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Basketball: Skyliners besiegen Alba Berlin - vierter Tabellenplatz

Von Kapitän Quantez Robertson spielt seine neunte Saison in Folge bei den Skyliners. Gestern verzückte der Publikumsliebling nicht nur seinen Trainer – einen Tag nach dem 33. Geburtstag.
Quantez Robertson (2. von rechts) versucht Berlins Dennis Clifford den Ball abzujagen. Foto: Jan Huebner Quantez Robertson (2. von rechts) versucht Berlins Dennis Clifford den Ball abzujagen.
Frankfurt. 

Einmal brauchte Quantez Robertson eine kurzzeitige Verschnaufpause. „Ja, ich hatte etwas müde Beine“, erinnerte sich der energiegeladene Basketball-Kapitän der Fraport Skyliners an jenen Moment, als ihn Trainer Gordon Herbert auswechselte. Lediglich gut drei Minuten saß der Publikumsliebling auf der Ersatzbank, dann kehrte Robertson für den Rest der Partie aufs Parkett zurück und trug seine Mannschaft mit großer Leidenschaft zur nächsten Überraschung: Durch den unverhofften 90:84 (46:32)-Erfolg vor 4860 Zuschauern gegen Alba Berlin rückten die Frankfurter in der Bundesliga-Tabelle um zwei Ränge auf Platz vier vor – obwohl mit Scrubb, Kiel, Wohlfahrt-Bottermann, Freudenberg und Huff gestern fünf verletzte Spieler fehlten. „Ich bin sehr stolz auf unsere Spieler. Das war einer der besten Siege, die ich als Trainer begleiten konnte“, meinte Herbert. Im Hessen-Derby am Freitag (19 Uhr) bei den Gießen 46ers wird eventuell Huff zurückerwartet.

Robertson wird, sofern nichts au-ßergewöhnliches passiert, wieder mit großem Einsatz voran gehen. Er rennt und rennt, springt nach jedem Rebound, wirft sich auf den Boden und lässt seinen Gegenspielern kaum Platz zum Atmen. „Er hat unglaublich gespielt, wie für zwei Spieler, er war wie unser sechster Mann“, lobte Herbert seinen Kapitän, der in der Saison 2015/2016 zum „besten Verteidiger der Bundesliga“ gewählt worden war. „Ich versuche im Training immer 100 Prozent zu geben. Dadurch werde ich nicht so schnell müde, und dadurch stabilisiert sich auch die Psyche“, erklärt der Guard sein Geheimnis. Der 1,88 Meter große US-Amerikaner spielt bereits seine neunte Saison in Folge bei den Skyliners und ist selten der beste Werfer seiner Mannschaft. Das waren gestern Tai Webster (29 Punkte) und AJ English (17) die besten Werfer. Aber Robertson macht die „kleinen“ Dinge, die nicht minder wichtig sind. Und mitunter trifft auch er ganz besondere Würfe. Als die gestrige Partie gegen Alba zu kippen drohte, als die 47:32-Führung der Frankfurter im Schlussviertel bis auf 60:58 zusammenschmolz, traf er einen Dreier zum 63:58. Und als Robertson wenig später nach seinem sechsten (!) Ballgewinn einen Dunking zum 70:58 verwandelte, riss es die 4860 Zuschauer endgültig von den Sitzen. Elf Punkte erzielte er und gab noch fünf Assists – einen Tag nach seinem 33. Geburtstag. Sein Vertrag in Frankfurt läuft noch bis 2019.

Kurioses Ende

Einen großen Anteil hatten neben Robertson, Webster und English, der sich bei seinem Saisoneinstand gut einfügte, auch die jungen deutschen Talente Isaac Bonga und Garai Zeeb (je 9). Marco Völler schraubte seinen persönlichen Bundesliga-Bestwert um einen weiteren Zähler auf neun Punkte nach oben. Der angeschlagene Mike Morrison erzielte sechs Punkte.

Alba agierte ohne seinen verletzten Spielmacher Peyton Siva lange Zeit etwas uninspiriert. In der hart umkämpften Partie hätte der Favorit in den letzten 1:35 Minuten aber fast noch einen Zwölf-Punkte-Rückstand (73:85) aufgeholt: 18 Sekunden vor dem Ende traf Berlins Topscorer Luke Sikma (20) per Dreier zum 84:86. Doch Frankfurts Webster machte den letztlich verdienten sechsten Saison-Heimsieg von der Freiwurflinie aus perfekt.

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