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Skyliners Frankfurt: Skyliners mit erstem Gruppenspiel in der CL: Auf ganz neuem Parkett

Von Die vermeintliche Königsklasse ist einer von jetzt vier Wettbewerben im europäischen Basketball – und nicht unbedingt der stärkste.
Auf anderem Niveau: Max Merz und die Skyliners. Foto: pressehaus/kessler (bild pressehaus) Auf anderem Niveau: Max Merz und die Skyliners.
Frankfurt. 

Den Durchblick zu bewahren, fällt schwer. Denn aufgrund des weiterhin schwelenden Streits zwischen dem Kontinentalverband Fiba Europe und den Teilhabern der Euroleague werden in dieser Saison im Basketball vier europäische Wettbewerbe mit insgesamt 114 Mannschaften ausgetragen. Dabei hat sich derjenige, der in seiner Premierensaison unter dem Titel Champions League firmiert, den hochtrabenden Namen nur bedingt verdient.

INFO Modus der Champions League

Die 40 Teams der neuen Champions League treten in fünf Achtergruppen gegeneinander an. Die jeweiligen Gruppensieger sind ebenso direkt für das Achtelfinale qualifiziert wie die drei besten Tabellenzweiten.

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Zwar treten dort unter dem Fiba-Dach neun nationale Meister an, darunter die aus Belgien, Frankreich, den Niederlanden, Portugal, Tschechien oder der Ukraine. Aber die stärksten Teams der Topnationen finden sich weiterhin bei der Konkurrenz in der Euroleague, in der auch der deutsche Titelträger Bamberg aufs Parkett geht und die noch den Eurocup unter ihren Fittichen hat.

Die Skyliners aus Frankfurt dagegen, in der vergangenen Saison Sieger im nun auch bei der Fiba nur noch zweitklassigen Wettbewerb Europe Cup, messen sich wie die Bundesliga-Gefährten Oldenburg und Ludwigsburg mit der Konkurrenz in der neuen vermeintlichen Königsklasse. Dafür sind sie bereits gestern zuerst nach Monaco gereist, wo sie am heutigen Dienstag (20.30 Uhr) auf den bislang ungeschlagenen Spitzenreiter der französischen Liga treffen.

Nach der knappen Niederlage am Sonntag gegen Ulm blieb den Hessen demnach nicht viel Zeit, die Wunden zu lecken und den neuen Spielmacher Kwame Vaughn nach seinem hoffnungsvollen Debüt in ihren Reihen viel weiter in ihr Spielsystem hineinzuziehen. Doch Skyliners-Manager Gunnar Wöbke sieht die Auftritte auf internationaler Ebene sowieso in erster Linie als Aufgaben an, an denen das junge Team wachsen soll.

Nichtsdestotrotz hat er schon für die Partie bei AS Monaco einen Sieg als Ziel ausgegeben. Schließlich soll auf dem neuen Niveau mindestens die nächste Runde erreicht werden, und in den Türken von Banvit Bandirma, dem griechischen Vertreter Aris Saloniki sowie dem tschechischen Serienmeister CEZ Nymburk warten noch sehr schwere Gegner auf die Frankfurter. Helios Suns aus Slowenien, die Bakken Bears aus Dänemark und Ironi Nahariya aus Israel ergänzen das Feld in der Gruppe A.

Bei insgesamt 14 Gruppenspielen stehen den Teilnehmern also einige Reisestrapazen bevor, und die Skyliners gehen heute bereits zum dritten Duell innerhalb von fünf Tagen unter die Körbe. Für Interims-Cheftrainer Klaus Perwas keine „normale“ Situation. Bei zwei Partien innerhalb von einer Woche könne sich aber durchaus ein unproblematischer Rhythmus entwickeln.

Allerdings, so Perwas weiter, sei das Level, auf dem sich die Skyliners in dieser internationalen Saison bewegten, deutlich höher als das im Vorjahr und die Mannschaften seien teilweise bedeutend stärker. „Das wird ein hartes Ding“, betont der 45-Jährige.

Insgesamt gesehen hat die Fiba Europe ihr angepeiltes Ziel, mit dem neuen Wettbewerb wirklich die stärksten Teams des Kontinents zu locken, allerdings verfehlt. Selbst höhere Antrittsprämien oder die Androhung von Sanktionen hielten unter anderem Alba Berlin nicht von der Teilnahme am Eurocup ab.

Um Geld sei es ihnen nicht gegangen, erklärte Geschäftsführer Marco Baldi. Sondern darum, im „besseren Wettbewerb“ zu stehen. Und vielleicht auch dort, wo die Zukunft sein könnte. Denn dass der Konflikt zwischen den beiden Organisationen dauerhaft anhalten und damit im kontinentalen Basketball auf lange Zeit viergleisig gefahren wird, hofft und glaubt man aufseiten der Vereine und nationalen Verbände nicht. Und dann fällt es den Fans der Sportart vielleicht auch wieder leichter, den Durchblick zu bewahren.

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