auf dem Platz den Ton an. Kein Frankfurter steht länger auf dem Platz als er – 35:15 Minuten im Schnitt. Das 1,88 Meter große Energiebündel scheint keine Müdigkeit zu kennen. Robertson liebt den Tempo-Gegenstoß und ist in der Defense der wichtigste Frankfurter. Vorige Saison wurde er zum „besten Verteidiger der Bundesliga“ gewählt.

Von Murat Didin geholt

„Tez ist ein herausragender Verteidiger und spielt noch wie mit 25“, sagt Trainer Gordon Herbert. Nur mit dem Wurf hapert es in dieser Saison etwas. Seine Dreier-Trefferquote beträgt lediglich 26 Prozent.

Dass der athletische Guard vermutlich seine gesamte Profi-Karriere bei den Skyliners verbringen wird, war einst nicht abzusehen. Im Oktober 2009 verpflichtete ihn der damalige Trainer Murat Didin und stattete den US-College-Absolventen zunächst mit einem Kurzzeitvertrag bis Jahresende aus. Robertson sollte die Mannschaft „vor Verletzungen absichern“, sagte Didin damals. Aus den wenigen Monaten sind inzwischen siebeneinhalb Jahre geworden. Kein Akteur lief jemals länger am Stück für die Skyliners auf. Nicht einmal Rekordträger Pascal Roller, der seine insgesamt elf Jahre in Frankfurt durch ein Jahr in Italien unterbrach. Rollers Vereinsrekord gerät nun langsam in Reichweite. Robertsons Vertrag endet 2019 – nach seiner zehnten Saison. Dann ist er 34. Hängt er noch ein Jahr dran? „Ich weiß noch nicht genau, ob ich danach weitermache“, sagt Robertson. „Das hängt davon ab, wie sich mein Körper anfühlt. Und von meiner Familie.“ Er habe sich „auch noch keine Gedanken gemacht“, ob er nach seiner Karriere zurück in die USA ziehe.

Mit Roller hatte er von 2009 bis 2011 noch selbst in einem Team gespielt. Das Trikot der Club-Legende hängt seit dessen Rücktritt 2011 in Übergröße unter der Hallendecke. Vielleicht kommt Robertsons Jersey irgendwann hinzu.

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