Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer

Frankfurt Skyliners: Skyliners kassieren zweite Bundesliga-Heimniederlage - "Sind nicht die Celtics"

Von Trotz eines hoffnungsvollen Debüts ihres neuen Spielmachers Kwame Vaughn verlieren Frankfurts Basketballer gegen den deutschen Vize-Meister aus Ulm.
Der neue Skyliners-Spielmacher Kwame Vaughn (links) im Duell mit Ulms Center Tim Ohlbrecht. Foto: pressehaus/kessler (bild pressehaus) Der neue Skyliners-Spielmacher Kwame Vaughn (links) im Duell mit Ulms Center Tim Ohlbrecht.
Frankfurt. 

Gleich sein erster Wurf saß, ein Dreier aus der Ecke. Doch anderthalb Stunden später wirkte Kwame Vaughn etwas betrübt. Sein Debüt für die Skyliners ging daneben. Die Frankfurter kassierten gestern gegen Ulm ihre erste Heimniederlage in der Bundesliga-Hauptrunde seit dem 6. Dezember 2015 (gegen Alba Berlin). Nach zuletzt drei Siegen in Folge verloren sie gegen den Vize-Meister mit 73:79 (35:39) und wirkten zwei Tage nach dem umkämpften 65:63-Erfolg gegen Ludwigsburg etwas müde. Der Kraftakt geht weiter: Schon heute fliegt das Team nach Frankreich, wo es morgen beim AS Monaco in die Champions League startet.

Stärker als Frankreich

„Das ist das höchste Level, das ich jemals gespielt habe“, sagte Vaughn beeindruckt nach seiner Bundesliga-Premiere. Der 26-Jährige schätzt die deutsche Liga sogar stärker ein als die französische LNB, in der er zuletzt für Lyon spielte. Bei den Frankfurtern erlebte Vaughn einen Kaltstart. Nach seiner Ankunft am Freitag musste der Neuzugang ohne Mannschafts-Training in die Partie vor 4620 Zuschauern gehen. Nur eine Teambesprechung, in der er zwei Spielsysteme lernte, nahm er mit aufs Feld. Dennoch deutete der US-Spielmacher an, im Vergleich zu Vorgänger Markel Starks eine Verstärkung zu sein. Vaughn schloss Solos zum Korb kontrollierter ab, setzte seine Mitspieler besser in Szene und wirkte präsenter.

„Er hat gute Ansätze gezeigt. Ich denke, den kann man gebrauchen“, sagte Interims-Trainer Klaus Perwas gewohnt nüchtern. Center Mahir Agva, mit 15 Punkten bester Skyliners-Werfer vor Morrison (13), Shields, Robertson (je 12) und Vaughn (9), wurde deutlicher: „Kwame wird uns auf jeden Fall weiterhelfen.“ Nicht helfen kann vorerst Niklas Kiel. Der 19-Jährige fällt wegen einer Bänderverletzung am Sprunggelenk voraussichtlich vier bis sechs Wochen aus.

Ulm lag vom Start weg (7:2) fast durchweg in Führung. Frankfurt konnte zwar zum ersten Viertel-Ende durch einen Dreier von Antonio Graves (6) zum 21:21 ausgleichen. Doch die weiterhin ungeschlagenen Ulmer bewiesen mehrfach, das bessere Team zu sein. Die Mannschaft von Trainer Thorsten Leibenath hatte mit ihrer Athletik unter den Körben Vorteile. 14 Offensiv-Rebounds holten sich die langen Spieler um den Ex-NBA-Profi Tim Ohlbrecht (14 Punkte), Raymar Morgen (17) und Chris Babb (12), wodurch sie nach Fehlwürfen jeweils erneut in Ballbesitz kamen und dies oft zu direkten Punkten nutzten. „Das ist demoralisierend“, gestand Perwas, denn die vielen Ballverluste seien kaum wieder wettzumachen. „Wir sind ja nicht die Boston Celtics von vor 60 Jahren.“ Ulms Trainer Leibenath blieb zurückhaltend: „Wir haben noch viel Luft nach oben.“

Perwas war freilich deutlich unzufriedener. „Ich bin sehr unglücklich, wenn wir Spiele in Frankfurt verlieren. Ulm hat aber verdient gewonnen.“ Im gesamten Jahr 2016 war es erst die zweite Bundesliga-Heimniederlage für die Skyliners. Die bisher einzige hatten die Frankfurter im Mai im Play-off-Halbfinale kassiert – gegen Ulm.

Zur Startseite Mehr aus Fraport Skyliners

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse