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Frankfurt Skyliners: Sieg gegen Bayreuth: Mit letzter Kraft ins Ziel

Von Fast hätten Frankfurts Basketballer einen 20-Punkte-Vorsprung gegen Bayreuth verspielt. Am Ende stand dennoch der fünfte Sieg im sechsten Saisonspiel.
Frankfurts Philip Scrubb (l.) stellte selbst Bayreuths Topstar Assem Marei in den Schatten. Foto: pressehaus/kessler (bild pressehaus) Frankfurts Philip Scrubb (l.) stellte selbst Bayreuths Topstar Assem Marei in den Schatten.
Frankfurt. 

Erst nach der Schlusssirene ging es keinen Schritt weiter. Der Presseraum in der Fraport Arena war verschlossen. Und so standen Skyliners-Trainer Gordon Herbert und Bayreuths Coach Raoul Korner vor verriegelter Tür und mussten warten. Doch das kleine Problem wurde schnell gelöst. Wie zuvor wesentlich größere sportliche Widerstände auf dem Spielfeld. Mit 72:68 (44:26) besiegten die Frankfurter gestern überraschend auch den Vorjahres-Vierten aus Bayreuth und setzten sich mit nunmehr 10:2 Punkten im oberen Tabellendrittel der Basketball-Bundesliga fest.

Am kommenden Samstag können die Hessen mit dem sechsten Sieg im siebten Spiel ihren Vereinsrekord aus der Meister-Saison 2003/04 einstellen. Allerdings wird dies ein extrem schweres Unterfangen: Dann gastieren die Skyliners beim Titelanwärter FC Bayern.

„Ich mache mir keine Gedanken über den Tabellenstand. Wir müssen in vielen Bereichen besser werden“, blieb Gordon Herbert auch nach dem dritten Sieg im dritten Heimspiel vor 4600 Zuschauern gewohnt nüchtern. Auch Frankfurts abermals überragender Philip Scrubb äußerte sich gewohnt bescheiden. „Es ist noch sehr früh in der Saison. Jeder schlägt jeden. Wir wollen nicht zu selbstbewusst sein“, sagte der kanadische Nationalspieler, der 20 Punkte erzielte.

Allerdings ging Scrubb wie auch seine Teamkollegen mit letzter Kraft ins Ziel. Scrubb selbst hatte fast die gesamte Partie auf dem Spielfeld gestanden, nur zwei Minuten auf der Ersatzbank pausiert. Als das dünn besetzte Skyliners-Team noch bei Kräften war, zeigte es teilweise herausragenden Basketball. In der Verteidigung standen die Center Jonas Wohlfahrt-Bottermann (11) und Mike Morrison (13) wie eine Wand unter dem eigenen Korb, jeder Gegenspieler wurde gedoppelt. Und im Angriff trafen Scrubb sowie die Spielmacher Isaac Bonga (5) und Garei Zeeb gute Entscheidungen. Über 23:15 setzten sich die Frankfurter bis auf 48:28 ab. „Die ersten 20 Minuten“, sagte Herbert, „waren unsere bisher besten in dieser Saison.“

Bis Mitte des dritten Viertels reichten die Kräfte. Frankfurt führte 52:35 (26. Minute) und hatte die Partie scheinbar im Griff. Doch nun erhöhte Bayreuth die Intensität, verteidigte aggressiv und kam immer näher heran. Nicht in erster Linie durch ihren Top-Center Assem Marei (12), der wegen Foul-Problemen nur 15 Minuten eingesetzt wurde. Vielmehr durch York, Brooks und Cox (je 10). 56 Sekunden vor dem Ende traf schließlich Bayreuths Amaize (6) zum Ausgleich (65:65). Frankfurt wirkte stark angeschlagen. Doch obwohl Scrubb hauteng bewacht wurde, traf der Guard aus fünf Metern zum 67:65. Für die Entscheidung sorgten schließlich Tai Webster (8) und Kapitän Quantez Robertson (11) mit vier Freiwürfen. „Obwohl wir müde waren, haben wir wichtige Spielzüge gemacht“, so Herbert.

Kein Ersatz für Kiel

Nicht dabei war erneut Niklas Kiel, der noch kein Saisonspiel bestritten hat und auf unbestimmte Zeit ausfällt. Nach seiner Gehirnerschütterung bekommt der 20-Jährige nach wie vor Kopfschmerzen, selbst wenn er lediglich TV sieht oder ein Buch liest. An Sport ist vorerst nicht zu denken. Trainer Herbert würde für den Power Forward gerne einen Ersatz verpflichten. „Doch das lässt unser Budget leider nicht zu. Ich respektiere das“, so Herbert.

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